Konzept des Projekts

Seit einigen Jahren brechen die Choreographinnen Andrea Schneider und Séverine Hessloehl in ihren Projekten aus der traditionellen Theateratmosphäre aus, um sich von Orten inspirieren zu lassen, deren Zweck nicht primär der Tanz ist. Die Idee ist nicht bloss eine Aufführung ausserhalb des Theateres, sondern alle Möglichkeiten für eine Tanzkreation in der neuen Umgebung zu erkunden.

Die Aufführung wird in verschiedenen Teilen im Hauptsaal gezeigt. Der Saal ist 365 m gross und 5m 80 hoch, und bietet sich damit besonders für die Aufführung mit mehr als 80 Tänzer/-innen an. Zu Beginn des Stückes lassen sich die Tänzer/-innen von einer in der Mitte des Saales platzierten Skulptur der Ausstellung Short Cuts inspirieren. Sie interpretieren ihre Form, indem sie ein spezifisches Bewegungsvokabular mit der Skulptur verwechselnd ähnlichen Bewegungen kreieren. Danach werden die Tänzer/-innen mithilfe von Accessoires und insbesondere durch spezielle Lichteffekte selber zu Kunstwerken. Im letzten Teil der Vorführung wird die Höhe des Raumes genutzt, indem eine Videoprojekt in direkter Interaktion mit den Tänzer/-innen gezeigt wird. Das Publikum wird mit der Frage nach der eigenen Wahrnehmung konfrontiert: Was gilt als Realität und wo beginnt das Irreale?

Die Interaktion zwischen Tänzer/-innen und Videoproektionen ist eine neue Forschungsrichtung der Choreograph/-innen. Bis anhin haben sie sich zwar auf unterschiedlichste, jedoch immer reale Umgebungen eingelassen, aber seit zwei Jahren machen sie den Schritt in Richtung virtuelle Kunst. Werden solche Videoanimationen verwendet, können Räume geschaffen werden, wo es eigentlich keine gibt. Erste Erfahrungen damit konnten bei der Kreation 2014 gesammelt werden, wo die Kirche auf dem Ring in der Altstadt von Biel als Projektionsfläche für das Video mapping diente (visuelle Animation mit 3D-Effekten).

Datum und Ort der Aufführung

Der Verein Tanzprojekt Biel/Bienne plant zwei Vorstellungen am 12. und 13. Juni 2015 im  CentrePasquArt in Biel.

Warum brauchen wir deine Unterstützung?

Wir konnten bereits das nötige Geld zusammenbringen, um die Ausgaben der künstlerischen Umsetzung und der Repetitionen mit den Tänzer/-innen zu decken, aber es fehlt uns noch ein kleiner Beitrag von euch um die Kostüme, die 3D-Projektion und die Technik zu finanzieren, damit unser Projekt unter tollen Bedingungen realisiert werden kann.

Verantwortlichkeiten

  • Choregraphie: Séverine Hessloehl und Andrea Schneider
  • Interpretation: Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Tanzzentrum NG5, Biel (www.ng5.ch)
  • 3D-Projektion: Marc-André Gasser (www.magdesign.ch)
  • Technik: Matthias Walther (www.walther-ag.ch)
  • Administration: François Chammartin, Sara Bähler und Monica Pacino

Biografien

Séverine Hessloehl, geboren 1980, ist Instruktorin und Lehrerin im Bereich Sportunterricht. Sie hat sich während zwei Jahren in Zeitgenössischem Tanz in New York ausgebildet und ihre Ausbildung im Tanzbereich an der Universität Bern mit dem «Master in Tanzkultur» erweitert. Sie ist von «DanseSuisse» anerkannte Tanzpädagogin. Seit 2006 choreographiert sie für verschiedene Laientanzgruppen: Cie ISSUL in Lausanne, Primarschule in Morges, Tanzzentrum NG5 und Tanzprojekt Biel Bienne in Biel. Tanzpädagogik unterrichtete sie zuerst an der Universität Lausanne und nun seit 2008 an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen.

Andrea Schneider, geboren 1979, hat eine Bewegungspädagogik-Ausbildung abgeschlossen. Nach einer Karriere im Bereich Rhythmische Gymnastik hat sie sich auf den Modernen Tanz spezialisiert. Seit 2001 unterrichtet sie Tanz in verschiedenen Organisationen: Jugend und Sport, Mikros Klubschule und Volkshochschule. Im 2009 hat sie mit Séverine Hessloehl das Tanzzentrum NG5 (www.ng5.ch) gegründet.

Vergangene Projekte

Bubble Dance Performance (2013-heute)

Im Rhythmus unserer Stadt (2014)

In der Dämmerung, wenn die Sterne erwachen (2013)

Tnazprojekt Biell N°1 (2012)

Ist das Leben schön (2011)