Wie alles begann

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Raiffeisenbank Visperterminen wurde ein Wettbewerb für innovative Projekte im Heidadorf ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb wurde von einer jungen Gruppe aus Visperterminen mit der Idee gewonnen, alte Stadel und Scheunen in pädagogisch wertvolle Orte für Kinder umzuwandeln. Neben dem Erhalt von schützenswerten Gebäuden waren die Wiederbelebung des alten Dorfkerns, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Stärkung der lokalen Wirtschaft und die Erweiterung von touristischen Angeboten weitere Ziele.

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Geschichte der «Chinderwält Spillhiischer»

2006 wurden rund um den zentralen Herrenviertelplatz im urigen Dorfkern von Visperterminen, im Oberwallis die beiden ersten «Chinderwält Spillhiischer» eröffnet. 2008 konnten zwei weitere Stadel ausgebaut und eröffnet werden.

Die Gebäude werden in ihrer Substanz erhalten und erfahren äusserlich keine Veränderung. Im Inneren entstanden unkonventionelle Spiellandschaften, die neue und ungewohnte Wahrnehmungserfahrungen zulassen. Gewohnte Gegenstände werden in einen neuen Kontext gesetzt und schulen damit die Flexibilität des Gedächtnisses. Die «Spillhiischer» lassen durch ihre themenunabhängige Ausstattung viel Platz für die eigene Kreativität und Phantasie des Kindes und werden zu pädagogisch wertvollen Räumen, die Bewegung, Kommunikation und Sinneswahrnehmung fördern.

Das Projekt gewann im 2006 den Innovationspreis der Raiffeisenbank Visperterminen, sowie den Oberwalliser Heimatschutzpreis. 2009 wurde das Projekt vom Zürcher Solidaritätspreis für generationenübergreifende Projekte honoriert.

Pro Jahr besuchen ca. 1000 Kinder, individuell oder mit Schulklassen die «Chinderwält Spillhiischer» in Visperterminen.

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Projekt: Ausbau eines neuen Stadels

2015 möchte das Projektteam einen weiteren, baufälligen Stadel vor dem Zerfall schützen.

Im relativ kleinen Stadel (4x6m) soll den Kindern mit dem Einbau bäuerlicher Gerätschaften, welche dem Kornanbau, aber auch dem im Dorf mit den höchsten Weinbergen Europas so wichtigen Weinbau dienten, eine Erlebniswelt geboten werden. Dabei müssen diese alten Gerätschaften umgebaut werden.

Neben den Werkzeugen und Utensilien, soll ein Film entstehen, der den Kindern zusätzlich den ursprünglichen Gebrauch aufzeigt. Ein wichtiges Stück Kultur bleibt erhalten und wird den Jüngsten auf spielerische Art und Weise zugänglich gemacht.

Warum wir eure Unterstützung brauchen?

Obwohl jedes Jahr an die 1000 Kinder von den «Spillhiischer» begeistert sind, müssen wir kämpfen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Mit dem Ausbau eines neuen Stadels hoffen wir, ein zusätzliches Angebot zu schaffen, damit noch mehr Kinder mit ihren Familien diese in den Alpen einmalig existierenden Spielwelten entdecken können.

Das liebe Geld – Wir haben einen Kostenvoranschlag für den neuen Stadel von CHF 150’000. Die bisherigen Abklärungen beim Kanton und bei anderen Sponsoren haben ergeben, dass wir für die baulichen Angelegenheiten die nötigen Gelder zusammenbringen. Schwierig wird es beim Umbau und der kindsgerechten Umgestaltung der Gerätschaften, die ebenfalls an die CHF 40’000 kosten. Es wäre schön, wenn wir auf diesem Weg zusätzlich 15’000.- Sponsorengelder auftreiben könnten.

Die Spielhäuser im Überblick

  • Das Labyrinth überrascht durch faszinierende Details, welche erst noch entdeckt werden müssen. Der Besucher sucht sich den Weg, der in einer Märchenwelt endet, selber. Er wagt das Abenteuer durch den Steinwald, die Geröllhalde, den Spiegelschlund… mit Mut und Geschicklichkeit. Sehen, tasten, entdecken, ausprobieren und staunen.
  • Der Spiegelsaal – ein Raum, in dem Spiegeleffekte ganz spezielle Sinneswahrnehmung zulassen. Das ehemalige Karusell wurde neu auf dem Giw, auf 2’000 m.ü.M., installiert.
  • Der Klangwald besteht aus einem mit Baumstämmen «durchwachsenen» Raum. In diesem Wald entdeckt der Besucher verschiedene Kletter und Springmöglichkeiten, die zur Bewegung animieren. Verschiedenen Klangelementen, wie der «Schiirharfe» oder der Pumporgel, können ungewohnte Klänge entlockt werden. Im Dachstock der Scheune wird eine Phantasielandschaft mit ungewohnten Tastelementen und Spielgeräten durchwandert.
  • Der Spaceroom, ein bunter Glas-Raum, der erklettert werden kann. Neu wurde das Spielhaus mit einer «spacigen» Kugelbahn erweitert. Die Chinderwält verändert und entwickelt sich immer weiter.

Die «Chinderwält» ist jeden Mittwoch- und Sonntagnachmittag von 13:45 – 17:00 Uhr geöffnet oder auf Anfrage. In den Wintermonaten November bis Februar sind die Häuser nur offen bei speziellen Anlässen oder Anfragen.

Ein Eintritt in die «Chinderwält Spillhiischer» kostet pro Kind CHF 7, für Institutionen CHF 5. Eine 6er-Karte wird für CHF 35 angeboten und ein Jahreabo für nur CHF 40. Die Spielhäuser können auch gemietet werden, der Preis hierfür beträgt CHF 15/Stunde.

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Wer sind wir ?

Wir sind eine kleine Gruppe von Leuten, die die Organisation der Spielhäuser vornehmen. Maisa ist unser Mädchen für alles. Sie koordiniert die Öffnungszeiten, organisert die Helferinnen und sorgt für den reibungslosen Ablauf des Betriebs. Wir sind alle junge Frauen, denen die sinnvolle Freizeit der Kinder ein grosses Anliegen ist. Als Stiftungsratspräsident bin ich die Ausnahme, arbeite aber beruflich mit kleinen Kindern, die entwicklungsverzögert oder behindert sind und bin von der Einzigartigkeit des Projekts überzeugt.

Über Visperterminen

Das Heidadorf Visperterminen liegt hoch über Visp, auf 1’378m ü.M. In diesem Oberwalliser Bergdorf wird das Zusammenspiel zwischen Natur, Genuss und Kultur grossgeschrieben.

Visperterminen ist bekannt durch den höchsten Weinberg Europas. Hier oben, bis auf 1’150 m ü.M., wächst er, der Visperterminer Heida. Eine uralte Rebsorte, die im Wallis zuerst an den steilen Hängen von Visperterminen angebaut wurde und dem Dorf seinen Namen schenkt.

Neben dem Wein, bietet das Heidadorf unzählige Wandermöglichkeiten im Sommer oder ein kleines und schneesicheres Familienskigebiet im Winter.

Das Tourismusbüro von Visperterminen ist täglich geöffnet und informiert Interessierte gerne über Ausflugsmöglichkeiten und Events oder gestaltet perfekte Gruppenreisen.

Visperterminen ist sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Ab Bahnhof Visp fährt regelmässig (+/- alle Stunden) ein Postbus bis ins Dorf.

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