Performance Installation: Respiratory Protection 2045 [step two] zum Thema digitale Überwachung mit Teilhabe des Publikums im Hof des MQ

Respiratory Protection 2045 [step 2] von Navina Neverla (künstlerische Leitung des Vereins: MovingImageMovingBody - Verein zur Förderung zeitgenössischer Kunst und holistischer Praxis in Wien):

Bei dem Kunstprojekt handelt es sich um eine Performance-Installation mit Teilhabe des Publikums, die 2022 unter freiem Himmel im Hof des MuseumsQuartiers sowie am Platz der Menschenrechte, Wien stattfindet. Sie befasst sich mit digitaler Überwachung, die im Zuge der weltweiten Pandemie seit 2020 merklich zugenommen hat. Eine Begleiterscheinung ist das neue Phänomen des Social Distancing.

Die Arbeit umfasst 5 performative Situationen an unterschiedlichen Orten im MQ sowie einen installativen Teil, bestehend aus Fotographien und Video-Projektionen, diese bleiben für 2 Wochen im MQ öffentlich zugänglich.

Thematisch hinterfragen wir die problematischen Beziehungen zwischen digitaler Realität und unseren körperlichen Erfahrungen.

Wollen wir, dass unsere Bewegungen und private Kommunikation zu Daten und Waren werden, die an Unternehmen und politische Stakeholder verkauft werden, dass Informationen über unser Verhalten, Standort und Körper mit jedem Schritt zurückverfolgt werden? S. Zuboff: «Überwachungskapitalismus etabliert eine fatale Asymmetrie von Wissen und Macht».

Was impliziert Social Distancing in menschlichen Beziehungen und der Performance Kunst? Margaret Atwood «Touch (..) is the first language and the last and it always tells the truth.»

  • Teilhabe des Publikums: Kunstaffines Fachpublikum und Passanten werden eingeladen an der Performance-Installation mitzuwirken. Durch die Interaktion mit den Performerinnen wird die soziale und politische Agency der Zuschauerinnen aktiviert, deren unvorhersehbare Aktionen erzeugen Bewusstsein & Impact.

  • Umsetzung der Arbeit:

  1. Dystopia -> Utopia (MQ Libelle tbc.) Plötzlich, scheinbar zufällig erscheint eine Performerin in der Publikumsmenge. Sie bewegt sich und tanzt mit Maske, kreiert Bewegungen in Distanz zu Zuschauerinnen, zur Architektur ihres Umfelds. Ihre Bewegungen sind inspiriert durch den dystopischen Text Atemschutz 2045 von Lakshmi Chellani, der Assoziationen von Paranoia durch Überwachung im Körper auslöst, damit arbeiten wir in der tänzerischen Improvisation & Bewegungsqualität. Zuschauerinnen sind eingeladen, via Kopfhörer dystopische Texte als Hintergrundsound zu hören. Sie können sich frei durch die Szenerie bewegen, es gibt keine Blickrichtung oder klassische Bühnensituation.

  2. Der überwachte Körper (vor MQ ArtBox) Zwei Performerinnen, eine trägt eine GoPro am Körper, so dass Bewegungen aus ihrer Körperperspektive live auf Museums-Wand (tbc.) und Boden projiziert werden. Die Zuschauer*innen werden auf sich selbst zurückgeworfen als Metapher für digitale Überwachung, ein Moment der Selbstreflexion. Die elektronische Soundlandschaft von Marcos Rondon untermalt live die Sci-Fi Stimmung.

  3. Quarantäne-Workout (Stufen des mumok tbc.) Die Performerinnen laden das Publikum ein zu tanzen. Wir arbeiten mit Appropriation aus dem Mainstream (Quarantäne-Workout von Laura Clery). Durch Ironie wird Distanz zur Thematik des Social Distancing geschaffen und dadurch Leichtigkeit erzeugt.

  4. Vom Cyborg zum Android (Platz der Menschenrechte) Digitale Technik wird zu einer Verlängerung des Körpers. Ohne Smartphones kein GPS, soziale Netzwerke, QR-Codes, Standort etc. Wir hinterfragen, wie sehr der Mensch von der Technik abhängig ist. Handys an verschiedenen Körperteilen festgeklebt - der Mensch humpelt, hinkt der Technik hinterher, sie zieht ihn und seine Bewegungen vorwärts.

  5. 1-1 Tarot Orakel (Schauräume) Zuletzt laden zwei Performerinnen optional die Zuschauer*innen zu einem intimen 1-to-1 Tarot Reading ein. Es werden Fragen zum Umgang mit der digitalen Überwachung erörtert, durch das tanzende Orakel beantwortet.

