Darum geht's

Auf der Kantonalen Werkschau 2018 des Kantons Zürich wurden am 19. September 2018 nur elf der von der Jury ordentlich ausgewählten zwölf Kunstschaffenden ausgezeichnet. Roland Roos, in der Ausstellung mit seiner Arbeit «together ahead» vertreten, wurde von der Laudatorin, Frau Regierungsrätin Jacqueline Fehr, bei der Preisverleihung auf Eis gelegt. Seine Arbeit dürfe zwar in der aktuellen Ausstellung im Haus Konstruktiv verbleiben, seinen Werkbeitrag aber, so Frau Fehr, habe sie entschieden, vorerst nicht zu verleihen.

Frau Fehr gelang es dabei nicht, ihre Funktionen als Kultur- und Justizministerin zu trennen. Weit bedauerlicher, dass sie als Erstere zwar die Freiheit der Kunst beschwor, diese aber offenbar gering schätzte. Denn als Zweitere taxierte sie Roos’ Werk als «widerrechtlich» – anstatt derlei Urteile den dafür vorgesehenen rechtstaatlichen Organen und Instanzen zu überlassen. Und versagte ihm in der Konsequenz am Abend der Vernissage den Werkbeitrag. «Der Löwe bleibt fürs Erste bei uns», so Fehr.

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Viva Arte!

Sollte der Löwe nun wirklich bei Frau Fehr und den ihren verbleiben, so wäre die Kunst mit inakzeptablen politischen Mitteln ihrer verbürgten Freiheit mehr als beraubt. Dies ungeachtet etwaiger Rechtsverstösse durch Roland Roos, die zu beurteilen nicht unsere Aufgabe sein kann. Roland Roos wird sich gut überlegt haben, was er da tut – und gegebenenfalls dafür geradestehen.

Jedoch wollen wir sein Preisgeld sicherstellen und der regierungsrätlichen Willkür ein Zeichen der Solidarität entgegensetzen.

Dafür brauchen wir deine Unterstützung

Deshalb sammeln wir hier den Löwenbetrag von CHF 24’000, der Roland Roos augenblicklich von der Politik vorenthalten wird, und der im Erfolgsfall nur dann an ihn ausgezahlt werden wird, wenn eine der beiden Sachverhalte eintritt:

a) Roland Roos wird der Werkbeitrag aberkannt.

oder

b) Seitens des Kantons Zürich wird die Zuerkennung des Werkbeitrags von Bedingungen abhängig gemacht, die für Roland Roos aus Künstlerperspektive nicht zu akzeptieren sind.

Sollte keiner der beiden Fälle eintreten, wir die Aktion gestoppt und die individuellen Beiträge verbleiben bei den Spender_innen.

Auch sammeln wir bis zu einem Maximalbetrag von CHF 26’400. Das entspricht dem Preisgeld von CHF 24’000 das vollumfänglich an Roland Roos ausgezahlt würde sowie den WeMakeIt-Gebühren in Höhe von insgesamt 10%, also CHF 2’400, die obligatorisch sind.

Wir sehen ab von irgendwelchen Gimmicks, Geschenken, Belohnungen – denn hier geht es um ein höchstes Gut, schlicht um die Freiheit der Kunst und die Unabhängigkeit der sie fördernden Gremien und Institutionen.

Viva Arte! No pasaran!