Bilder über ein anderes Armenien

Über Armenien gab es im Westen in den letzten Jahrzehnten vorwiegend Bilder, insbesondere nach dem Erdbeben 1988, die dieses Land als Empfänger von Spenden herabsetzten. Auch ich war bei einem humanitären Projekt Anfang der Neunziger Jahre dabei (siehe Video) und musste hautnah miterleben, mit welchen enormen Schwierigkeiten dieses Land nach seiner Unabhängigkeit 1991 zu kämpfen hatte: Strom und warmes Wasser nur stundenweise, keine Heizung im Winter, speziell in Gyumri, der fast zerstörten «Erdbebenstadt». Meine Erfahrungen im Winter, als ich in Schnee und Kälte durch diese dunkle Stadt ging, werde ich nie vergessen. Umso mehr freut es mich jetzt, dieses Land in Zeiten des politischen Aufbruchs von einer anderen Seite zeigen zu können: reich an Kulturschätzen, kulturellen Traditionen und zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, von denen ich einige durch meine Aufenthalte persönlich kennen lernen durfte. Einer von ihnen ist der Komponist und Musiker Karen Asatrian. Er hat meine Idee, dass er uns sein Land und einige seiner Künstlerkollegen zeigt und er dabei gefilmt wird, mit Freude aufgegriffen. Für mich ist er ein herausragendes Beispiel dafür, wie sich armenische Künstler neuen Entwicklungen nicht verschließen, indem sie zB. die als schwermütig bekannte armenische Folklore mit modernen Mitteln neu interpretieren. Ein anderer ist der junge Maler Hrachya Vardanyan, für den ich schon einige Ausstellungen in Österreich organisierte. Das alles eingebettet in Aufnahmen von der einzigartigen, wilden und noch ungezähmten Landschaft Armeniens, wie man bereits aus dem Video erahnen kann. Bitte unterstützt uns bei diesem ehrgeizigen Projekt. Wir wollen den armenischen Spirit für Auge und Ohr mit allen filmischen Möglichkeiten vermitteln. Dass dieser Versuch attraktiv ist, beweist die Zusage von 3-SAT, der diesen Film ausstrahlen wird, sollten wir erfolgreich sein. Und sollten wir mehr als die Zielsumme erreichen, würden wir diese Mittel für eine englische Fassung, eventuell mit armenischen Untertiteln, verwenden.

Johann Döller, Initiator des Filmprojekts, Produzent, gemeinsam mit Focusfilm GmbH, Vors. des Vereins SPIRIT OF ARMENIA - Verein zur Förderung armenischer Kunst

Döller: «Auch ich trage den ARMENIAN SPIRIT in mir!»

Ich bin der Initiator dieses Films und war das erste Mal 1990 in Armenien. 1995 emigrierte Karen Asatrian nach Österreich. Unsere Wege kreuzten sich bei einem Befefizkonzert in Wien. Karens Ensemble ARMENIAN SPIRIT spielte für das österreichische Kinderspital in Gyumri, für das ich um Spenden warb. Der Beginn einer Freundschaft war geboren und der armenische Spirit hatte auch mich in Besitz genommen. Ich will armenische Künstler zeigen, wie ich sie kennen lernte: ständig auf der Suche nach ihren historischen Wurzeln und ihrer armenischen Identität. Und ich will auch zeigen, wie sich Karen Asatrian in seinem Heimatland um den musikalischen Nachwuchs bemüht.
Johann Döller, mit Focusfilm gemeinsamer Produzent des Films

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ARMENIAN SPIRIT lebt nicht vom Geist allein

Die kalkulierten Produktionskosten für diesen ca. vierzig Minuten langen Dokumentarfilm betragen rd. € 45.000.- Mit der Zielsumme wären die reinen Sachaufwendungen bzw. Grundkosten gedeckt.