  6. Installativer Teil der Arbeit (Schauräume) Analoge Fotografien von Navina Neverla zur Thematik werden in den Schauräumen permanent installiert.

  • Proben:

Um die radikale Digitalisierung und damit Entkörperlichung auszugleichen, werden wir uns auf Rituale fokussieren, um zum Körper zurückzukehren. Zu den Methoden dieser künstlerischen Arbeit gehören: Automatic Writing, Tarot-Readings, Neo-Schamanische Körperarbeit, Authentic Movement und weitere somatische Körperarbeit sowie Improvisation mit den zeitgenössischen Tänzerinnen.

In einer Serie von performativen Situationen, die unterschiedliche Orte okkupieren, lädt Navina Neverla das Publikum zur Teilhabe ein, bis zum Ungehorsam. (P. Portela, Autorin, Performance-Künstlerin, coffeepaste 2018).

@ Espaço Alkantara #strictlyworkinprogress MovingReUnion; BMEIA & MA7: https://vimeo.com/487318217

Respiratory Protection 2045 @ Bionic Festival (3rd.prize): https://vimeo.com/486021915

Einzigartiges Kunstprojekt im MQ unter freiem Himmel mit Teilhabe des Publikums zu hochaktuellem Thema

Eine erste Recherche des Projekts wurde in 2020 im @Espaço Alkantara Lisbon im Kontext von #strictlyworkinprogress beim Moving (Re)union Festival Lisbon präsentiert.

Der work-in-progress wurde unterstützt durch die Österreichische Botschaft Lisboa (BMEIA) und MA7 durch das einmalige Arbeitsstipendium der Stadt Wien aufgrund Covid-19.

  • Hier war Anna Prokopová in der Rolle als Tänzerin tätig,
  • Soundkünstler: Marcos Rondon (Hekura Records) &
  • Stage management/ Technik / Lichtdesign: Vasco Mosá. - Produktion: MovingImageMovingBody © All rights reserved.

Nun geht es in die nächste Runde mit: Respiratory Protection 2045 [step two]: Im kommenden Jahr voraussichtlich im Herbst 2022 im Hof und vor dem MuseumsQuartier Wien, diese neue Edition ist mit der Performerin Verena Schneider geplant.

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Für die Realisierung und Fair Pay der Teammitglieder um die Performance Installation umsetzen zu können brauchen wir Deine / Ihre Unterstützung!

Fairpay für unser gesamtes Team:

  • künstlerische Leitung,
  • Performer,
  • Sound-Künstler,
  • Techniker, Produktionsleitung, Produktionsassistenz usw. wollen angemessen bezahlt werden!

Dies beinhaltet auch weiterhin Sachkosten:

  • Kostüme, Requisiten, Materialien für die Installation
  • Video-Projektionen / Go-Pro / Kopfhörer / Technik
  • Proberäume/ Raummieten
  • Pressearbeit, Filmdokumentation, Flyer / PR

All diese Dinge kosten Geld! Trage bei, dass das Projekt zu Stande kommen kann!

Vision Mission Offer:

Mit Kunst die Welt verbessern - das ist unser Ziel. Der Avantgarde Filmemacher Alain Resnais sagte einmal sinngemäß: «Man kann mit Kunst nicht die Welt verändern, aber man kann Menschen zum Nachdenken anregen.»

MovingImageMovingBody bietet künstlerische Veranstaltungen und multidisziplinäre Angebote sowie Workshops zur Körperarbeit. Künstlerisch liegt der Schwerpunkt an der Schnittstelle zwischen der performativen und der visuellen Kunst, mit Fokus auf zeitgenössischem Tanz / Performance und zeitbezogenen Medien.

Der Verein hat einen ganzheitlichen, sprich holistischen Ansatz. Der Schwerpunkt liegt auf sozialkritischen Themen.

Team: Respiratory Protection 2045 [step two]:

  • Künstlerische Leitung Konzept Kreation: Navina Neverla
  • Produktion Budget-Planung Finanzen: Andrea Munninger
  • Performance & Zeitgenössischer Tanz: Verena Schneider & Navina Neverla
  • Sound Art: Marcos Rondon [Hekura Records]
  • Outside Eye: Costas Kekis
  • Dramaturgie: Anna Leon (tbc.)
  • Videodokumentation Trailer: Sofija Galogaza
  • Techniker*in: tbc.
  • Ort Spielstätte: MuseumsQuartier Vienna & Platz der Menschenrechte

Biographies Team-Members:

