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Über uns und unser Projekt

Wir haben auf unserem Hof eine Katze und Mutterkühe mit ihren Kälbern. Die Mutterkuhhaltung zeichnet sich durch eine natürliche Haltung der Tiere aus. Was bedeutet, das Kalb bleibt nach der Geburt bis zur Schlachtung bei seiner Mutter. Da wir kein Stier in der Herde haben, «besamen» wir unsere Mutterkühe mit einem Stier von den Swissgenetics. Unser Fleisch vermarkten wir über das Label «Bio Natura Beef «. Die Anzahl Kälber pro Jahr, hat sich in den letzten Jahren leider minimiert, aufgrund der Baulichkeiten des Stalles konnten wir weniger Mutterkühe halten. Daraus resultieren automatisch auch weniger. Der Arbeitsaufwand bleibt jedoch der selbe. Der Stall bietet keine grosse Möglichkeit, um mit Maschinen die Arbeit einfacher/leichter zu machen. Was bedeutet, dass es mit viel Handarbeit verbunden ist. So stellten sich meine Eltern in den letzte Jahren immer wieder die Frage: «Möchte einer unserer Söhne den Betrieb in der nahen Zukunft übernehmen oder sollen wir das Land verpachten und die Tierhaltung aufgeben?»

Ich bin nun 29 Jahre alt und habe im Sommer 2019 meine Ausbildungen zum «Landmaschinenmechaniker Meister» abgeschlossen. In den letzten Jahren machte ich mir öfters Gedanken, was soll mit unserer Liegenschaft geschehen? Anfangs 2020 entschloss ich mich, den Betrieb aufrecht zu erhalten und später im Nebenerwerb weiter zu führen. Wir haben uns als Familie an einen Tisch gesetzt, Ideen und Vorschläge besprochen und uns Schlussendlich für den Neubau eines Mutterkuhstalls entschieden. Dabei haben wir festgestellt, dass dieses Vorhaben nur gelingt, wenn die ganze Familie an einem Strang zieht.

Die Zeit bis zur definitiven Eingabe des Baugesuchs und der Baufinanzierung war leider nicht immer ein «Zuckerschlecken»: Denn auf die Unterstützung der Kreditkasse mussten wir leider verzichten. Nach mehreren Anpassungen der Baupläne, des Budgets und nerven aufreibenden Gesprächen mit der Kreditkasse, entstand leider immer nur die Antwort: Wir klären es ab/schauen es an und am Ende dann doch immer wieder ein NEIN! Wir können Ihr Projekt nicht unterstützen. So entschlossen wir uns als Familie, das Projekt selbständig zu finanzieren, was in der Landwirtschaft nicht ganz einfach ist. Das vorgegeben Kostendach muss reichen und bietet uns kaum noch Spielraum. Bei dem Neubau des Stalls war uns folgendes sehr wichtig:

  • Maximum fürs Tierwohl (Licht, Grösse, Komfort)
  • Vorgaben des Bio erfüllen
  • Ammoniak Reduzierung
  • Arbeitserleichterung
  • Tieranzahl auf das vorgegeben Maximum erhöhen

All diese Punkte verlangen, dass viele Details und die Masseinheiten (Tierwohl) berücksichtigt und erfüllt werden müssen. Dies wiederum bedeutet, dass nicht günstig und «einfach» gebaut werden kann. Wir möchten nicht auf Dinge verzichten, welche für unsere Tiere «Wohlfühlen» und «Komfort» bedeutet. So hoffen wir nun auf einen reibungslosen Neubau, ohne dass weitere Kosten dazu kommen. Um Kosten zu sparen oder gar zu senken, erbringen wird als Familie möglichst viele Eigenleistungen, welche jeweils nach Feierabend und an den Samstagen geleistet werden.

Baubewilligung eingereicht –> anfangs 2021

Mai bis Baustart: Stalleinrichtungen, Heu, Stroh, Maschinen und weitere Materialien mussten aus dem alten Stall/Gebäude raus. Wie auch musste die Gülle und der Mist ausgefahren werden. Zum Schluss, nach dem die letzte Kuh im alten Stall gekalbt hat, haben wir bereits das alte Gebäude «ab geziegelt» und die letzten Materialien ausgeräumt. All dies haben wir als Familie innerhalb einer Woche selbst gemacht.

Baustart –> Juni 2021

Nun ist die Vorfreude auf das Neue riesig, jedoch haben wir auch Respekt vor den nächsten Monaten. Denn unsere Tiere haben nun kein Dach mehr über dem Kopf und werden die ganze Zeit draussen sein. Ein Notstall bietet Platz für die kalbende Kuh und dessen Kalb.

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Start Bauzeit bis jetzt

Seit dem Juni 2021 laufen nun die Bauarbeiten bei uns zu Hause auf Hochtouren… Leider macht uns jedoch das diesjährige Wetter immer mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Nebst dem Mithelfen auf der Baustelle, mussten wir uns noch den Aufräumarbeiten der Schäden, welche durch die Unwetter verursacht wurden widmen. Wie auch müssen die jüngsten Kälber immer gut beobachtet werden, damit sie gesund bleiben. Da sie aktuell stets draussen sind, ist dies von grosser Wichtigkeit. Ob all dies nicht schon genug wäre, macht uns nun «Corona», das Bauen auch noch schwer. Denn wie wir alle mitbekommen haben, sind bei sehr vielen Materialien die Preise bis zu 20% gestiegen. Bei uns betrifft es vor allem den Holzbau und die Bedachung. Diese Mehrkosten geben uns nun zu denken! Alle wollen mehr Geld und unser Budget bietet, wie oben bereits genannt, kaum Luft nach oben.

Was nun? Können wir die Mehrkosten nicht bezahlen, bedeutet dies, dass wir nicht fertig «Bauen» können! Die Bank gibt uns nicht mehr Kredit, das heisst noch mehr Eigenleistungen. Jedoch muss dieser Neubau noch dieses Jahr fertig gestellt werden. Denn unsere Tiere können den Winter über nicht draussen auf der Weide verbringen. Würde dieser Fall eintreten, müssten wir uns von all unserer Herde trennen, welche mein Vater in den letzten Jahren liebevoll betreut hat. Einige Tieren stammen sogar aus der eigenen Nachzucht. Dies wäre für meinen Vater und die ganze Familien ein herber Rückschlag. Denn all unsere Tiere sind uns über die letzten Jahre sehr ans Herz gewachsen. Eine unserer ältesten Mutterkuh hat uns diese Jahr das 11 Kalb geschenkt und sogar ihr erstes Kuhkalb. Dieses Kuhkalb «Nayla» möchten wir im neuen Stall zur Aufzucht weiter nehmen, um so die Tieranzahl im neuen Stall nach und nach zu erhöhen. Durch dieses Vorgehen können wir den Tierbestand erhöhen ohne Kühe dazu kaufen zu müssen.

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Dafür brauche ich Unterstützung

Damit wird noch dieses Jahr mit dem Neubau des Stalls fertig werden, müssen wir all die Kostenerhöhungen finanzieren können. Helfen sie mit, dass unsere Tiere bis Ende des Jahres ein Dach über dem Kopf haben und wir somit unsere Herde erhalten können. Jeder Beitrag, sei er noch so klein, ist von grosser Bedeutung. Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und bedanken uns gerne mit einer unserer Gegenleistung bei Ihnen.

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