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Darum geht’s

Mein einstiger Traum, seltene Evolèner Rinder und Rätisches Grauvieh zu züchten, entpuppte sich im Januar als ziemlicher Alptraum.

Die Geburten verliefen höchst problematisch. Das Leben meiner Kühe hing am seidenen Faden. Nächtelang war ich im Stall, kämpfte um das Überleben meiner Tiere, hoffte und bangte. Mittlerweile sind meine Kühe wieder quietschfidel.

Das Problem: Nach dem Alpsommer hat sich herausgestellt, dass nur eine von sechs Kühen trächtig ist.

Aus wirtschaftlicher Sicht ein Desaster, denn ohne Geburt gibt es auch keinen Käse, kein Fleisch und keine Zuchttiere, die weiter verkauft werden können.

Trotzdem habe ich mich, nach gutem Überlegen, dazu entschieden Penelope, Mera, Elsa, Lilly und Lotti zu behalten und quasi ein «Zweite-Chance-Jahr» einzulegen.

Mit deiner Unterstützung greifst du mir beim Überbrücken des «Zweite-Chance-Jahres» unter die Arme. Du leistet aktiv einen Beitrag, die bedrohten Evolèner Rinder und das Rätische Grauvieh zu retten.

Die Zucht von Evolèner Rindern und Rätischem Grauvieh ist ein Teilbereich von meinem Projekt «swissrara».

swissrara gibt es, weil ich mich aktiv für die Erhaltung seltener Nutztierrassen und alten Pflanzensorten einsetzen will. Ich finde es wichtig, dass man die so genannte Agrodiversität bewahrt, denn Landwirtschaft hat viele Gesichter und Landwirtschaft befindet sich in einem ständigen Wandel.

Von Menschen gezüchtete Nutztierrassen und Pflanzensorten bilden die Basis unserer Ernährung. In meinen Augen ist es wichtig, diese Basis so breit gefächert wie möglich und in ihrer unglaublichen Vielfalt zu erhalten.

Wir können damit nicht nur, auf sich immer wieder verändernde Umweltsituationen -Stichwort Klimawandel- reagieren, sondern bewahren uns auch die Freiheit zu entscheiden, was auf unseren Teller kommt.

Kurz gesagt: swissrara bewahrt bedrohte Nutztierrassen und alte Pflanzensorten vor dem Verschwinden. Für Entscheidungsfreiheit, auch morgen noch.

swissrara ist mein Herzensprojekt, welches ich gemeinsam mit der grossen Unterstützung meines Partners, meiner Familie und natürlichen den diversen Zuchtvereinen und Pro Specie Rara aufbauen und führen darf.

Möchtest du mehr darüber erfahren oder mitbekommen, was gerade so ansteht, dann schau auf der Homepage, Facebook und Instagram vorbei.

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Dafür brauche ich Unterstützung

Das «Zweite-Chance-Jahr» bedeutet für mich und mein Startup swissrara, eine nicht zu unterschätzende finanzielle Belastung. Eine einzige Kuh verursacht in einem Jahr folgende Kosten:

  • Gesundheitskosten 200 Franken
  • allgemeine Betriebskosten 273 Franken
  • Gebäudekosten 384 Franken
  • Futterkosten 553 Franken
  • Alp 600 Franken
  • Arbeitskosten 1’296 Franken

Wenn ich auf meinen Stundenlohn verzichte und die täglichen Arbeiten wie Tierpflege, Misten und Füttern gratis verrichte, dann kostet mich eine Kuh rund 2’010 Franken im Jahr.

Die Kosten im «Zweite-Chancen-Jahr» belaufen sich für alle fünf Kühe also effektiv auf 10’050 Franken (ohne Arbeit).

Mit deiner Unterstützung hilfst du mit, bewährtes zu bewahren und legst damit den Grundstein dafür, dass deine Kinder, Enkelkinder oder ganz einfach die Generationen nach uns, auch noch frei entscheiden können, was sie essen wollen.

Eine Sache ist mir noch ganz wichtig: Die Entscheidung ist gefallen!

Selbst wenn das Crowdfoundingziel nicht erreicht werden sollte, Penelope, Mera, Elsa, Lilly und Lotti bekommen ihre zweite Chance und werden im Frühling noch einmal gedeckt.

Ich danke euch im Namen von swissrara, Penelope, Mera, Elsa, Lilly und Lotti für eure Zeit und Hilfe.

Anja Tschannen

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Das Besondere an meinem Projekt

Bei dem Evolèner Rind und dem Rätischen Grauvieh handelt es sich um seltene und vom Aussterben bedrohte Rinderrassen, die auf der Liste von Pro Specie Rara stehen.

Beide Rinderrassen werden nur rund 1,25 cm hoch, sind sehr trittsicher, robust und charakterstark. Das Rätische Grauvieh wie auch das Evolèner Rind sind alte Schweizer Zweinutzungsrassen.

Nicht nur die Wahl der Rinderrassen ist sehr besonders an meinem Projekt, sondern auch die Produktionsform und Haltung.

Ich betreibe nämlich saisonale, muttergebundene Käse- und Fleischproduktion.

Das heisst:

  1. Kuh und Kalb bleiben zusammen: Unsere sensiblen Kühe und Kälber werden nach der Geburt nicht getrennt, sondern können ihre Mutter-Kind-Beziehung voll und ganz ausleben.

  2. Keine Trink- und Industriemilch: In den ersten 5,5 Monaten soll die Muttermilch dem Kalb zur Verfügung stehen und nicht für den Menschen genutzt werden.

  3. 100 Tage auf der Alp: Mitte Juni geht es für unsere Kühe auf die Alp Merdechon im Wallis. Dort werden sie zweimal täglich gemolken, aus ihrer Milch wird zertifizierter Raclette AOP hergestellt.

  4. Maximale Weidenutzung und täglicher Auslauf: Unsere Kühe können, wann immer es die Witterung zulässt, auf die Weide und täglich in den Auslauf.

  5. Saisonale Produktion: Arbeitsspitzen können besser geplant und die natürliche Futtergrundlage (Weidegras) optimal genutzt werden.

  6. Ein Leben lang behornt: Alle meine Kühe sind stolze Hornträgerinnen.

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