  1. Navina Neverla - Artistic creation & Performance https://NavinaNeverla.com She presented her art work since 2009 amongst others @Kampnagel, Temps d’Image, Künstlerhaus Vorwerkstift, site-specific, AmbulArt, DanceKiosk, Gängeviertel, OPAF & Film Festivals. Forum Dança: I SEE YOU_YOU SEE ME @ RuadasGaivotas6, TAGV, Galeria Zaratan, MOM ART SPACE, RAW MATTERS. Respiratory Protection 2045 has been presented at #strictlyworkinprogress with Anna Prokopová in the context of Moving (Re)Union @ Espaço Alkantara with the support of the Austrian embassy Lisbon (BMEIA) and einmaliges Arbeitstipendium der Stadt Wien aufgrund von Covid-19. The work-in-progress has also been awarded for its site-specific version with a prize @ Bionic Festival 2020. Residencies: Espaço do Tempo, AADK Centro Negra, Fleetstreet Theatre Funding from BKM, Hamburgische Kultur- & Augstein-Stiftung, Larga Marcha Arte y Ediciones & Crowdfunding. Moreover as performer/ dancer she has worked a.o. with Vânia Rovisco, Manoel Barbosa, André Barbosa, Isabelle Schad, Cristine de Smedt & Bojana Cvejic at Tate Modern, God’s Entertainment, Eva Brenner/ Sprung and Anna Leon.

  2. Verena Schneider - Dance / Performance Born in Tyrol in 1988, lives in Vienna. She is an acrobat, performer, dancer and choreographer. Biology studies in Innsbruck, reorientation towards contemporary circus and performance art: trained at the FLIC- Scola di Circo (IT) and Le Lido (FR). Founder of the association Freifall; developed a series of events and interdisciplinary performance projects, including Indigo-City and Plateau Partagé. As a performer she has worked for Doris Uhlich, Willy Dorner & Collectif Protocol, among others. She is currently working for Martina Stapf, as a freelance dancer for Bert Gstettner and collaborates with Charlotte Le May since 2020 as part of the production ’alter - sprechen mit mir’. In addition, she teaches Yoga, Handstand, acrobatic dance and bodywork in various contexts internationally. She is a member of Wiener Perspektive; Teaching & Education group.

  3. Marcos Rondon - Sound Art http://hekurarecords.com Originally from Venezuela where he grew up in the world of ballet, Marcos Rondon is based in Vienna since 2000. Performing under the artistic names Van Monte and ACBOY, Rondon predominately works as an electronic sound artist, producer and manager of different projects in EU. He has worked in various projects across theatre and contemporary dance platforms as a performer, artist in residence and sound designer at institutions such as TQW, MAK, Kulturhauptstadt Linz ’09, Brut, Wiener Konzerthaus, FAMUFEST, The Kitchen (NYC), Pohoda Festival, Impulstanz Vienna, Transart (it).

  4. Costas Kekis - Outside eye He started dancing as a kid in his parents living room on loud music. He later brought his favourite activity on the stage as performer and choreographer. His works have been shown, among others, at the Ostertanztagen Salburg, in festivals in Athens and Berlin as well as in Vienna at Brut, Raw Matters, Tanzquartier, WUK and Impulstanz. He is also active as a dramaturg and choreographer’s assistant (Magdalena Chowaniec ‚Sanctuary’, Claire Lefèvre und Evandro Pedroni ,S/M Stage Made’, Andrea Gunnlaugsdóttir und Laia Fabre ‚And all in between’, Fanni Futterknecht ‚We will not let you go’, Lau Lukkarila ‚Nyxxx’). In summer 2021 he coordinated artistically the Life Long Burning Programme ’Performance Situation Room – On the Road to Nowhere’ at Impulstanz festival.

  5. Anna Leon - Dramaturgy (tbc.) Anna is a dance historian and theorist based in Vienna, Austria. She studied Psychology and Philosophy at the University of Bristol, and Philosophy of Art at Paris I Panthéon - Sorbonne University, before completing a PhD in Dance Studies at the University of Salzburg. Her doctoral research, Multiple Stories. Expanded Choreography and Choreographic History, was supported by the NEON Foundation, the Leventis Foundation and the Marie Andessner Stipendium of the University of Salzburg. She is currently participating in the research project ’Dance Europe Now!’ (University of Roehampton). Her research interests include expanded choreography, immateriality in choreography, methodologies of dance historiography and theatrical dance in early 20th century Greece. Since 2015, she has been teaching dance history and theory in regular classes (University of Vienna, University of Bern, University of Salzburg, SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance, the Institut Français) and workshops. In parallel, she works as a Dramaturg.

  6. Sofija Galogaza - Videographer / Photographer She is a very dedicated and self-motivated professional content creator; she works closely with brands, businesses and artists that want to make original content to create engagement. After eight years of working as a model internationally and going to University for Economy majoring in Marketing, she re-directed her career to where her creative skills can all be used to become a freelance photographer and videographer. Sofija creates content for various purposes in online businesses.