Das ist M.

Ihre Tage verbringt M. damit darüber nachzudenken, wie sie zu mehr Geld kommen kann. Denn sie glaubt, was ihr fehlt ist Geld. Sie denkt, sie muss schreiben, aber schreibt nichts und beschäftigt sich stattdessen mit der Frage, woher sie es nur nehmen könnte. Das Geld. Und den Raum, um sich selbst zu verwirklichen.

«Dann müssen sie weg», ruft Victor. Sie haben zu viel getrunken. Eine feudale Trinkorgie – wie so oft. «Sie schwimmen im Geld», hat M. gesagt und ihre Eltern gemeint. Sie sind es, die ihre Misere zu verantworten haben. Davon ist M. überzeugt. Damit sie bekommt, was sie will, müssen ihre Eltern sterben. Der Gedanke lässt M. nicht mehr los.

Und das ihr Film

M. soll ein ca. 25 minütiger Kurzfilm werden. Die Auswertung an Filmfestivals ist geplant. Zudem steht die Unterbringung in der Kurzfilmsammlung eines Verleihs in Aussicht.

M. ist die Vermengung des Realen und des Thrillers; Filme wie Hitchcocks „The Rope“, Bressons „Un condomne a mort s‘est echappe“ oder Renoirs „Elena“. Filme, die mit dem Allegorischen sowie dem Dokumentarischen spielen. Alles Filme aus den 50er Jahren. „M.“ soll sich stilistisch aber nicht an dieser Epoche orientieren, sondern genau das Gegenteil: Die Geschichte von M. spielt im Jetzt, ist ein Portrait unserer Generation, meiner eigenen sozialen Klasse und unserer Zeit.

Der Dreh

Ich lebe in Berlin. Zusammen mit unzähligen Schauspielern und Filmmenschen. Manche sind mir bekannt, andere nicht; die meisten qualifizierte Arbeitskräfte, die so wie ich, Filme machen wollen. Diese Dringlichkeit soll in meinen Film. Statt zu warten, bis ich genügend Raum und Geld habe, will ich mit diesem Film direkt auf das drängende Thema von M. reagieren. Die Unmittelbarkeit soll den Film nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch prägen. Dafür brauche ich Dich! Denn drehen möchte ich bereits am 22.4.2014.

Wir brauchen deine Unterstützung, dass «M.» ein Film wird

Um Kosten zu sparen und die Direktheit zu bewahren arbeite ich mit einem möglichst kleinen Team. Ich verzichte auf Filmbeleuchtung, drehe nur mit Tageslicht, Tisch-, Steh und Deckenlampen und beschränke den Cast auf fünf SchauspielerInnen. Ich drehe in Räumen, die ich nicht gestalte, die ich so nehme, wie ich sie vorfinde. Selber schiesse ich rund CHF 5000 in den Film. Hilf mit das Budget auf 10’000 zu erhöhen.
Das Geld, das wir sammeln wird verwendet für unseren Dreh vom 22.4. bis zum 29.4. in Berlin und die darauf folgende Postproduktion. Ganz genau brauchen wir es für:

  • die Verpflegung und Reisekosten des Teams, das auf seine normale Gage verzichtet 
  • die Anmietung eines Fahrzeugs und die Benzinkosten
  • die Miete und die Versicherung des gesamten Kamera- und Tonequipments
  • die Bezahlung des Sounddesigns und der Farbkorrektur

Das Team

  • Maxi Schmitz | M.
  • Nele Jahnke | Nele
  • Victor-Emanuel Schröter | Victor
  • u.a.
  • Donat Blum | Co-Autor
  • Stefan Neuberger | Kamera
  • Hans Bramskamp | Ton
  • Victor-Emanuel Schröter | Regieassistenz
  • Michael Kleine | Ausstattung/Kostüm
  • Martin Rink | Maske
  • Pablo Marte | Schnitt

Alles Professionelle, die M. mit Engagement wahr werden lassen. Lust sie zu unterstützen? Was wir Dir bieten können, siehst Du rechts bei den Belohnungen.

Neuigkeiten

Im Team gab es eine kleine Veränderung: Stefan
Neuberger wird die Kamera führen. Er ist ein hervorragender Kameramann mit einer sensiblen Bildsprache. Seine Filme wurden an verschiedenen Filmfestivals, unter anderem an der Berlinale gezeigt.

Das ist mein jüngster Film

«Karl», 2014

«Karl» ist mein aktuellster Film, fertiggestellt im Januar 2014. Es handelt sich um einen experimentellen und essayistsichen Film, mit dem ich meine persönliche Bildsprache und Handschrift illustrieren möchte.

«Am schönsten wäre es mit Hannah glücklich zu werden. In Rumänien glücklich zu sein, da soll es nämlich besser sein. Aber es ist unmöglich mit Hannah glücklich zu sein. Nichts ist unmöglich, sollte man denken. Man kann doch machen was man will. Und sie will alles machen was er will. Er will nicht irgendeinem vorgegebenen Weg folgen und doch weiss er auch selbst nicht so recht, was er eigentlich will. Karl träumt von einer Sache. Er meint manchmal ganz genau zu wissen, wovon, und dann sucht er etwas und findet es nicht. Weil er eben doch nicht so genau weiss, was genau er da sucht. Sie sind jetzt am Hafen, doch welcher Fluss führt nach Rumänien?»

Und zu guter Letzt:

Das und viel mehr sagt M.:

«Wenn ich schreiben will, dann brauch ich Raum, viel Raum. Ich kann nicht; ich kann nicht meine Gedanken dafür verschwenden, wie ich meine Miete zahlen will oder wie ich meine nächsten Brötchen kaufen kann und dafür brauche ich Geld.»

«Beide sitzen sie auf Geld und nichts wollen sie mir geben. Da wo die Unfähigkeit meiner Mutter aufhört, da fängt die Unfähigkeit meines Vaters an. Ich kann doch nicht irgendeinen Job machen und mich damit aufhalten für ein paar Euro die Stunde meine ganze Zeit zu verschwenden. Ich muss einfach schreiben. Ich brauche Geld und die sitzen auf ihrem Geld. Hätten sie mich gefragt, ob ich auf die Welt kommen will, ich hätte bestimmt nicht ja gesagt und jetzt verweigern sie die Verantwortung zu übernehmen. Wie soll ich denn da Raum finden zu schreiben?»