Unser Fernziel ist ein abgründiger und kompromissloser Low Budget-Kinofilm. Aber jetzt geht’s darum, auf der Bühne am eigenen Körper das Potential von Drehbuch und Figuren auszuloten – masslos, unzensiert, live und zusammen mit dem Publikum. Für unser Zürcher Bühnen-Happening im Fabriktheater brauchen wir noch etwas Geld für Kameramiete, Beamermiete, Schnittcomputer und Transporte.

Was auf der Bühne passiert

Im Bühnenstück «Nico’s Love Instant Movie» geht es um eine Gruppe junger, radikaler Künstler namens Authentoric. Sie wollen unter äusserstem persönlichem Einsatz einen kompromisslosen Kinofilm drehen, bei dem kein weichgespülter Redaktor reinqatschen kann, also folglich ohne öffentliche Gelder. Sie halten sich für die langersehnten Revolutionäre der Schweizer Filmszene und rufen ein neues Dogma aus. Dieses hat 8 Gebote:

Die 8 Gebote

  1. Reduktion der Filmkosten auf Theaterniveau. d.h. 150 000-200 000 CHF
  2. Maximaler und gezielter psychischer Einsatz: Gedreht wir nur, was erlebt wurde.
  3. Maximaler und gezielter physischer Einsatz.
  4. Maximale Nutzung der Energien von Theater und Film. Theater als Forschungsfeld für den Film.
  5. Kleines, ideologisch gefestigtes Kernteam.
  6. Flache Hierarchien. Jeder kompetente Beitrag wird ernstgenommen.
  7. Konstruktiver Kontrollverlust
  8. Trotzdem bewusst gelebte Quality time (Partys, Betriebsausflüge etc.)

(Durch)Drehen

Um die Investoren im Publikum von ihrem radikalen und turbulenten Arbeitsstil zu überzeugen, nehmen sie sich zum Ziel, am ersten Abend im Fabriktheater zusammen mit dem Publikum eine Alptraumszene aus ihrem Drehbuch mit einer fetten Kamera zu drehen und diese Szene innerhalb der folgenden 24 Stunden auf Kinoniveau zu vollenden - inclusive Schnitt, Musikkomposition, Colorgrading. Die grosse Vorführung soll am nächsten Abend stattfinden. Bis dahin gibt es –siehe Gebot 8 – eine Freinacht im Theater zusammen mit Investoren und Publikum inkl. Party mit den Djs Ostkost, Kuschelecken, Betten und Frühstück. Das Team schläft nicht. Doch natürlich geht nicht alles nach Plan und je erschöpfter das Ensemble ist, desto weiter reissen sie voreinander die Abgründe ihrer Seelen auf. Nicht ohne Grund geht es in ihrem Drehbuch um sexuellen Kontrollverlust und den schmalen Grat zwischen Lust, Missbrauch und Voyeurismus. Und wer weiss, wo das alles enden wird. Unterstütze uns und hilf mit, dass die Zürcher 25 Stunden ein unvergesssliches Erlebnis für alle werden!

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Kleiner Ausblick in die Zukunft - Fernziel Film

Ab Juli 2012 fertigen wir unter Einbezug unserer Erfahrungen mit der Theaterperformance die Endversion des Drehbuches für den Psychothriller «Nico’s Love», den wir bis 2014 low Budget drehen wollen. Das wird eine abgründige Reise in die Psyche einer Schauspielerin, die ehemals das grandios gescheiterte Authentoric-Dogma mitgegründet hatte, und die den Wert der Kunst über den Wert des Lebens stellt.

Pressestimmen

«Die Drogen, der Porno und du – Das Theater Nico’s Love in Luzern war überwältigend. 25 Stunden lang» Christoph Fellmann, Tagesanzeiger

«Mit «Nico’s Love» haben sich die Grenzgänger, ein Kollektiv um den Regisseur und Schauspieler Julian M. Grünthal, in die erste Liga der freien Schweizer Theatergruppen katapultiert.» Andreas Tobler, Migros Magazin

«..bewusstseinsveränderndes Manipulationstheater.» Aus der Laudatio zum Gewinn des Premio Nachwuchspreises

22.Juni 20 Uhr bis 23.Juni ca. 21.30 Uhr