ENDSPURT!Von Jerzovskaja, am 26.1.2015 13:52

Die Klubgeschichte des FC Winterthur aufzuarbeiten, erinnert zuweilen an die Entdeckung unbekannter Grabkammern einer Pyramide:

In unbeleuchteten Stollen trifft man auf geheimnisvolle , zuweilen unleserliche Zeichen, versucht, eigenartige Stammesrituale obskurer Männerbünde zu rekonstruieren und undurchsichtige Regeln zu verstehen.

Es bleiben nur noch vier Tage Crowdfunding, bis am Freitag, 30.1.2015 (um 12.00 Uhr) das Tor geschlossen wird. Und noch fehlen CHF 6666.– Wir brauchen Deine Hilfe!

In etwas mehr als einem Jahr Arbeit sind bereits viele Schätze ans Tageslicht gelangt:

Zwei weitere Jahre Suchen, Sichern, Sammeln, Ordnen und In-Form–bringen liegen vor uns.

Damit diese Arbeit möglich wird, brauchen wir JETZT Deine Unterstützung: Kaufe die beiden Klubbücher zum Subskriptionspreis von CHF 130.- (statt 200.-) oder erzähl einem FCW-Fan vom Crowdfunding.

Als Mitglied des «FCW-Klubarchiv-Geheimbundes» werden wir Dich im Spätherbst 2016 zur grossen Klubbuch-Sause im Stadion Schützenwiese einladen.

Wir danken Euch, oh holde Dame der FCW-Bewusstseinswerdungskampagne, oh edler Ritter des FCW-Fanatikerbundes.

Jerzovskaja
www.fcw1896.ch

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GROSSARTIG!Von Jerzovskaja, am 6.1.2015 13:29

In 36 Tagen haben 59 Menschen auf wemakeit.com das FC Winterthur-Klubarchiv-Buchprojekt mit CHF 9064.– unterstützt:

30% des angestrebten Crowdfunding-Betrags von CHF 30'000.– sind somit finanziert.

Herzlichen Dank, liebe Unterstützer und Unterstützerinnen. Ihr seid GROSSARTIG!

Es bleiben noch 24 Tage, um die fehlenden 21'000.– Franken einzuspielen. Wenn wir das nicht schaffen, werden alle bereits gesprochenen Gelder den Unterstützern zurückerstattet.

CHF 21'000.– einzuspielen wird schwer. Das ist nur zu schaffen mit Deiner/Ihrer Hilfe. Bitte erzählt jedem, dass was gehen muss.

Es geht um mehr als die beiden Clubbücher, deren Produktionskosten hier eingespielt werden sollen. Es geht um ein Bekenntnis zur Geschichte des FC Winterthur, um einen eigentlichen Bedürfnis-Nachweis, dass diese historische Arbeit erwünscht ist und breit abgestützt. Nur mit diesem Bekenntnis wird es auch möglich, private Geldgeber und Stiftungen dazu zu bewegen, die weitere Arbeit zu finanzieren, die noch zu machen ist.

Kommt dieser Crowdfunding-Betrag nicht zu Stande, wird auch das Archiv so nicht zu Stande kommen.

Was ist bisher geschehen?

- Juni 2013: Jan Zablonier fragt Jerzovskaja, ob er eine Ausstellung in der kleinen feinen FC Winterthur-Stadiongalerie «Salon Erika» machen mag. Natürlich mag er, als Heimweh- und Herzens-Winterthurer.

- Juli / August 2013: Jerzovskaja plant ein historisches Sammelbildalbum «Fussballhelden Winterthur». Während der Recherche merkt er, dass kaum einer eine Ahnung hat, was in den letzten 117 Jahren so alles auf der Schützenwiese passiert ist. Vieles davon möchte man auch einfach vergessen.

- August 2013: Jerzovskaja lernt Geschäftsführer Andreas Mösli kennen. Es ist sofort eine gemeinsame Basis da: Leidenschaft, Sympathie, Interesse für Geschichte und Gewesenes. Zusammen mit Michi Sauerland hat Andreas in der Libero-Stadionbar eine kleine historische Ausstellung mit Fotos, Pokalen und Leibchen realisiert. Jerzovskaja nimmt gleich alles mit nach Hause (Bilder, Leibchen und alles, was nicht niet- und nagelfest befestigt ist) und beginnt ungefragt die Arbeit am Online-Archiv, als Basis für sein Salon-Erika-Kunstprojekt.

- September / Oktober 2013: Die Ausstellung «Fussballhelden Winterthur» findet statt. Jerzovskaja gibt auf eigene Kosten einen Ausstellungskatalog in Form eines historischen Stickeralbums heraus. Dabei verschleudert er all seine bescheidenen Ersparnisse, rund CHF 10'000.– Andreas Mösli unterstützt Jerzovskaja, wo er kann. Öffnet Türen, hilft bei der Medienarbeit und Kommunikation und ermöglicht einzigartige Aktionen im Stadion. Auch finanziell unterstützt er die Aktion, indem er Jerzovskaja zwei Serien mit Bildern abkauft. Eine davon hängt heute in der Libero-Bar.

