Der Film

Bettina Wyer (CH), Billa Christe (D), Pia Hierzegger (A), Mignon Remé (D) und die Musikerin Katie Freudenschuss (D) treffen sich einmal jährlich zur Girls´ Night im Miller’s Studio in Zürich, um sich gemeinsam vor Publikum in Situationen zu stürzen, von denen sie noch nicht wissen, was passieren wird.

Der Film zeigt, wie sie ohne Script und Inszenierung die Theaterbühne betreten und Charaktere, Szenen und Lieder spontan und durch Interaktion erschaffen. Die Protagonistinnen erklären und zeigen uns, was die Kunst des Improvisisationstheaters von den AkteurInnen verlangt und bedingt.

Die fünf Frauen sind davon überzeugt, dass die Prinzipien dieser Kunstform wie z.B. «Sei im Moment», «Folge deinem ersten Impuls», «Nimm jedes Angebot vorbehaltlos an» und «Scheitere fröhlich» auch abseits der Bühne hilfreich sind. Wir sehen, wie sie mit Hilfe von Improvisationstools Unvoreingenommenheit, Flexibilität und Achtsamkeit für den Moment mit angehenden SozialarbeiterInnen, StudentInnen einer technischen Universität und Improworkshop-Teilnehmenden trainieren.

Mit der Kamera begleiten wir die Protagonistinnnen in ihrem privaten Alltag und wollen erfahren, ob und wie die jahrelange Beschäftigung mit der Kunstform allenfalls auch ihren Alltag und ihr Sein beeinflusst. Kann diese Kunstform der Schlüssel zum persönlichen Glück sein oder bietet sie einfach eine Möglichkeit, um temporär aus Leistungsdruck und ständigem Nachdenken auszubrechen?

Der Film gibt uns einen vertieften Einblick in das Leben und Schaffen der einzelnen Frauen. Ihre gemeinsame Show, die Girls’ Night, zieht sich als roter Faden durch den Film und durch das Verweben dieser beiden Erzählstränge entsteht ein dynamisches Hin- und Her.

«There are people who prefer to say «yes» and there are people who prefer to say «no». Those who say «no» are rewarded by the safety they attain. Those who say «yes» are rewarded by the adventures they have.»

Keith Jonestone (Begründer des modernen Improvisationstheaters)

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Protagonistinnen

BETTINA WYER aus Zürich ist Dozentin für Sozialpädagogik, Sozialwissenschaftlerin und Mutter dreier Kinder. Seit rund 15 Jahren ist Bettina Mitglied des Eidgenössisches Improvisationstheaters EIT.

«Das Improvisationstheater ist fast das Einzige, was mir hilft, vom ewigen Denken und alles im Griff haben wollen, wegzukommen».

BILLA CHRISTE aus Berlin ist Schauspielerin und seit rund 20 Jahren festes Mitglied der Berliner Improtheatergruppe «Die Gorillas». Billa gibt Improvisations-Workshops, hat diverse Auftritte als Improschauspielerin im In- und Ausland und arbeitet auch als Moderatorin und Coach. Sie ist Mutter einer Tochter.

«Alles, was ich mache, kommt von der Improvisation. Ich mache alles aus dem Bauch, so wie ich es für richtig halte»

MIGNON REMÉ aus Hamburg ist eine der Gründerinnen der bekannten deutschen Improtheatergruppe «Hidden Shakespeare». Nebst ihrem Engagement als Improvisationschauspielerin, spielt sie auch in klassischen Theaterstücken, Serien und Filmen mit, produziert improvisierte Spielfilme und lehrt an der Technischen Hochschule in Hamburg.

«Es ist doch super, was Körper und Geist anfangen zu mobilisieren, wenn du die Comfortzone verlässt»

PIA HIERZEGGER aus Graz ist Film- und Theaterschauspielerin und arbeitet auch als Autorin von TV - Spielfilmen. Pia gehört zum Grazer Ensemble «Theater im Bahnhof», welches Improvisationstheater als eines seiner Standbeine sieht.

«Eigentlich hab ich nur noch bei der Impro den Raum, spontan zu handeln, weil sonst in meinem Leben alles immer so verplant ist»

KATIE FREUDENSCHUSS aus Hamburg ist Musikerin, Sängerin und Kabarettistin, und hat ihr eigenes Soloprogramm. Dank ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihrem Improtalent, fand sie sich schon bald in der Improtheaterszene wieder und gehört mittlerweile zu den besten MusikerInnen in dieser Kunstform.

«Improvisationstheater mit anderen möchte ich immer machen, weil es mir sonst fehlt und mich persönlich und beruflich inspiriert.»

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Dafür brauchen wir Eure Unterstützung

Als ich, Angela Rohrer, die Autorin und Regisseurin des Films, diese fünf Frauen das erste Mal auf der Bühne improvisieren sah, zogen nicht nur sie mich in ihren Bann, sondern auch dieses unmittelbare Theaterformat, von welchem ich bis anhin nur eine vage Vorstellung hatte. Es wurde mir aber auch nachhaltig bewusst, dass die Prinzipien, nach denen die Akteurinnen improvisieren, im Kontrast zu unserer verplanten und abgesicherten Arbeits- und Lebenskultur stehen. Und so begann ich eine Filmidee über diese Kunstform und ihre mögliche Wirkung auch abseits der Bühne zu erarbeiten. Hilft das jahrelange Ausüben der Kunstform zu einem gelasseneren und angstfreieren Umgang mit Leistungsdruck und den Unsicherheiten des eigenen Tuns?

Alexandra Schild, von Schild Productions und die Frauen sagten zum Filmprojekt sofort zu. Motiviert starteten wir mit der Recherche und ersten Dreharbeiten und reichten die Filmidee bei den Schweizer Förderinstitutionen ein.

Unser Kinodokumentarfilm-Konzept wurde aber abgelehnt. Mit viel Leidenschaft und Herzblut haben wir trotzdem weiter an unsere Filmidee geglaubt, haben weitergemacht und konzipierten mit einem neuen Themenfokus einen TV-Dokumentarfilm. So konnten wir diesen Sommer die Redaktion Sternstunde vom SRF (Schweizer Fernsehen) von unserem Filmprojekt überzeugen und erhielten eine Ko-Produktions-Absichtserklärung. Allerdings wird der Film vom SRF erst dann definitiv koproduziert, wenn wir noch zusätzliche Finanzierung aufbringen können. Und nur mit diesem zusätzlichen Geld kann der Film zu Ende gedreht und fertiggestellt werden. Mit Deiner Unterstützung finanzieren wir unter anderem das Sounddesign, die Bildbearbeitung, das Color Grading und die Mischung. Viel fehlt nicht mehr und deshalb hat Deine Unterstützung auch eine grosse Wirkung. Du machst es möglich, dass wir mit dem fertigen Film in einem Zürcher Kino eine exklusive Premiere feiern können und dass der Film im Schweizer Fernsehen SRF ausgestrahlt wird. Da andere deutschsprachige Sender bereits ihr Interesse am Film zeigten, gehen wir davon aus, dass der Film auch in Deutschland und Österreich zu sehen sein wird.