Darum geht’s
Ein Spiel, ein Guide – ein etwas anderes Souvenir. In «The Dark Side Of Vienna» geht es um den morbiden Charme der Stadt Wien.
In einer umweltfreundlichen Schachtel werden sich Quartettkarten und Info-Karten befinden, die kompakt, teils kuriose, teils mystische Themen rund um die verborgenen Seiten Wiens behandeln.
«Mach doch ein Quartett über das morbide Wien». «Hä? Was soll das genau sein?» dachte ich. Und legte die Idee im Geiste in die unterste Schublade (da wo auch die Kanaldeckel-Quartett-Idee schlummert).
Monate später: Hitze in Wien. Ich mag Hitze nicht so sehr. Warum nicht mal eine Touristenführung mitmachen. Unter dem Stephansdom ist es angenehm. Inmitten einer 30köpfigen Menschenmenge wurde mir dann allmählich klar – die sind nicht nur zur Abkühlung hier. Oder dann ums Eck in der Kapuzinergruft. Wow! Und als ich dann irgendwann ein Handtuch geschenkt bekam, mit der Aufschrift: «Bei uns liegen sie richtig - Ihre Bestattung Wien», (Freundschaft zum Schenkenden wurde aufgekündigt) da konnte ich nicht mehr anders. Ich begann das Thema «The Dark Side of Vienna» zu recherchieren. Und es wurde verwunderlicher, schauriger und morbider als ich mir vorstellen konnte.
Wie bei Quartettkarten üblich, thematisch in 4er-Gruppen aufgeteilt. (somit sind Quartett- und Trumpfspiel möglich).
Friedhöfe, Der-3.-Mann-Film, Legenden, Grüfte, Literatur, unterirdisch Essen (ich meine die Art der Location, nicht das, was auf dem Teller liegt) Event-Tipps, Museen, Grabstein-Lego, Helnwein, Schiele, Nitsch, Musik, die melancholische Sisi, … plus Zusatzkarten mit Infos über Wiener Wörter, True-Crime, Brauchtum, Statistik, Philosophie, Geschichte.

Das Besondere an meinem Projekt
«Es wird ein Wein sein, und wir wer’n nimmer sein … Holodaro!» Ich habe etwas Zeit gebraucht, bis mir klar wurde, dass der Text dieses Wienerlieds und die gleichzeitige Fröhlichkeit der Melodie etwas zutiefst Wienerisches ausdrücken: die Kunst, Wehmut in Lebensfreude zu verwandeln.
Ich begann mich zu fragen, wo mir diese Haltung in Wien noch begegnet. An welchen Orten wird sie sichtbar? In welchen Geschichten, Liedern und Bildern lebt sie weiter? Wo zeigt sich dieser eigentümliche Umgang mit Vergänglichkeit?
Ich war auf Friedhöfen, im Narrenturm und unter dem Stephansdom. Ich stöberte in alten Büchern und kaufte fast ein Lego-Set eines Krematoriums.
Aus dieser Spurensuche entstand die Idee für ein Quartett — ein augenzwinkernder Versuch, die dunkleren Seiten Wiens zu beleuchten.
Holodaro!

Dafür brauche ich Unterstützung
Bis hierher hat alles zwar viel Zeit, aber noch wenig Geld gekostet. Das Nadelöhr sind die Druckkosten, die leider mittlerweile sehr hoch sind.
Recherche, Grafik, Illustration, Texte, Druckvorbereitung, Verpackung, Transport, Versand, Lieferung, Online-Auftritt, Vertrieb – das alles passiert im Eigenverlag, im 1-Personen-Betrieb. Mit Deinem Beitrag könnte ich dieses Quartettkartenprojekt drucken und Realität werden lassen.
