Das künstlerische Werk

Im Grunde genommen sind die dramaturgischen Elemente von «Carmen» die selben des Tango: Liebe, Begierde, Eifersucht und Tod. Wir könnten somit behaupten, dass «Carmen» des P. Mérimées in 1845 in ihrer Dramaturgie, eine der ersten Versionen des Tango ist. Darin besteht die Einzigartigkeit und Relevanz unserer Tango-Suite «Carmen Tango»: Das erstmalige Rendezvous diesen zwei Leidenschaften, Carmen und Tango, auf einem engen Raum: nämlich auf der Bühne einer Kirche.. Für die Interpretation der Musik ist ein Tango-Orchester (zwei Geigen, Kontrabass, Bandoneon, Gitarre, Klavier und Kastagnetten) vorgesehen.Die neuen Tango-Elemente bedeuten hier Tango Nuevo, Tango Tradicional, Bolero, Milongas, Tango-Vals, Candombe und Habanera, aber auch Sound Design als Stimmungsmusik im Hintergrund. Der Choreograph Rául Macías arbeitet mit einer Tanzgruppe von zehn Tango-Tänzer/Innen, die das Geschehen auf der Bühne mit Tango, Messerstechereien, Liebe, Eifersucht und Hass tragen. Von der konzeptionellen Sicht ist Carmen, die hübsche Zigeunerin, eine Diva. Sie ist in dieser Version eine «Femme fatale», der Inbegriff der Weiblichkeit. Sie verharrt in der Rolle der Sünde, wobei sich ambivalent Sexualität und Weiblichkeit vermischen. Diese werden von den Grundelementen Wasser und Licht symbolisiert: Etwas Fliessendes, das gleichzeitig etwas Leuchtendes und Schatten ist. Dem männlichen Blick gegenüber verkörpert Carmen die Dualität sexuelles Begehren und Angst. Das könnte man als «fascinosum et tremendum» charakterisieren: Etwas schwer zu Begreifendes, Faszinierendes und Skandalbringendes. Noch ein wichtiges Element ist das Schichksalkonzept in der Choreographie Macías. Das wird von den Tarotkarten gezeigt, deren Karten die verschiedenen Szenen bestimmen. Dem gegenwärtigen Trend folgend -verstärkt Kunst und Traum Möglichkeiten der Multimedia einzusetzen- indem künstlerische Rückprojektionen zugespielt werden.

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Das Besondere an «Carmen Tango»

Nach einem choreografisch-musikalischen Konzept des Choreographen Raúl Macías wird eine neue Bearbeitung der Oper «Carmen» von Georges Bizet zum ersten Mal in einer Tango-Version auf die Bühne gebracht, mit der die Musik und die tänzerische Dramaturgie dieses Meisterwerks eine neue Dimension erreichen wird. Jetzt einmal «Carmen» anders: Der Choreograph Raúl Macías Ramos und der Dirigent und Arrangeur Oliverio Payán Bilbao holen Bizet´s Meisterwerk in die Gegenwart und machen es neu erlebbar.

Dafür braucht «Kunst und Traum» Unterstützung

Für diese aufregende Präsentation verfügen wir über kaum Ressourcen und deswegen bitten wir euch um eure finanzielle Unterstützung, um die Produktion dieses künstlerischen und einzigartigen Werkes sicherstellen zu können. Dafür brauchen wir eure Unterstützung: EUR 15.000 sichern den Aufwand für die Kirchemiete sowie eine bescheidene Gage für unser engagiertes Team.

Raúl Macías:

Regisseur, Schauspieler, Tänzer und Choreograph absolvierte sein Tanz und Theatersstudium am «Instituto Nacional de Bellas Artes» in México City. Er war Tänzer im «Ballet Teatro del Espacio» und akademischer Lehrer auf der UNAM (Universidad Nacional Autonoma de México). Er spielte und führte Regie in Zahlreichen Theaterstücken und Musicals, im Kino und im Fernsehen, und hat schon als Stipendiat am Impuls Tanz Festival in Wien teilgenommen. Raúl Macías unterrichtet Tango, Salsa, Merengue, Latin Jazz, Modern Dance und Floor-Ballet, sowie Schauspielerei. Er war als Regisseur und Choreograph der Gruppe «Dance du Soleil». Er ist Gründungsmitglied des Vereins zur Kulturintegration «Kunst und Traum» in Wien.

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