Es Wir(d)t. Männer weinen nicht. Ist ein Kurzfilm über versteckte Gefühle einer Wirtshauskultur. Einer Männergemeinschaft. Ausgangspunkt ist ein stillgelegtes Wirtshaus im Weinviertel. Was wird draus?

Share crowdfunding project

EUR 0

0% of EUR 5’000

0 %
This is how it works

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

0 backers

29 days to go

Über Männerbilder, Verletzlichkeit und Orte, die verschwinden.

Ausgangspunkt von Es Wir(d)t – Männer weinen nicht ist das 1870 erbaute Stidl-Wirtshaus – ein stiller Zeitzeuge männlicher Gemeinschaft und einer verschwindenden Wirtshauskultur. Ich bin selbst noch dort aufgewachsen und beschäftige mich heute mit den Geschichten, Erinnerungen und gesellschaftlichen Bildern, die dieser Ort in sich trägt.Gemeinsam mit einem professionellen Team hinter der Kamera, professionellen Tänzern und Laien, sowie unglaublich vielen helfenden Händen am Set haben wir den Film im Dezember gedreht. Aktuell befinden wir uns in den letzten Arbeitsschritten rund um Schnitt und Sound.In wenigen Wochen feiert der Film im Rahmen des Viertelfestival Niederösterreich in Pillichsdorf seine Premiere.Der Film entstand aus einem persönlichen Prozess heraus: Was erzählt dieser Ort über die Menschen, die ihn geprägt haben? Vor allem über Männer unterschiedlicher Generationen – über ihre Erinnerungen, Verluste und über Männlichkeit im Wandel.Über meine künstlerische Sprache, den Tanz, versuche ich biografische Erinnerungen mit dokumentarischen Stimmen und Körpererinnerungen zu verbinden. Der Körper wird dabei zum Archiv für Gefühle, die oft nie ausgesprochen wurden: Nähe, Härte, Verlust, Sehnsucht und Verbundenheit. So verbindet das Projekt persönliche Geschichte mit gesellschaftlichem Wandel und stellt die Frage nach neuen Formen von Männlichkeit und Gemeinschaft. Fragen wie: Was bedeutet es, ein Mann zu sein? Wann hast du das letzte Mal geweint? Und was passiert, wenn Orte der Gemeinschaft verschwinden? ziehen sich durch den Kurzfilm. Durch die Mitwirkung von Kindern entsteht außerdem ein Blick auf die nächste Generation und darauf, welche Vorstellungen von Männlichkeit weitergegeben werden – und welche vielleicht neu gedacht werden müssen.

Wo Tanz, Film und Dorfleben zu einer gemeinsamen Erzählung werden.

Das Projekt verbindet Tanz und Film zu einer hybriden Erzählform, in der Bewegung das zentrale Ausdrucksmittel ist. Tanz eröffnet dabei eine Form des Erzählens, die über klassische Narrative hinausgeht.Inhaltlich setzt sich das Projekt mit Männlichkeitsbildern im ländlichen Raum auseinander. Lokale Protagonist*innen («Heroes») werden aktiv eingebunden. So entsteht eine gesellschaftspolitische Ebene, die tradierte Rollenbilder hinterfragt und neue Formen von Gemeinschaft sichtbar macht. Das Set war außerdem familienfreundlich gestaltet: Kinder bewegten sich selbstverständlich und professionell begleitet vor und hinter der Kamera, während sich dadurch auch neue Formen von Gemeinschaft entwickelten – etwa durch gegenseitige Betreuung innerhalb des Dorfes. Diese Offenheit schuf eine besondere Atmosphäre, in der der Dreh nicht nur beobachtet, sondern als gemeinsamer sozialer Raum erlebt wurde – ein Moment gelebter Gemeinschaft, der nachhaltig berührte.

Dieser Film lebt durch gemeinschaftliche Unterstützung.

Eine Filmproduktion ist mit einem hohen Einsatz an zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen sowie intensivem künstlerischem Schaffen verbunden.Gleichzeitig wurde bewusst auf eine familienfreundliche Struktur des Filmsets geachtet, um Filmschaffenden mit Kleinkindern eine aktive Teilnahme zu ermöglichen. Dieser Einsatz an Zeit und Engagement aller Beteiligten ist bislang jedoch finanziell nicht ausreichend abgegolten. Eure Unterstützung würde eine angemessene Entlohnung der beteiligten Künstler*innen sichern und hilft dabei, den Film über das Dorf hinaus weiterzutragen. Premiere im Rahmen des Wein-Viertelfestivals am 13/14. Juni. Kommt vorbei und holt euch eure Belohnungen gern vor Ort ab! Für ein nachhaltiges Zusammenkommen!

Erklärungsvideo Es Wir(d)t