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Weihnachtsoratorium mit Zwischentönen

Für sein Weihnachtskonzert vom 2. und 3. Dezember 2017 hat sich der Freie Chor Zürich etwas Besonderes vorgenommen: Er wird die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach mit modernen Zwischengesängen für Chor a cappella ergänzen. Wir integrieren zeitgenössische Klänge, komponiert von unserem Chorleiter Peter Appenzeller, in Bachs Werk. Dürfen wir das? Wir sollen, finden wir. Johann Sebastian Bach war schon zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn ein Avantgardist. Er bediente nicht Hörgewohnheiten, sondern bewegte sich vom Vertrauten und Eingespielten fort. Seine kühnen Improvisationen, wie etwa seine Choralvorspiele und Choralbegleitungen, die uns heute als vertraut erscheinen, mussten damals völlig neu, wenn nicht gar provokant geklungen haben. Mit allem Respekt vor dem grossen Meister wollen wir diese Experimentierlust fortführen und die tradierte Aufführungspraxis überschreiten.

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Das Besondere an unserem Projekt

«ORATORIUM, Welches Die heilige Weynacht über In beyden Haupt-Kirchen zu Leipzig musiciret wurde. ANNO 1734» «Im weihnächtlichen Werk Johann Sebastian Bachs bildet diese spezielle Kantatensammlung einen Höhepunkt. Inmitten seines intensiven Schaffens in Leipzig setzte er die sechs teilweise schon als weltliche Musik geschriebenen Kantaten zu einem umfassenden Ganzen zusammen. So war vorgesehen, die Sonntage der Weihnachtszeit jeweils mit einem Thema zu feiern: die Hirtengeschichte in den ersten vier Kantaten und die Königsgeschichte in den beiden letzten. Zwischen den Sonntagen wurde in Leipzig jeden Tag musiziert. So fügen wir zwischen die drei Bach-Kantaten zwei moderne Chöre mit Worten des alten, zur Bach-Zeit hochgefeierten Quempas-Liedes ein. Ein Blick auf die Partitur zeigt zu Beginn Bachs Vorliebe für drei hohe Trompeten (Himmelsinstrumente), mehrere Holzblasinstrumente (Hirtenwelt) und die übliche Streicher- und Chorbesetzung. Evangelist und Solostimmen werden farbenreich und ausdrucksstark eingesetzt. Die Choräle sollen wenn immer möglich von Kinderstimmen mitgesungen werden. Der Freie Chor Zürich hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Dezember 2017 und 2018 je drei Kantaten aufzuführen. Eine Aufführung findet jeweils in Zürich statt, die zweite dann im Engadin, wo früher alljährlich grosse Oratorien aufgeführt wurden. Diese Tradition wollen wir damit fortsetzen helfen. Der Freie Chor wird vom Orchester Freier Musikkreis Zürich begleitet.» Peter Appenzeller

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Dafür brauchen wir Deine Unterstützung

Wir, das 80köpfige Team des Freien Chors Zürichs, erarbeiten das Werk unter der Leitung unseres Dirigenten Peter Appenzeller in 100-150 Probestunden. Wir tun dies nicht nur unentgeltlich, sondern steuern auch finanziell zu den Aufführungen bei. Um diese am 2. und 3. Dezember 2017 in der grossen Kirche Fluntern in Zürich und der Baselgia San Geer in Scuol zu realisieren, sind wir trotzdem auf Deine Hilfe angewiesen. Deine Unterstützung möchten wir für das Engagement der Solistinnen/Solisten und der Musikerinnen/Musiker sowie für die Mieten der Konzertorte und den Druck der Flyer einsetzen.