Ein Film über Mut, Wut und die Freiheit, alte Rollenbilder über Bord zu werfen

Die Schweiz ist seit 200 Jahren Weltspitze, wenn es um Alpinismus geht. In den Alpen entstand das moderne Bergsteigen genauso wie ein renommiertes Bergführerwesen. Heute arbeiten hierzulande rund 1300 BergführerInnen – 1270 davon sind Männer, 36 sind Frauen.

Frauen hatten und haben es bis heute schwer. Einst waren es Reifröcke, die sie am Bergsteigen hinderten. Danach die institutionellen Schranken. Bis in die 1980er Jahre waren Frauen von der Bergführerausbildung und vom Schweizer Alpen-Club SAC ausgeschlossen. Erst 1986 erhielt die erste Schweizerin ihr Diplom als Bergführerin.

Heute sind Bergsteigerinnen in der Schweiz von institutionellen und gesellschaftlichen Fesseln befreit. Zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird klar, dass das Bergsteigen ein perfekter Spiegel unserer Gesellschaft ist: Auf dem Weg nach ganz oben liegen den Frauen noch manche Steine im Weg. Männernetzwerke und überholte Rollenbilder bescheren jungen Frauen im Bergsport immer noch eine gläserne Decke.

Der Dokumentarfilm (52’) zeigt diese Situation anhand von drei Protagonistinnen auf: Eine junge Frau träumt seit ihrer Jugend davon, Bergführerin zu werden. Um genauso fit und vorbereitet wie ihre Kollegen zu sein, absolviert sie nicht zuletzt freiwillig die Rekrutenschule der Gebirgsspezialisten.

Eine starke Alpinistin ist bereits einen Schritt weiter: Sie wird demnächst als eine der einzigen Frauen zur Abschlussprüfung der Bergführerausbildung antreten. Und sich dabei in einem System beweisen müssen, in dem es noch nie eine Frau zur Instruktorin oder Prüfungs-Expertin geschafft hat.

Die dritte Protagonistin arbeitet seit über zehn Jahren als Bergführerin. Sie und ihr Partner teilen sich mit viel Engagement und Willen die Betreuung der Kinder, wobei das Thema «Berufsrisiko» seit der Geburt der Kinder mitschwingt.

Darüber hinaus erzählt der Film in historischen Bildern die Geschichte der Schweizer Alpinistinnen, lässt dank diesen ein umfassendes Bild über die bewegte und bewegende Gegenwart und Vergangenheit von bergsteigenden Frauen in der Schweiz entstehen und erzählt damit eine inspirierende Geschichte von Mut und Wut und von der Freiheit, alte Rollenbilder über Bord zu werfen.

Berge als Spiegel der Gesellschaft

«Frauen am Berg» ist weit mehr als ein Film über Bergsport. Der Film erzählt ein Stück Frauengeschichte der Schweiz und wirft Fragen zu gesamtgesellschaftlichen Realitäten auf. Mit den mutigen Protagonistinnen erleben wir, wie sie sich trotz allen Widerständen für den Weg nach ganz oben entschieden haben.

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Dafür brauche ich Unterstützung & wer dahinter steht

Wir werden das Geld von wemakeit nutzen, um unsere Dreharbeiten im Gebirge abzuschliessen. Diese sind komplex und aufwendig.

Seitens Schweizer Fernsehen und 3sat haben wir Absichtserklärungen, dass sie den Film ausstrahlen werden und damit unterstützen. Mehrere Stiftungen haben uns ebenfalls Unterstützung gesprochen. Noch sind wir aber längst nicht ausfinanziert und aktuelle Liquiditätsengpässe sind noch ungelöst.

Wir, das sind übrigens, nebst Regisseurin Caroline Fink, allem voran die Produktionsfirma Mirapix unter der Leitung von Filmemacherin und Produzentin Gitta Gsell; hinter der Kamera steht Christoph Frutiger, die Musik im Trailer komponierte Jordi Forniés und für den Schnitt zeichnet Michi Hess.

PS: Wir ersetzen jegliche Helikopterflüge im Gebirge durch reine Manpower und Womanpower. So verringern wir Kosten und Umweltbelastung zugleich.