Die Entstehung des Projekts

Vor einigen Jahren kreierte ich für Televisiun Rumantscha zwei Kurzspielfilme über zwei historische Persönlichkeiten aus Graubünden, den Maler Ardüser und den Jäger Colani. Beide Filme wurden erfolgreich auch am Solothurner Filmfestival gezeigt.

Bereits damals war unsere Absicht, diese Arbeiten zu einer Trilogie zu erweitern. Jetzt entsteht daraus das «Rätische Triptychon», ein Kinofilm von 115 Minuten. Dafür werden die ältern Teile überarbeitet, erweitert, neu geschnitten und gemischt.

Die Dreharbeiten sind in Chur, im Schlosstheater Ludwigsburg und im Kunsthaus Zürich sind erfolgreich angelaufen.

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Das Docudrama «KAUFFMANN ANGHEL»

In einer Reihung von Spielszenen werden Leben und Werk der Malerin Angelika Kauffmann auf vergnügliche Weise aufgefächert. Strukturiert wird dieses kleine Kaleidoskop durch die Kommentare zweier Experten, die, weil sie ebenfalls von Schauspielern dargestellt werden, die ausgeleierten Konventionen des Fernsehens mit Witz unterwandern.

Da die Musik dabei überraschenderweise eine zentrale Rolle spielt, ist die Hauptrolle mit einer Schauspielerin besetzt, die auch in klassischem Gesang ausgebildet wurde.

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Wozu brauchen wir dein Geld?

Finanziert worden sind die Dreharbeiten von «Kauffmann anghel». Offen stehen also noch die Kosten, die die Kinoversion mit sich bringt: Die Überarbeitung der andern beiden Teile, den Neuschnitt, die Mischung, die Farbkorrektur und die Untertitelung der teilweise rätoromanischen Dialoge. Vor allem die Musikbearbeitung wird aufwändig, weil die Gesänge der Kauffmann von einem extra für den Film engagierten Barockorchester begleitet werden.

ÜBER MICH

Die Hin-und Hergerissenheit zwischen Musik und Malerei kann ich bestens nachvollziehen. Mein Ausweg aus dem Dilemma war der Film. Mein Werdegang und das Werkverzeichnis zeigen, dass ich immer mit Bild und Ton gespielt habe. Meine Neugierde für die gegenseitige Befruchtung der beiden Kunstrichtungen ist dabei nur noch gewachsen.

BIOGRAPHIE:

Studium der Bildenden Kunst und der Elektronischen Musik in Holland, Kompositionsstudium bei Karlheinz Stockhausen, Assistent bei Mauricio Kagel.

Dozent für Filmgeschichte und –theorie an der Filmakademie Baden-Württemberg, Ludwigsburg.

Gibt regelmässig Seminare an verschiedenen Hochschulen zu filmischen und musikalischen Themen, sowie Kurse für Schauspielstudenten

  • 1997-2007 Dozent für Filmtheorie an der ETH Zürich
  • 1990 Filmpreis der Stadt Zürich für «Die zukünftigen Glückseligkeiten».
  • 1995 Filmpreis der Stadt Zürich für «Casa Scelsi»
  • 2004 Filmpreis der Stadt Zürich für «Aus dem Nichts»
  • 2007 Begin der allherbstlichen Vorlesungsreihe im Filmpodium der Stadt Zürich

Spielfilme:

Schalltot (1987); Die zukünftigen Glückseligkeiten (1990); Die Trilogie des Schöpferischen (1994-2005): 1. Furcht- und fruchtbar ist der Lärm, ein Lob des Chaos/ 2. Lux! Vorspiele zu einer Autobiographie des Lichts/ 3. Aus dem Nichts; Einmal noch Shakespeare (2005); Die Verliese des Flüchtigen (2016)

Esssay- und Dokumentarfilme (eine kleine Auswahl)

Na, dann wollen wir der Musik mal Dampf machen! (1983); Casa Scelsi (1992); Stockhausen in Kürten (2003-05); Luzifers Zorn (2003), In einem halbdunklen Raum (über Georg Janett, 2012); Unaufhaltsame Raumfluchten – in memoriam Peter Neitzke (2015)

Über das Filmische, ein e-book, gratis im Internet: www.vanderkooij.ch

Aktuell in Arbeit:

  • Stirb, Seneca! Claudio Monteverdi und der Neostoizismus, ein Buchprojekt (in der Lektoratsphase)
  • Ein Seminar über den koreanischen Film
  • Ein Essay-Film über Leonardos Annaselbstdritt-Gemälde
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Stimmen zu Freds Werk

«Fred van der Kooij ist von grosser kreativer Vielseitigkeit. Es kommt selten vor, dass ein Filmregisseur gleichzeitig als Musiker arbeitet, und noch seltener, dass dieser Regisseur sowohl Spielfilme wie essayistische oder dokumentarische Werke vorlegt; dass er ausserdem noch mit der wissenschaftlichen Analyse seiner Künste in Erscheinung tritt, ist eine Rarität.»

Prof. emer. Christine N. Brinckmann

«Fred van der Kooij ist einer der eigenwilligsten Filmemacher der Schweiz. Hier entsteht Kino von bestechender Ursprünglichkeit.»

Stehplatz

«Alles wird in erlesendsten, feinst ausgeleuchteten Bilder beschrieben. Wunderschön, brillant und verschroben zugleich kommt es daher.»

Basler Zeitung über ‚Lux!’

«Innerhalb des schweizerischen Filmschaffens gehören die Arbeiten des gebürtigen Holländers zu den innovativsten.»

Radio DRS II

«Einer der originellsten Köpfe zwischen Film und Musik, Bild und Ton, Theorie und Praxis in Wort und Ohr in der Schweiz ist unbestritten Fred van der Kooij. Wenn ein so begabter und neugieriger Mensch gleichzeitig als Analytiker, Historiker und als Künstler an die Kunst herangeht, dann passt er natürlich in keine gängige Kategorie.»

Michael Sennhauser

«Hier blüht eine schier tropische Vegetation phantastischer, witziger und intelligent verknüpfter Einfälle. Fred van der Kooij hat über den italienische Komponisten Giacinto Scelsi einen furiosen Filmessay gedreht.»

Neue Zürcher Zeitung

Mordgeschichte und Ermittlungskomödie schliessen sich im koreanischen Film keineswegs aus, genauso wenig wie Systemkritik und Drastik. Wie ist das möglich? Zum Glück erklärt es Filmexperte Fred van der Kooij, der die Reihe im Filmpodium zusammengestellt hat. In seinen hochaufgelösten Vorträgen samt Filmclips beschreibt er die Funktion des Winds bei Antonioni ebenso klug wie die Komik der Koreaner. Und gerade seine Analyse des zeitgenössischen Kinos erinnert daran, dass man in der heutigen Gefrässigkeit vergisst, genau hinzuschauen.

Pascal Blum zu der neuesten Vortragsreihe im Zürcher Filmpodium