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Wie sieht die Welt in 30 Jahren aus, wenn der Klimawandel bis dahin gestoppt ist? Dieser Frage gingen drei junge Frauen nach und schrieben das Stück 2050. Nun soll das Stück auf die Bühne kommen!

CHF 12’243

102% of CHF 12’000

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This is how it worksä

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

54 backers

Successfully concluded on 11/9/2020

Science-fiction Krimi zum Thema Nachhaltigkeit

Im Mai 2019 trafen sich fünf Jugendliche mit dem gemeinsamen Ziel, ein Theaterprojekt zu erarbeiten. Zusammen mit dem Theaterpädagogen und Jugendarbeiter Michael Steiner stürzten sie sich in Schreib-Impros, tauschten sich an Leseproben über ihre Vorstellungen eines zukünftigen Stücks aus und einigten sich schliesslich auf das Thema Nachhaltigkeit/Klimajugend. Das war der Startschuss! Der Kulturverein Theater Brause wurde gegründet, und ein Trio aus literarisch begabten jungen Frauen schrieb das Stück 2050. Unterstützt wurden sie dabei durch die Autorin Renata Burckhardt.

Das Stück spielt in einer radikal auf Nachhaltigkeit ausgelegten Zukunft. Sechs junge Menschen stehen vor Gericht. Zum einen sind da Yara, Luna und Melanie. Sie wohnen zusammen in einer Studentinnen-WG. Melanie verfolgt zielstrebig ihr Jurastudium und verhält sich möglichst systemkonform. Yara dagegen setzt sich tatkräftig für das Gute ein und verstösst dafür gelegentlich gegen das Gesetz. Luna ist der Kitt, der die WG zusammenhält. Sie ist sowohl mit Melanie als auch mit Yara seit langem gut befreundet. In ihrer Rolle als Vermittlerin wird sie aber zusehends von den beiden Fronten aufgerieben. Zum anderen sind da Flora und Sascha. Sie haben sich dafür entschieden, auf staatlich zugeteilte Rationierungen zu verzichten, und leben illegalerweise davon, was der Wald und die Gewässer ihnen hergeben. Und schliesslich gibt es noch Alex. Er ist der Freund von Flora, Staatsangestellter, und eigentlich ein gutmütiger, tüchtiger Kerl. Als sich Flora aber von ihm trennt, um mit der Aussteigerin Sascha im Wald zu leben, verhärtet sich sein Gemüt. Im Vorraum des Gerichts treffen sie erstmals wieder alle aufeinander, und zu allem Überfluss mischt sich auch noch Yaras Mutter in das Geschehen ein. In verschachtelter Weise, erzählt das Stück, wie es dazu kam, dass sich die sechs Jugendlichen nun vor Gericht verantworten müssen.

Jugendtheater mit philosophischer Dichte

Das Stück 2050 ist für ein junges Zielpublikum geschrieben worden. Es soll u.a. Lehrer*innen der Oberstufe dabei helfen, das Thema Nachhaltigkeit ohne realpolitische Positionierung zu diskutieren und zu vertiefen. Durch die utopische Beschaffenheit des Stücks und die sinnliche Erfahrung des Aufführungs-Erlebnisses wird der Einstieg in die Diskussion enorm erleichtert und von Vorurteilen befreit. Man bleibt nicht stehen bei der Beurteilung realer Massnahmen für den Umweltschutz, sondern wird gezwungen, darüber hinaus zu denken. Die Diskussion über Begriffe wie «Freiheit», «Gerechtigkeit» und «Schuld» drängt sich auf, ohne dass eine Antwort auf die drängenden Fragen gleich mitgegeben wird.

Neben dieser inhaltlichen Qualität des Stücks ist die Theaterproduktion 2050 auch methodisch von besonderem Wert: Partizipation, Niederschwelligkeit und Nachwuchsförderung sind starke Leitwerte des Kulturvereins Theater Brause. Entsprechend sollen die jungen Theatermacher*innen im Anschluss an die Produktion mit dem Produkt möglichst selbstständig auf Tournee gehen und am Projekt weiter wachsen können.

Theater ist aufwändig - und seit Corona umso mehr

Professionell erarbeitete Theaterprojekte sind sehr aufwändig. Neben den Kosten für die branchenüblichen Löhne des Projekt-Teams fallen Ausgaben an für Versicherung, Transporte, Urheberrechte, Bühnenmaterial, Kostüme, Licht-, Musik- und Bühnentechnik, Miete der Probe- und Aufführungsräume, Video-und Foto-Dokumentation, Printmedien und Honorare für Grafikerinnen, Fotografinnen und Filmemacher*innen.

Obwohl die Probezeit des Theaterprojekts 2050 im Vergleich mit ähnlichen Produktionen massiv gestrafft ist und wir so bei den Löhnen sparen können, ist doch ein grosser Batzen nötig, um allen Ansprüchen des Kulturprojekts gerecht zu werden. Hinzu kommt, dass die gegenwärtige Unsicherheit im Hinblick auf die Corona-Pandemie auch die Arbeit von Theaterschaffenden massiv erschwert: Schutzkonzepte müssen erarbeitet und umgesetzt werden, und die zu erwartenden Erträge aus den Aufführungen müssen stark nach unten korrigiert werden.

Aus all diesen Gründen sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen! Vielen Dank!