Picture e4e7b23e 5781 4790 a0f6 7759a9dce112

Darum geht’s

«Ein Mann alleine kann das Boot nicht zum Meer bringen» (Swahili Sprichwort)

Abseits der touristischen Hot-Spots von Dar Es Salaam leben viele Familien und alleinerziehende Mütter finanziell und sozial am Rande der Gesellschaft. Speziell für diese abseitsstehende, besonders verletzliche Gruppe der jungen Frauen und Kinder, wurde auf Basis langer Erfahrung aller ProjektinitiatorInnen ein Starthilfe-Projekt in Kigamboni - einem besonders vernachlässigten Randbezirk von Dar Es Salaam - erarbeitet, MIT DEM LETZTENDLICHEN ZIEL, dass die Menschen, die wir begleiten, selbstständig und langfristig ihre individuellen und familiären Lebensumstände verbessern können.

Mit Eurer Unterstützung machen wir konkret Folgendes möglich: (& als Seed-Finanzierer bleibt Ihr dann immer ein wertvoller Teil davon : ))

• Ein frei zugängliches, kleines Sozialzentrum mit anschließender traditioneller Straßen-Grillküche für eine einfache Kontaktaufnahme – der RAFIKI SOCIAL POINT (Rafiki meint «Freund» in der Landessprache Kiswahili): Professionelle Beratung, Weiterbildung, Sensibilisierung, Networking und soziales Miteinander durch gemeinsames Essen, Trinken und Veranstalten.

• Die Umsetzung zweier Raumangebote im Zentrum:

I. SOCIAL CORNER:

Dieser soll von unseren zwei ausgebildeten Sozialarbeiterinnen Stellagrace und Magreth betreut werden und dreht sich um die gemeinsame, lösungsorientierte Aufarbeitung zu den besonderen Anliegen der Zielgruppe, sei es grundlegender gesundheitlicher, bildungs- & arbeitsspezifischer, rechtlicher oder familiärer/schutzbedürftiger/sozialer Natur. Stellagrace erzählt dazu in ihrem Video über die Nöte, mit denen ihre tansanische Gemeinschaft tagtäglich zu kämpfen hat.

Ein besonderes Anliegen in den Beratungen und der Öffentlichkeitsarbeit ist uns auch die Sensibilisierung gegenüber gewaltloser Erziehung und grundlegender Menschen- und Kinderrechte, da Frauen und Kinder hier nach wie vor quer durch alle Lebensbereiche massiv von Unterdrückung, Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch betroffen sind. Wir möchten in diesem Bereich eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene sein.

Für gemeinsame Recherchen, Vernetzung, Bewerbungs- & Dokumenterstellung etc. werden Computer, wichtige Adressen/Kontakte, (Fach-)Broschüren und andere Informationsmaterialien bereitgestellt, sowie das Angebot zur persönlichen Begleitung (e.g. zu entsprechenden Ämtern/NGOs/Arbeits- & Ausbildungsstätten etc.). Außerdem sollen aktuelle Projekte und Workshops vorgestellt werden, bei denen aktiv mitgemacht werden kann, zum Teil hausintern.

II. AKTIV- & KREATIV-RAUM:

Hier können kostenlose kleine Lerneinheiten & Schul-Nachhilfe, sowie wie vorhin angesprochen, Workshops/Trainings, Präsentationen und Diskussionsrunden abgehalten und an kreativen Projekten gearbeitet werden. Das ist der Raum für PraktikantInnen, Volunteers und ArbeitseinsteigerInnen für ihre Themen zu mobilisieren und ihr Know-how mit den TeilnehmerInnen zu teilen und weiterzuentwickeln (sei es – je nach Profession - im Bereich Soziales, Ernährung, Umwelt, Gastronomie & Business o. ä.).

Zu Beginn wäre beispielweise ein Kunst-Workshop für Frauen (evtl. mit späterer Ausstellung) durch 2 befreundete, lokale Trainingsleiter geplant.

Vor allem soll dieser Raum aber für die Community bereitgestellt und gegen eine kleine Spende für private oder gemeingesellschaftliche Veranstaltungen/Feiern, Meetings u. a. gemietet werden können.

