Über das Projekt und die Menschen dahinter

Das Ziel ist eine CD-Produktion ausschliesslich mit Werken von Johann Wilhelm Hertel (1727 – 1789). Das Programm besteht aus 2 Cellokonzerten, dem Orgelkonzert und 2 Sinfonien. Lest ganz unten mehr über Johann Wilhelm Hertel.

Künstlerinnen und Künstler: Bettina Messerschmidt (Violoncello), Michael Schönheit, (Orgel und Leitung), die Merseburger Hofmusik und Stefan Fischer (Hertel-Spezialist, musikwissenschaftliche Betreuung und Bereitstellung des Notenmaterials)

Warum diese Künstler für dieses Projekt? Der Schweriner Geiger und Hertel-Forscher Stefan Fischer, versteht es, das Feuer für die Musik von Johann Wilhelm Hertel in uns zu wecken. Ich (Bettina Messerschmidt) durfte mit ihm und seinem Ensemble in den 1990er Jahren einige spannende Werke, die in Bibliotheken schlummerten, wieder zur Aufführung bringen. Zwei besondere Perlen, die Stefan Fischer wieder entdeckt hat, sind die beiden Cellokonzerte von Johann Wilhelm Hertel in a-Moll und A-Dur, die mir besonders am Herzen liegen, seitdem ich sie als Solistin zur ersten Wiederaufführung seit ihrer Entstehung bringen durfte (2001, 2005). Sie haben Wärme, Klarheit, Kraft und eine spezielle Gesanglichkeit, die mich begeistern. Noch im Jahr 2001 entstand eine Rundfunk-Produktion des a-Moll-Konzertes für den NDR Hamburg mit Musica Instrumentalis Schwerin und mir als Solistin. Nach der Produktion war mir klar, dass ich dieses Konzert und zusätzlich jenes in A-Dur noch einmal richtig, das heisst u.a. mit einem grösseren Orchester aufnehmen wollte.
Dass die Merseburger Hofmusik das passende Ensemble für dieses Projekt ist, hat vor allem zwei Gründe: Einerseits arbeiten die Merseburger Hofmusik und ich seit etwa 20 Jahren zusammen. Dadurch ist auch eine gemeinsame musikalische Sprache gewachsen, die u.a. durch die lebendige und charismatische Leitung von Michael Schönheit geprägt ist. Andererseits ist die Merseburger Hofmusik sozusagen in direkter Linie mit Johann Wilhelm Hertel verbunden, da sein Vater Johann Christian Hertel seine Klavierausbildung beim Merseburger Hof- und Domorganisten und späteren Hofkapellmeister Georg Friedrich Kauffmann (1679-1735) erhalten hatte. Die Merseburger Hofmusik ist wohl das einzige Ensemble, das Kauffmanns Kantaten regelmässig zur Aufführung bringt. Sie ist fest in der mitteldeutschen Musiklandschaft verankert. Den Part des Solisten im Orgelkonzert G-Dur von Johann Wilhelm Hertel übernimmt ebenfalls der Gewandhausorganist Michael Schönheit. So sind hier in jeder Hinsicht die passenden Protagonisten an Bord.

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Das Besondere an dieser Aufnahme

Es reizt mich, beide Konzerte, die noch auf eine Aufnahme im Sinne der historischen Aufführungspraxis warten, wieder einem breiteren Konzertpublikum zugänglich zu machen und sie auf einem Tonträger zu dokumentieren. Aufführungspraktisch heisst hier auch: mit den damals üblichen Verzierungen. Diese hat Stefan Fischer nun für einen Grossteil unseres Programms notiert. Der Komponist Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) stammt wie Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) aus Eisenach, war aber später vor allem am Schweriner Hof tätig. Er ist ein wichtiger Vertreter der deutschen Vorklassik. Seine Werke werden meiner Meinung nach viel zu selten gespielt, denn sie weisen eine hohe Qualität auf, und sind sehr lebendig und einzigartig. Gerade die Cellokonzerte sind wahre Perlen und sollten endlich wieder zu Gehör gebracht werden.

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Wofür wir Deinen Beitrag benötigen

Seit 2016 bin ich mit der Vorbereitung des Projektes beschäftigt. Es ist mir gelungen, mit cpo ein Label zu finden, das an den Werken Interesse hat, und für die Aufnahme- und Herstellungskosten (Tonmeister, Pressung, Vermarktung) aufkommt. Leider entspricht der Beitrag, den das Label uns zahlen kann, in keiner Weise den entstehenden Kosten wie Künstlerhonorare, Hotelunterbringung, Stimmen der Tasteninstrumente etc. Ein grösserer Teil der Kosten des Projektes sind inzwischen abgedeckt, indem wir zwei Konzerte, die in zeitlicher Nähe der Aufnahme liegen, organisiert haben. Trotzdem bleibt doch eine namhafter Anteil der Kosten ungedeckt. Diese betreffen vor allem die Solistenhonorare und die Kosten für die Erstellung des Notenmaterials aus den Quellen, die ich vorgeschossen habe. Hier eine kurze Übersicht:

Honorar: Künstlerischer Leiter und Orgel: Michael Schönheit 2 000 Euro

Honorar ich selbst, Solistin Violoncello: 2 000 Euro

Ungedeckte Kosten für Stimmen von Cembalo und Orgel: 500 Euro

Honorar Stefan Fischer für Erstellung Notenmaterial und Verzierungen: 1 100 Euro

Honorar Violinen für Extraprobe Verzierungen: 480 Euro

Gesamt: 6 080 Euro

Ziel des Crowdfundings: 4 500 Euro = 5 060 CHF (ich runde auf 5 100 CHF)

Ich habe diese Summe gewählt, weil damit alle externen Kosten (ohne mein eigenes Honorar) gedeckt wären.

Habt herzlichen Dank für Eure Unterstützung bei der Verwirklichung meines Projektes.

Bettina Messerschmidt

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