100 % féminin - 200 % spannend!

Neuer Blick und unbekannte Töne zum Internationalen Tag der Frau: Teilnahme am Konzert-Ausflug nach Guebwiller/Elsass zum Auftritt «1. Frauen-Symphonieorchester im Dreiland - Les Elles Symphoniques» mit Werken nur von Komponistinnen (19. Jh. bis Gegenwart) in «Les Dominicains du Haut-Rhin» (per Bus ab Basel und zurück), Besichtigung der Fayencen Sophie Schaeppy (Winterthur) und Albert Anker (Bern) im Musée Théodore Deck. Nachtessen in der «Taverne du Vigneron». Ab 129 Franken Teilnahmekosten (alles inbegr.) hat man Anrecht auf einen der reservierten Plätze. Ab 50 CHF gibts eine CD.

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Das Besondere an meinem Projekt

Die Reise am Freitag, 8. März 2019, ab Basel hin und zurück von 15 bis 23 Uhr nach Guebwiller bietet einen neuen Blick und unbekannte Töne an diesem Internationalen Tag der Frau. Höhepunkt ist das Sinfoniekonzert des «1. Frauen-Symphonieorchesters im Dreiland - Les Elles Symphoniques» im historischen Kultursaal «Les Dominicains du Haut-Alsace» (notabene mit der zweitbesten Akustik auf dem Festland - nebst Sixtinischer Kapelle Rom). Zuvor erfahren wir vom Schicksal der wiederentdeckten Schweizer Künstlerin Sophie Schaeppy von Ende 19. Jh., deren Arbeiten wir im Keramik-Museum Théodore Deck an einer elsässisch geführten Besichtigung kennenlernen werden. Danach brechen wir zu einem Spaziergang durch das Vogesenstädtchen auf, um uns als Gäste der über alles beliebten Wirtin in der Winstub «Taverne du vigneron» einzufinden, bevor das Konzert beginnt.

Das Konzert-Programm:

  • Hildegard von Bingen: O dulcis divinitas.
  • Emilie Mayer: Faust ouverture.
  • Clara Schumann: Concerto pour piano op. 7.
  • Nadia und Lili Boulanger: Lux Aeterna, D’un matin de printemps.
  • Germaine Tailleferre: Petite suite, La rue chagrin.
  • Hélène Blazy: Adagio, Kasatchok.

Leitung: Valérie Seiler (Gründerin «Les Elles Symphoniques»)

Die Führung im Musée Théodore Deck: Jean-Marie Schelcher, pens. elsässischer «Schuelmeischter», ist Autor einer grossen Recherche über die vergessen gegangene Winterthurer Künstlerin Sophie Schaeppy. Nie gesehener Jugendstil. Sie war im Paris des 19. Jh. Muse des Keramikkünstlers Théodore Deck, dem sein elsässischer Heimatort das drittwichtigste Museum im Elsass gewidmet hat. Der ehemalige Chemiker «im Faden» war Schöpfer einer unnachahmlich perfekten Fayence-Technik, die alte chinesische oder persische Fayencen übertrifft. Für ihn arbeiteten damals die grössten zeitgenössischen Pariser Künstler, u.a. auch Jean Louis Hamon oder der Schweizer Albert Anker. Betörend schön!

Das Nachtessen vor dem Konzert: Die «Taverne du Vigneron» ist eine der ältesten und typischsten Elsässer Winstubs. Sie wird seit Jahren von derselben Wirtin geführt und geniesst einen ausgezeichneten Ruf. Alte Gaststube, junge, flinke Bedienung, elsässisches «savoir vivre».

Der Ort Guebwiller: Wir machen ein paar Schritte zu Fuss vom Musée zur Taverne und spazieren durch den ehemals eng mit Basel und der Schweiz in der Zeit des «Fadens» (Textil/Seidenweberei) Ende 19. Jh. verbundenen Städtchens. Die hugenottischen Industriegründer hiessen wie ihre Vettern in Basel: Burckhardt, Dollfus, Koechlin, Schlumberger (die Basler kennen das «Schlumbäergerli» vom «Begg») usw. Hier wurde auch Niklaus Riggenbach, der Erfinder der Zahnradbahn und mithin des Schweizer Tourismus geboren. Am Fusse des berühmten Weinberges «Schlumberger» sehen wir Barock, Gotik und Romanik nur wenige Schritte voneinander entfernt. Und staunen! Staunen sowieso den ganzen Reisetag!

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Dafür brauche ich Unterstützung

Wir leisten einen Beitrag an das unterfinanzierte Konzert des «1. Frauen-Symphonieorchesters im Dreiland - Les Elles Symphoniques» zum Internationalen Tag der Frau. Das Orchester probt jeweils am Aufführungsort, wohin jedes Mal die grossen Instrumente und die Notenständer etc. transportiert, weggeräumt oder zwischengelagert werden müssen - was das Budget belastet. Zumal die Frauen sowieso praktisch nur zu Reisespesen an vier Proben plus Aufführung arbeiten. Die Musikerinnen stammen aus aller Herren Länder, wohnen aber im Dreiland und arbeiten entweder in den hiesigen Orchestern oder sind Musiklehrerinnen (oft Lehrerinnen von Instrumentalisten von internationalem Renommee). Trotz Beiträgen - in sehr unterschiedlicher Höhe! - sind die Aufführungen im Elsass (nicht viel anders als in Basel und Liestal) stets mit sehr bescheidenen Budgets ausgestattet. Die Teilnahme an Konzerten ausserhalb der Region Basel unterstützt das «1. Frauen-Symphonieorchester im Dreiland - Les Elles Symphoniques» in der Motivation zur Weiterführung des musikalischen Austausches und im Turnus über die drei Grenzen. Denn selbst bei grösstmöglicher Freiwilligenarbeit geht es nicht ohne Werbe- und Druckkosten sowie Saal- und Lastwagenmieten - und trotz Zuwendungen ist keine Rede von einer ordentlichen Gage. Ein «Überschuss» ist gleichzeitig immer auch eine Investition in ein nächstes Projekt, dessen Vorarbeiten eben auch Budget benötigen. Wenngleich das «Frauen-Symphonieorchester» nur zusammen mit Männern (eigenen oder Mitarbeitern) im Hintergrund arbeiten kann, ergibt das Zusammenspiel zwischen Dirigentin und Orchester für die Musikerinnen eine andere Stimmung, als in einem gemischten Orchester. Und die Dirigentin profitiert von einer intensiveren Aufmerksamkeit auf die musikalische Interpretation statt auf ihre Person. Mit unserer Teilnahme an dieser Konzert-Reise leisten wir gleich einen mehrfachen Beitrag an die Beziehungen über die Grenzen, an die Förderung der Frauen im Orchesterbetrieb und haben selbst auch den Profit einer wunderbaren Begegnung mit sonst Unbekanntem oder gar Vergessenem sowie eines tollen künstlerischen und musikalischen Genusses. Würdigen wir diese das Kulturleben im Dreiland befruchtende Initiative und halten sie auch am Leben! Nehmen Sie also Teil oder spenden Sie! Merci/Danke!