Die andere Art des Seins- oder wir alle sind Madalena - Das Frauennetzwerk des Theaters der Unterdrückten

  • Seid ihr es Leid, wie unsere Welt funktioniert?
  • Habt ihr Wut im Bauch und wollt ein Zeichen setzen?
  • Wollt ihr Veränderung, Ihr wisst aber nicht wie und wodurch?

Dann ein herzliches Willkommen bei unserer Theatergruppe!

Bitte unterstützt unser Projekt, wenn ihr auch folgendes wollt:

  • Änderung bestehender politischer und sozialer Systeme
  • Mut zum Protest und einen Neuanfang
  • Freie Meinungsäußerung
  • Raus aus Vorurteilen, Klischees, Soll- Vorstellungen und Erwartungen
  • Realisierung unmöglicher Träume
  • Ja zum Nein und Nein zum Ja
  • Frauenthemen sichtbar machen
  • Unangenehme Fragen stellen
  • Plätze zum Leben, Forschen und Experimentieren schaffen
  • Integration statt Ausgrenzung

Wir können mit Theater nicht die Welt aus den Angeln heben, aber wir haben den Schlüssel, um die Tür für diese Themen und Visionen ein Stück zu öffnen. Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit!

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Wer wir sind

Wir sind die Wiener Theatergruppe «Madalena- Panico-Escenico» (übersetzt aus dem Spanischen «Magdalena- Lampenfieber») rund um die im Wiener Raum wichtige und bekannte Theaterwissenschaftlerin, Autorin und Theaterpädagogin Dr. Birgit Fritz. Sie ist unter anderem die Mitbegründerin des Theaters der Unterdrückten in Wien und leisteten Pionierarbeit bei dessen Verbreitung in Österreich. Durch die Anwendung der revolutionären Theatermethoden des Brasilianers Augusto Boal hat sie sich in der österreichischen Kulturszene nicht nur einen Namen gemacht, sondern auch einen fixen Platz in deren Herz erobert.

Die Gruppe

Eine bunt durchgemischte Gruppe von 20 Frauen aus allen Altersgruppen und sozialen Hintergründen trifft sich ein Mal pro Woche zu einem dreistündigen Workshop in einem offenen, kreativen Raum, um unter anderem Theaterszenen rund um das Thema der Frauenunterdrückung, in sämtlichen Bereichen des Lebens, zu erarbeiten und zu spielen. Gemeinsam kämpfen wir für unsere Rechte als freie, unabhängige und emanzipatorische Frauen in einer Gesellschaft, die die Gleichberechtigung zwar predigt, aber nicht leben will. Das wollen wir aufzeigen und ändern, da die Problematik in unterschiedlicher Ausprägung mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung betrifft und dringend gelöst werden muss.

Wenn wir unsere Botschaft weiter tragen können, wäre das Ziel, einen Dominoeffekt auszulösen, bei dem sich alle Frauen verbünden und mit einer globalen Stimme für ihre Rechte und ihre Leben eintreten und eine Revolution gegen bestehende soziale Systeme auslösen. Das Theater und die Pädagogik sind unser Sprachrohr und Verbreitungsmedium hierfür.

Die Madalenas sind eine Untergruppe, die sich aus dem weltweit agierenden, gemeinnützigen und sozialen Verein «Theater der Unterdrückten», kurz «TdU» herauskristallisiert hat, um sich unabhängig von den gängigen Klischeebildern und Wunschvorstellungen, die ein großer Teil der Männer (und auch die Frauen an sich selbst) an Frauen hat, artikulieren zu können. Deshalb sind die Madalena Workshops Räume, die nur für Frauen offen sind. Die Hauptmethode ist das Forumtheater, das der Brasilianer Augusto Boal für die TdU Bewegung entwickelt hat. Das gängige Guckkastentheater ohne Publikumsbeteiligung soll dabei überwunden werden. In den Workshops werden von den Schauspielern Themen und Fragen aufgeworfen und dazu zugespitzte Modellszenen entwickelt, die für den Unterdrückten, Diskriminierten bzw. Schwachen, unbefriedigend enden. Dabei geht es darum, wie Unterdrückte und Unterdrücker agieren und reagieren und wie es überhaupt zur eigentlichen Situation der Unterdrückung kommt. Im Anschluss wird mit dem Publikum über die dargestellte Szene gesprochen. Ein Spielleiter, im Fachjargon «Joker» genannt, ermutigt das Publikum die Rolle des Unterdrückten an Stelle des Schauspielers einzunehmen und anders zu agieren, um die Szene besser enden zu lassen. So kann eine Szene mit jeweils unterschiedlicher Publikumsbeteiligung immer wieder neu gespielt und mit neu entwickelten Modellen beendet werden. Mit jeder Szene stellt sich jeder einzelne der Zuseher erneut die Frage: Was würde ich in der dargestellten, gespielten Situation tun? Wie können wir durch unsere Ideen und unser Handeln diese Szene verändern?

Ziel ist es, durch diese Überlegungen sein eigenes Handeln und Tun in der Realität zu überdenken und zu ändern, um sich gegen soziale und politische Systeme der Unterdrückung zu wehren und diese zu einem Besseren zu modifizieren.