Picture b9681fab 054b 4c02 be72 9ad348aab912Picture 363dca53 ed95 4c6d bed6 77105df8f2e0Picture 31d4ed85 d26b 4887 aba3 d237373190ecPicture 6c396f25 8a49 43ca 8a5d 6f6fd9dfe175Picture c88e894e 04d0 4b3b adef c8f45625da01Picture 952252b2 9706 4c0d 8c2a c933a4f33f31Picture 940df558 87ef 47bf 99f9 fbccd1f5793aPicture 840eabce 5a31 4357 ba5e 1d0038309fe7Picture bc386cff c912 49c6 b99a 0a8196a28bed

Besondere Relevanz

Das Zentrum mit seinen Angeboten wird für die Gemeinschaft, insbesondere unsere Zielgruppe der Frauen, Kinder & Jugendlichen in ihren oft sehr fragilen und abhängigen Lebenssituationen, bedeuten, dass sie

  • Einen betreuten, geschützten Raum aufsuchen können,
  • Sich in ihren Anliegen kompetent unterstützt und gestärkt fühlen, sodass Problemlagen & Grundbedürfnisse verbessert werden können,
  • Konkrete und ganzheitlichere Informationen erfahren, d. h. mehr Wissen besitzen und sich ihrer Rechte bewusstwerden,
  • Fähigkeiten, Interessen und Know-how durch interne Angebote auf- und ausbauen können, und evtl. einen Arbeits-, Studien- oder Projektplatz mit gemeinsamer Hilfe ergattern,
  • Selbstständiger und Vernetzter sind,
  • Sozialkenntnisse erlangen, also sensibler/präventiver und aktiv auf negative Einflüsse reagieren können (e.g. Gewalt/Missbrauch, Diskriminierung, Alkohol/Drogen, HIV etc.)
  • Einen Raum für Veranstaltungen etc. günstig mieten können & freien Zugang zu (Comp. u. a.) Recherche haben

Um die Negativ-Spirale (Aufwachsen in Armut - keine Schule/Bildung – keine Arbeit – keine sonstige Unterstützung – kein Entkommen aus der Armut & Gewalt – kein Schutz – Kriminalität/Risikoverhalten – Gefängnis/Krankheit & Vernachlässigung der eigenen Kinder, die wiederum in Armut und alleingelassen aufwachsen) nachhaltig durchbrechen zu können, müssen wir langfristig viele sein und zusammenarbeiten! Das Rafiki Kollektiv wird daher starke Kooperationen mit lokalen und internationalen Organisationen formen - zum einen um KlientInnen, individuell nach Anliegen, zu vernetzen - zum anderen um gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und Interessensvertretung voranzutreiben, und so die Stimmen der Betroffenen laut zu machen und Rechte einzufordern.

Durch die informelle, niederschwellige Form der Straßen-Grillküche hoffen wir die breite Scheu zu nehmen und einen Einstieg zu erleichtern.

Dafür brauchen wir Unterstützung

Wenn das «Rafiki Community Centre» dank der Erst-Finanzierung erfolgreich aufgebaut und mit den geplanten Aktivitäten durch entlohnte MitarbeiterInnen (deshalb inkludiert die Aufstellung unten auch wichtige Personalkosten) etabliert werden kann, sollte somit ein kleiner «Kreislauf der Entwicklung» in Gang kommen, der es Wert ist weiter unterstützt zu werden, und auch von der Community und ProjektträgerInnen selbst aufrecht gehalten werden wird.

Deshalb bitten wir um Erst-Unterstützung zu:

  • Personalkosten
  • Aufbau Sozialzentrum mit Grillküche (inklusive Registrierungskosten, Einrichtung & Grundausstattung mit 3 Laptops, Printer & Beamer)
  • laufende Kosten (Miete, Strom, Wasser, Taxen)
  • Material-, Druck-, Kommunikations- & Bewerbungs-/PR-Kosten

In Phase 2 des Projekts wäre bei Bedarf und Möglichkeit eine Erweiterung des Stamm-Teams angedacht (e.g. 2 weitere fixe Workshopleiter bzw. SozialarbeiterInnen), sowie Workshops in Schulen zu gewaltlosem Unterricht («Anti-Violence-Training») und die Ermöglichung von Schulstipendien für besonders bedürftige Kinder/Familien in Kigamboni.

Eine nachhaltige Sicherung des Sozialzentrums soll durch folgendes gewährleistet werden:

  • Aufbau langfristiger lokaler und internationaler Förderkooperationen
  • Mietbeiträge des Kollektivs
  • Vermietung für private Gruppen (Meetings, Events, Kurse etc.)
  • Kleine Workshop- und Mitgliedsbeiträge (e.g. bei regelmäßiger Computernutzung, Zertifikatskursen etc.)
  • Eventveranstaltungen – Spendensammlung
  • Mobilisierung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen/Volunteers & PraktikantInnen
  • Einnahmen Grillküche & Kaffeekasse
  • Verkauf von selbst produzierten «Arts & Crafts-Stücken» (Frauengruppe)

«Kutoa ni moyo, si utajiri» - «Spenden ist Herz, nicht Reichtum»

In diesem Sinne, Herzlichen Dank & Asante

Content