Darum geht's:

Alles ist geregelt. Das Leben hat seine klaren Spielregeln, alles ist irgendwo festgelegt und definiert, im Gesetzbuch, im Lexikon, im Duden. Oder doch nicht? Gibt es tatsächlich für alles eine Regel? Ist der Mensch frei, kann er sich bewegen, wie er will? Was wird von der Gesellschaft vorgeschrieben, was kann man selber entscheiden? Solche Fragen haben uns zu unserem ersten Stück «C'est Partie» inspiriert. Diese Sammlung dient zur Deckung unserer Unkosten wie Spesen während der Probenzeit, Kostüme und Requisiten, ÖV und Verpflegung. Falls wir einen Überschuss erzielen, fliesst dieser in unser nächstes Projekt ein.

Projektbeschreibung:

Flughafen, Gate G6. Der Flug LH 3142 hat Verspätung von unbestimmter Dauer. Die Wartezeit muss irgendwie überbrückt werden. Durch ein Taschenschach kommen vier junge Reisende in Kontakt. Das Schachbrett zieht sie in Bann, sie tauchen ein in das Spiel, spielen Partien nach und entdecken Parallelen zu ihrem eigenen Leben. Sind Bauern wirklich dumm? Gibt es schwarz und weiss, richtig und falsch? Liegt die Macht einzig und allein beim König? Und ist das Spiel denn wirklich zu Ende, wenn dieser nicht mehr ist? Wer hat eigentlich die Regeln aufgestellt? Und kann man diese ändern? Was, wenn plötzlich Anarchie auf dem Schachbrett herrscht? Der anfänglich belanglose Zeitvertreib gewinnt stetig an Ernsthaftigkeit. Hin- und herschwankend zwischen Spiel und Realität tauchen die Wartenden immer tiefer in die Welt der Schachfiguren ein. Die bestehenden Regeln werden allmählich in Frage gestellt. Während die einen deren Änderungen anstreben, halten sich die anderen immer verzweifelter daran fest. Die kriegerische Atmosphäre auf dem Schachbrett droht auf den Wartesaal überzuschwappen.