- Oktober 2013: Wenigstens drei Menschen auf der Schützenwiese interessiert die Geschichte des FC Winterthur: Andreas Mösli, Michi Sauerland und Jerzovskaja. Andreas und Jerzovskaja kommen überein, in den nächsten Jahren an einem frei zugänglichen Online-Archiv zu arbeiten mit dem weitergehenden Ziel, eine komplette vertiefte Klubgeschichte in Form eines historischen Buches zu veröffentlichen. Ein Buch, das rockt! Das erste Jahr Arbeit (Sammeln, Sichten, Scannen, Publizieren) wird darauf von Andreas Mösli und Jerzovskaja privat finanziert. Jerzovskaja kniet sich rein, arbeitet Tag und Nacht, insgesamt über zehn Monate ausschliesslich und intensiv nur am Archiv, besucht ehemalige Fussballer, sammelt in der ganzen Schweiz Material zusammen. Es zeichnet sich ab, dass eine lückenlose Geschichte in bisher kaum erreichter Qualität und Dichte (in der Fussballgeschichte weltweit) möglich ist.

- Oktober 2014: Es wird klar, dass die Arbeit grösser und intensiver ist, als ursprünglich angenommen. Es kommt stets neues Material zum Vorschein, darunter das erste Bild eines Spiels auf der Schützenwiese (FCW-FCZ von 1897). Weder Jerzovskaja noch Andreas Mösli, die zusammen rund CHF 55'000.– in die ersten 14 Monate Arbeit (2000 Arbeitsstunden, 12 Gespräche mit Ehemaligen, mehrere tausend Scans, Aufbau eines Online-Archivs, etc.) gesteckt haben, können diese arbeitsintensive Arbeit weiter privat finanzieren.

- Dezember 2014: Jerzovskaja will abklären, ob überhaupt Interesse und Bedarf vorhanden sind, bzw. ob die Nachfrage nach einer Klubgeschichte da ist. Die Sach- und Faktenlage und der Zeitpunkt zur Erstellung einer solchen sind ideal. Im Klub herrscht eine allgemeine Aufbruchsstimmung, viele grosse Projekte werden gestemmt. Das ist gleichzeitig auch ein Problem, denn der FCW und seine engagierten Fans und Supporter investieren überdurchschnittlich viel in den Verein, auch finanziell, und alles zur gleichen Zeit: Es wird für die neue Gegentribüne gesammelt, auf deren Dach werden Solarzellen installiert durch einen von Fans gegründeten Verein, auch dafür wird gesammelt, es wird der neue Kunstrasen in Betrieb genommen, usw.

Warum soll ich dieses Projekt unterstützen?

Dass hier nun auch noch einer Geld sammeln will für eine Klubgeschichte leuchtet nur wenigen ein und kommt auch einigen in den falschen Hals. Wer ist denn dieser Jerzovskaja? Günstiger aber wird der FC Winterthur wohl kaum an eine Klubgeschichte dieser Güte kommen. Und sie wird wohl auch nie mehr möglich sein, denn einige der von Jerzovskaja besuchten Fussballer sind über 90 Jahre alt. Und deren Fotografien liegen nur leihweise bei Jerzovskaja. Fotografien, die sonst keiner hat. Die ganze vergessene Zeit zwischen 1930 und 1960.

Jerzovskaja vereint in seiner Person alle Kompetenzen, die es braucht, um von der alten Stahlstichplatte über das vergilbte Dia bis zum zerkratzten Negativ oder dem einzigen noch vorhandenen vollgekotzten Mannschaftsplakat valable Bilddateien herzustellen. Er hat rund zwanzig Jahre Berufserfahrung in der Druck-, Medien- und Verlagsindustrie und weiss als Künstler und Dienstleister (Illustrator, Grafiker, Fotograf, Autor) um die diffizile Sache mit den Nutzungsrechten an Bild und Text. Eigentlich kann man ein solches Projekt nur machen, wenn man absolute Qualität und ehrliche Deklaration der Urheber anstrebt. Denn nur ein Urheber, der seine Arbeit würde- und ehrenvoll repräsentiert sieht, erteilt Nutzungsrechte an Bild oder Text oder Film für ein Archiv oder ein Klubbuch. Denn bezahlt werden kann keiner in der Güte, die seiner Arbeit angemessen wäre. Die meisten bekommen ausser einem Autorenvermerk, einem Buch und der bestmöglichen Reproduktion ihrer Arbeit darin rein gar nix. Darum geht so etwas eben nur mit unendlich viel Geld oder aber mit unbegrenzter Leidenschaft.

Der FC Winterthur, Jerzovskaja und Andreas Mösli wollen eine ähnliche Qualität schaffen, wie es dem FC Zürich rund um das FCZ-Clubbuch und -Museum gelungen ist.

Bitte gebt Euch einen Ruck: Helft uns, dieses Archiv und dieses Clubbuch Realität werden zu lassen, indem Ihr das Wemakeit-Crowdfunding unterstützt. Wenn diese Wemakeit.ch-Sammlung scheitert, scheitert auch dieses ambitionierte Projekt.

Ihr unterstützt die Sache auch, in dem ihr jedem von unserem Bestreben erzählt. Denn es wird weitere 50'000 Franken brauchen, um die Arbeit in den folgenden beiden Jahren konsequent fortzusetzen und so aufzubereiten, dass sie von Dritten weitergeführt werden kann.

Weiterführende Links und Informationen

- Wer noch mehr wissen will, höre die ersten dreissig Minuten dieser Sendung von Radio Stadtfilter: Stefan Scherrer interviewt Jerzovskaja. Was ist das für einer? Warum macht er das? Wovon lebt der Mann?

- Oder Ihr lest den schönen Blogbeitrag von Ramon Fritschi.

- Oder die Zusammenfassung auf der FCW-Homepage.

HERZLICHEN DANK für jede Form der Unterstützung!

Kai Jerzö / Jerzovskaja, 6. Januar 2015

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