
Worum geht's
Die 78-jährige Lotti will nach dem Tod ihres Ehemannes ihr Schlafzimmer wechseln. Beim Kaffeekränzchen mit ihren Freundinnen stösst sie auf Unverständnis für ihr Vorhaben, Alberts Zimmer ausräumen zu wollen. Eine zeitgleiche Begegnung mit Ida, der Ex-Freundin ihres Mannes lässt sie neuen Raum finden – und konfrontiert sie mit der Frage, wer sie darin sein möchte. Es eröffnen sich neue Perspektiven auf Alltag, Freundschaft und Selbstfindung im Alter.
Dieser fiktionale Kurzfilm wird während drei Drehtagen vom 7.-9.5.2026 im Raum Zürich gedreht. Die Fertigstellung ist für Frühling/Sommer 2027 geplant. Sowohl Filmcrew als auch -cast setzt sich bewusst aus grossem Anteil FINTA*-Personen zusammen. Cast: Hauptdarstellerin Suly Röthlisberger, Nebendarstellerin u.a. Marlise Fischer. Filmcrew (Head of Departments): Drehbuch und Regie Lars Odermatt, Bildgestaltung Liam Erlach, Production Design Sophie Wiget und Rhena Geiger, Licht Pascal Kohler, Ton Maya Baur, Kostüm Elisa Scheidegger, Editing Moe Renfer und Lars Odermatt, Sounddesign Mara Miccichè und Marco Mercuzio Peron, Filmmusik Lisa Harres, Producerin Mariie Karnakova

Was ich mit diesem Film will
Über die letzten Jahre durfte ich durch verschiedene persönliche Erfahrungen – vom Zusammenleben mit älteren Menschen über Altersheimbesuche zu vielen Treffen mit meiner Grossmutter – einen Einblick in komplexe Realitäten älterer Frauen nach dem Partnerverlust erleben. Besonders die Übergangsphase verwitweter Frauen berührt mich: wenn Selbstbild und Lebensgestaltung neu verhandelt werden und widersprüchliche Gefühle zwischen Trauer, Leere und vorsichtiger Erleichterung entstehen können. Mit FINDING ROOM möchte ich diesen ambivalenten Gefühlen einen Raum geben und zugleich Einflüsse gesellschaftlicher Prägungen – insbesondere patriarchaler Strukturen – sichtbar machen. Mein Ziel ist es, ein Gefäss für Empathie und Reflexion zu schaffen – jenseits stereotyper Inszenierungen älterer Frauenbilder – mit einem offenen, respektvollen Blick auf das Alter und mögliche Selbstfindung.
Dieser Film richtet den Blick auf ältere Frauen, deren Stimmen und Lebensgeschichten in der breiten Öffentlichkeit oft kaum wahrgenommen werden. Es sollen neue Sichtweisen auf das Älterwerden, auf Beziehungen und Gestaltungsspielräume im Leben entstehen. Ich möchte damit nicht nur eine filmische Plattform schaffen, sondern auch Anlässe, um Menschen unterschiedlicher Altersgruppen miteinander ins Gespräch zu bringen – unter anderem in Alterszentren sowie an Schulen, in kleineren Kinos und durch selber organisierte Events in gemeinschaftlichen Räumen.

Wieso wir ein Crowdfunding machen
Am 22.03.2026 organisieren wir eine Benefizveranstaltung im Rahmen dieser Filmproduktion, wo verschieden Kurzfilme junger Filmschaffenden gezeigt werden, die das Thema Alter aufgreifen. Danach wird als Teil der «Das grosse Stricken»-Aktion von Pro Senectute mit Innocent gemeinsam gehäkelt und gestrickt. Für an diesem Tag Verhinderten und weiter an einer Beteiligung Interessierten starten wir hiermit parallel die Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung für die Verpflegung von Cast und Crew auf Set und zur Durchführung gesellschaftlicher Events nach Fertigstellung des Filmes (vgl. Benefizveranstaltung)
