SelA – Selbstbestimmt Ableben

SelA bietet medizinische Durchführungspraktiken an, stellt entsprechende Räume bereit und begleitet Ablebewillige in Abschiedscoachings auf ihrem selbstbestimmten Weg. Kommen währenddessen Zweifel an der Selbstbestimmtheit der Ablebeentscheidung auf, werden alternative Szenarien erarbeitet. SelA beabsichtigt dabei auch eine Umwertung: weg von der Bitterkeit über die Endlichkeit von Leben hin zu der Freude über den Übergang in einen neuen Zustand. Diese Freude soll ihren Ausdruck auch in der Atmosphäre des Ablebeereignisses finden: Ein angenehm gestalteter Raum, lachende Freunde, Musik, ein Fest soll es werden.

Konkrete Leistungen von SelA

Bereitstellung von Räumen zum selbstbestimmten Ableben. Der Ablebewillige kann angenehme Farben für Wände, Vorhänge und Bettwäsche auswählen. Blumenschmuck, Musik, etc. Er kann auch ein kleines Ensemble Musiker, Redner und/oder einen Geistlichen jedweder Religion bestellen.

Fachkundiges, medizinisch geschultes Personal wie Ärzte und Pfleger sorgt für sanftes Ableben unter fachgerechten Bedingungen.

Coaching: jeder Ablebewillige wird intensiv gecoacht, um sicherzustellen, dass der Ablebewille reflektiert und durchdacht ist. Die Stellungnahme des Coaches entscheidet darüber, ob letale Maßnahmen tatsächlich angeboten werden. Im Rahmen dieses Coachings wird auch Gruppenarbeit angeboten.

Entnahme transplantationsgeeigneter Organe zur Weitergabe an Bedürftige. Diese Organe sind insofern von hoher Qualität, als sie gut geplant entnommen und weitergereicht werden können. Diese werden entsprechend «in Zahlung» genommen.

Warum braucht die Gesellschaft so etwas wie SelA?

Zwei Interessengruppen bilden eine Allianz: die einen wollen nicht jahrzehntelang leiden und die anderen wollen – und können – nicht jahrzehntelang für dieses Leiden bezahlen. Insofern werden Kranken- und Rentenversicherungsträger SelA unterstützen. Denkbar ist auch, dass sich Ablebewillige einen Teil ihrer Rentenansprüche und dergleichen auszahlen lassen, um die Lebensqualität bis zum geplanten Ableben noch einmal deutlich zu erhöhen. 

Eine Fiktion

Mir ist bewusst, dass eine derartige Leistung auf dem Boden der Republik Österreich derzeit gegen geltende Gesetze verstoßen würde. Ich gehe aber davon aus, dass diese Rechtslage auf Dauer unhaltbar ist: Aufgrund unumkehrbarer gesellschaftlicher und volkswirtschaftlicher Entwicklungen wird es schon in wenigen Jahren erlaubt und erwünscht sein, dass solcher Art Dienstleistungen von seriösen Betreibern angeboten werden. SelA ist eine Art Open-Source-Geschäftsidee. Ich will damit auch kein Geld verdienen. Ich habe aber, wie viele Millionen andere Menschen auch, Interesse daran, dass sich Unternehmer auf der einen Seite sowie mögliche Betroffene und institutionelle Interessenvertreter aus Medizin, Seelsorge, Sozialversicherungen, Politik und so weiter mit dieser Geschäftsidee befassen und alle Implikationen ergebnissoffen diskutiert werden. Mit den möglichen Folgen, dass SelA Wirklichkeit wird oder eben verhindert wird.

Das konkrete Teilprojekt auf wemakeit und die Gegenleistung für Unterstützer

Ich bin eingeladen, Ende des Ende Oktober/Anfang November SelA im Museumsquartier in Wien einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Teil dieser Veranstaltungen sollen auch Podiumsdiskussionen mit Vertretern von Kirche, Versicherungswirtschaft, Palliativmedizinern, Philosophie, Hospizen, etc. sein. Ich benötige Unterstützung zur Vorbereitung dieser Präsentationen. Ich habe bereits ein Buchmanuskript in Form eines Romans zu dem Thema geschrieben. Ein Teil des Unterstützungsbeitrages soll auch dazu dienen, die Veröffentlichung dieses Buches zu befördern (Eigenverlag oder Verlagsakquisition)