«Lasst uns die Menschheit menschlicher machen»

«Do it with Passion» (Zitate Augusto Boal)

Rund um den Erdball gibt es in verschiedenen Ländern Madalena Gruppen, sie sich ein Mal im Jahr zu einem Theaterfestival treffen, um ihre Stücke zu zeigen bzw. sich untereinander kennen zulernen und globale Netzwerke zu bilden. Heuer findet das Theaterfestival von 15. – 20. September in Puerto Madryn/Argentinien statt. Selbstverständlich würden wir gerne als Botschafterinnen und Repräsentantinnen Österreichs an diesem Treffen teilnehmen, wobei wir über soziale Netzwerke und Förderungen die Reisekosten finanzieren müssen, da diese unmöglich von unseren argentinischen Kollegen bzw. privat zu tragen sind und sich ca. auf EUR 1’000 pro Schauspielerin belaufen. Da schon Gruppen aus der ganzen Welt darunter viele aus Europa u.a. Deutschland ihre fixen Zusagen gegeben haben, wäre es schade, wenn gerade Österreich, das mittlerweile als Vertreter für Toleranz und Akzeptanz gilt, fehlen würde. Je mehr Geld zusammenkommt, desto mehr Frauen können wir nach Argentinien schicken und dafür sorgen, dass unsere Botschaft weltweite Verbreitung findet. Jede einzelne Dame wird zu einem Multiplikator der Frauenarbeit des Theaters der Unterdrückten und deren globaler Verbreitung. Schließlich wollen wir die Haltung der Unterdrückten innerhalb der Unterdrückung untersuchen – unsere eigene Haltung! Wir wollen herausfinden, was und wer wir wirklich sind und wofür wir stehen wollen bzw. welche Wünsche, Träume und Vorstellungen wir Frauen haben. Alle Madalenas, wirklich jede einzelne, mit all ihren Talenten sind wichtiger Bausteine, die wir brauchen, damit unser Haus wachsen kann und nicht zusammenfällt.

Diese Fragen stellen wir uns als Madalenas: Kann eine Frau Spiegel einer anderen sein?!

  • Ist es möglich, einen Raum der Forschung und der Partizipation zu begründen, in denen Scham, Schuld und Wettbewerb dekonstruiert werden und sich Vertrauen entwickeln kann?
  • Welche Verführungen, Obsessionen, Wünsche, Verletzungen, welche Widersprüche und Träume können wir im dritten Jahrtausend teilen?
  • Welche Rollenbilder sind im heutigen «Frau-sein» noch präsent?
  • Welche Konditionierungen gibt es?
  • Was wollen wir von unseren Vorgängerinnen lernen und welche Frauen-Bilder von uns selbst entwickeln?

Darum solltet Ihr uns helfen:

  • Unsere Bewegung ist wichtig und wir brauchen dringen euch und eure Hilfe!
  • Nur gemeinsam sind wir stark
  • WE are unstoppable!
  • Frauen und alle, die Frauentheman unterstützen – lasst uns nicht im Stich!
  • Käpfen wir im Kollektiv für eine bessere Welt! – ganz egal welche Kultur, Herkunft, Religion oder Aussehen ihr habt!
  • Nur ihr als Mensch zählt.
  • Yes we can
  • We have a dream!

Die Ziele des Theaterfestivals sind kurz gefasst:

  • Das internationale Netzwerk der Madalenas repräsentieren
  • Die Methoden des Theaters der Unterdrückten verbreiten und Räume öffnen, um noch mehr Frauen zur Bewegung einzuladen
  • Die eigene Bewegung stärken
  • Dialog zu Partnerorganisationen suchen
  • Probleme der Unterdrückten aufzeigen und definieren bzw. die gemeinsamen Achsen der Unterdrückung unabhängig der Kulturen aufzeigen
  • Konkrete soziale und politische Aktionen planen und durchführen
  • Die eigene Arbeit kritisch hinterfragen

Welche Förderungen und Unterstützungen gibt es schon?

  • Förderung unseres Wienprojekts durch die Magistratsabteilung MA57 der Stadt Wien
  • Die argentinischen Kollegen sorgen für Unterkunft, Verpflegung und Bereitstellung der Spiel-, bzw. Diskussionsstätten
  • Unterstützung durch die argentinische Botschaft
  • Förderung durch den Verein InExActArt
  • Unterstützung durch den Verein Südwind
  • Unterstützung durch die Internetgruppe 20000 Frauen
  • Ebenso haben auch Parteien der Österreichischen Hochschülerschaft ihr Interesse und ihre Unterstützung bekundet, da viele unserer Aktivistinnen aus dem universitären Bereich kommen bzw. Studierende sind
  • Die Geschäftsleute bzw. Händler und Gastronomen unserer Wohnbezirke erlauben uns Informationsmaterial aufzulegen bzw. Plakate aufzuhängen
  • Von 26. – 28. Juni 2015 werden wir an einem bereits finanzierten, intensiven Wochenende in einem Seminarhotel unserem Projekt den finalen Schliff verleihen

Welche anderen Finanzierungsmethoden verwenden wir:

Am 3. Juni 2015 fand ein großes Lateinamerikanisches Fest in Wien mit Musik, traditionellen Köstlichkeiten, der Vorstellung unseres Projektes, Workshops, Tombola, Improvisationstheater etc. statt. Dazu waren alle unsere Sponsoren und Unterstützer herzlich eingeladen. Der Reinerlös des Festes liegt bei ca. EUR 350.

Ebenso wird es nach der Rückkehr aus Argentinien ein Fest geben, bei dem wir von unserer Reise, den Eindrücken, den Ergebnissen und natürlich den gewonnen Kontakten zu vielen tollen Frauen berichten werden.