In MIRAGE [something illusory] geht es um die gerne gemiedene Lücke zwischen unseren Erinnerungen an die Vergangenheit und dem Warten auf die Zukunft: die Gegenwart als Raum für aktives Handeln.

EUR 15’041

100% von EUR 15’000

"100 %"
So funktioniert’sä

Es gilt das «Alles oder Nichts»-Prinzip: Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht oder übertroffen wird, werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

70 Unterstützer*innen

Erfolgreich abgeschlossen am 7.7.2018

MIRAGE [something illusory]

Das Tanztheaterprojekt MIRAGE ist eine Weiterführung unserer intensiven Beschäftigung mit dem Phänomen Körpererinnerung und ihr Einfluss auf unser Denken und Handeln. Wir kombinieren dieses Thema mit der Beobachtung, dass wir uns in Gedanken meist entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft aufhalten, den gegenwärtigen Moment aber weitgehend meiden.

MIRAGE bedeutet so viel wie «Fata Morgana» und beschäftigt sich mit dieser oft wie ein Trugbild erscheinenden Lücke zwischen Erinnern und Warten, mit der Gegenwart, als Raum, der uns zu aktivem Handeln auffordert.

INHALT:

Zwei Frauen und zwei Männer treffen einander in einer Art Wartezimmer, in dem die Zeit still zu stehen scheint. Sie kennen einander nicht. Niemand weiß genau, warum er hier ist, worauf er wirklich wartet, und wie lange es noch dauern wird. Zunächst ist jeder darauf bedacht für sich zu bleiben und versucht, die Wartezeit mit dem Smartphone überbrücken. Aber es gibt kein Netz. Man tut trotzdem so, als ob man mit dem Gerät beschäftigt ist. Warten als Moment der Kontemplation, ohne Ablenkung – daran ist man heutzutage nicht mehr gewöhnt: es bleibt einem nichts anderes übrig, sich mit seinen gegenwärtigen Empfindungen und Gefühlen auseinander zu setzen. Nicht gerade beruhigend. Man fühlt sich ausgesetzt und beobachtet. In der ansteigenden Nervosität lässt sich der Kontakt mit den anderen nicht mehr lange vermeiden. Vier unterschiedliche Charaktere prallen aufeinander – es beginnt ein Ringen um Kommunikation und Gemeinsamkeit.

MIRAGE vereint Elemente aus zeitgenössischem Tanz, Contact Improvisation, Schauspiel und Musik. Szenen, Choreografie und Texte entstehen während des Probenprozesses in enger Zusammenarbeit mit den DarstellerInnen. Es geht einerseits um psychische Zustände und psychologische Vorgänge und wie sie sich im Körper ausdrücken und diesen dabei in Bewegung oder Nicht-Bewegung bringen, und andererseits um unsere Beziehungen zu anderen Menschen und was diese in unserem Gehirn und somit auch Körper auslösen. Ein besonderes Interesse gilt dabei dem Spannungsfeld Sprache/Text und Körperausdruck.

Durch genaue Beobachtung und authentisches Nachspüren von menschlichem Empfinden und Verhalten in den verschiedensten Situationen wird durch Improvisation und Reflexion eine eigene, stückspezifische Bewegungssprache entwickelt. Die Musik entsteht im Probenprozess parallel zu den Szenen und wird live performt werden.

FACTS:

Konzept, künstlerische Leitung, Choreografie: Nadja Puttner

Komposition, musikalische Leitung: Edoardo Blandamura

Tanz/Performance: Nadja Puttner, Monika Schuberth … und zwei wunderbare Kollegen, die wir bei erfolgreicher Finanzierung im Rahmen eines Audition-Workshops im Herbst 2018 finden werden.

Bühne & Kostüm: Geraldine Massing

Premiere in Wien geplant für 1. Halbjahr 2019

Das Besondere an unserem Projekt

Wie reagieren Menschen in einer außergewöhnlichen Situation, wenn sie - aller Ablenkungen beraubt - nur auf sich selbst gestellt sind? Noch dazu, wenn die außergewöhnliche Situation der lange gemiedene gegenwärtige Moment ist, aus dem es plötzlich kein Entkommen mehr gibt?

Ausgehend von unseren persönlichen Erfahrungen soll in einem Work-in-Progress-Prozess ein größerer, allgemeingültiger Zusammenhang sichtbar gemacht werden: Ist das Fehlen von geistiger bzw. psychischer Anwesenheit in der Gegenwart tatsächlich das Zeichen unserer Zeit?

Welche Folgen hat dieses Fehlen von Präsenz, von «zur Verfügung stehen für das hier und jetzt» für uns persönlich und für unsere Gesellschaft? Ist ein Anwesend-Sein in der Gegenwart, ein Präsenz-Zeigen im Alltag nicht auch Grundvoraussetzung für Empathie, verantwortungsbewusstes Handeln, Zivilcourage und aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Vorgängen wie Wahlen und Demonstrationen?

«Der Philosoph Jean-Paul Sartre hatte Unrecht» schreibt die Philosophin und Autorin Ariadne von Schirach, «die Hölle sind nicht die anderen. Die Hölle ist das von sich besetzte Ego, das keinen anderen und nichts Fremdes mehr zulässt.»

Gehen wir tatsächlich auf so eine Hölle zu? Wir wollen uns in MIRAGE intensiv damit auseinandersetzen und ein Ergebnis auf die Bühne bringen, das sich dafür ausspricht, trotz aller Hindernisse ein Miteinander zu wagen, und so der Menschheit wieder Anlass zur Hoffnung geben!

Und deshalb solltet ihr uns unterstützen :-)!

HIER EIN KLEINER EINBLICK IN UNSERE BISHERIGE ARBEIT, DAMIT IHR EUCH EIN BESSERES BILD MACHEN KÖNNT:

Dafür brauchen wir Unterstützung

€ 15.000 bilden die finanzielle Grundlage für Theatermiete und Technik für 3 Vorstellungen in Wien, für ein einfaches Bühnenbild und Kostüme, eine professionelle PR-Betreuung sowie eine bescheidene Gage für unser engagiertes Team.

Der Betrag soll über wemakeit in Kooperation mit dem Bank Austria Kunstpreis erreicht werden.

Crowdfunding hat den Vorteil, dass viele Menschen das Projekt auch mit kleinen Summen unterstützen können und dafür eine kleine oder große Belohnung erhalten, wie zum Beispiel ein Stück von unserer Originalmusik, ein personalisiertes Video, Premierenkarten oder ein Tanzworkshop.

UND HIER NOCH EIN VIDEO VON UNSERER ARBEIT: