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Ein Liebesfilm von Mano Khalil

Mira wuchs mit einer Lüge und einem Traum auf: Ihr Vater sei als Freiheitsheld im Kampf für sein unterdrücktes Land gestorben. Doch nach dem Tod ihrer Mutter erfährt sie, dass ihr Vater vor Jahren mehrere Briefe geschickt hatte und er möglicherweise noch lebt. Sie beschliesst nach Kurdistan zu reisen, um ihn zu suchen. Am Tag ihrer Ankunft lernt sie den jungen Peshmerga (kurdischen Soldaten) Ramo kennen, der sie auf ihrer Suche quer durch Kurdistan begleitet. Die Beiden nähern sich einander an und verlieben sich. An einem kurdischen Fest erfährt sie die wahren Beweggründe des jungen Peshmergas. Er benutzt sie, um den geheimen Aufenthaltsort ihres Vaters herauszufinden. Dieser gilt als kurdischer Verräter und soll von Ramo getötet werden. Bitter enttäuscht, begibt sich Mira wieder alleine auf die Suche nach dem Vater…

«Die Schwalbe» ist ein aktueller Themenmix aus Identitätssuche, Politik, Zeitgeist und Liebesgeschichte, erzählt durch die Optik einer vielschichtigen und interessanten Hauptfigur. Zugleich bietet sie den ZuschauerInnen eine einmalige Gelegenheit, eine faszinierende Kultur und ein vielfältiges, aber wenig bekanntes Land, kennen zu lernen.

Das Team

Regisseur dieses spannenden Projektes ist der in Bern wohnhafte gebürtige Syrier und Berner Filmpreis-Träger Mano Khalil, der im letzten Jahr vor allem durch seinen Dokumentarfilm «Unser Garten Eden» einem breiteren Publikum bekannt wurde. Auch bei diesem Film zeigt Mano Khalil auf eindrückliche Art und Weise, mit wie viel Feingefühl er die sonst im Verborgenen liegenden Emotionen seiner Protagonisten zum Ausdruck bringen kann.

Diese Fähigkeit wird er auch in seinem formal nahe am Dokumentarischen angedachten Spielfilm «Die Schwalbe» einzusetzen wissen. Dank seiner Herkunft kennt er die Menschen, ihre Sprache und ihre Mentalität vor Ort und findet deshalb einen direkten Zugang. Mano Khalil hat in Kurdistan schon drei Filme gedreht und kann auf die Erfahrung, die er in diesem Rahmen gewonnen hat, zurückgreifen.

Neben den beiden Hauptfiguren Mira (gespielt von Manon Pfrunder) und Ramo werden hauptsächlich Laiendarsteller aus der lokalen Bevölkerung zum Einsatz kommen, was dem Film eine einmalige Authentizität verleiht. Darin liegt ganz klar unter anderem die grosse Stärke dieses Projektes.

Mano wird seine Schauspieler spontan auf seine Umgebung reagieren und sie teilweise direkt mit den Bewohnern der jeweiligen Dörfer interagieren lassen, wobei die Kamera rückhaltend im Hintergrund agiert. Die Menschen werden in der Art und Weise gezeigt, wie sie sich effektiv bewegen und begegnen. Dadurch wird das echte Kurdistan in der Form eines unverfälschten Bildes sichtbar.

Schweiz-Kurdistan

Darüber hinaus beschäftigt sich «Die Schwalbe» auch mit soziopolitischen und ethnisch-kulturellen Fragen. Warum erfährt Mira erst nach dem Tod ihrer Mutter, dass der Vater womöglich gar nicht gestorben ist, wie bis dato angenommen? Weshalb hat ihr dies die Mutter verschwiegen? Wer ist ihr Vater? Wo liegen ihre Wurzeln und kann sie effektiv Antworten auf diese Fragen finden, indem sie in das ihr völlig fremde Kurdistan reist?

Zusammen mit Mira begibt sich der Zuschauer auf eine Reise ins Ungewisse – in ein Land, das stark unter der Herrschaft von Saddam Hussein gelitten hat, in dem es aber seit dessen Ableben ruhiger geworden ist. Heute ist der kurdische Teil des Iraks vor allem für seine faszinierende Landschaft bekannt aber auch dafür, dass in diesem Teil Iraks mehr Freiheit und eine grössere Prosperität herrscht, als in den anderen Teilen des Landes.

Der Film setzt sich mit der Begegnung zweier unterschiedlicher Kulturen auseinander, aber auch mit den Differenzen zwischen den Geschlechtern und ihrem Verhältnis zueinander. Dabei werden östliche und westliche «Codes» in den Beziehungen zwischen Männern und Frauen hinterfragt, aber auch Vorurteile, wie z.B. die des «aufgeklärten Europas» in Gegenüberstellung zum «rückständigen Orient» beleuchtet.

Da Mano Khalil selber 1996 als syrischer Asylbewerber in die Schweiz kam und sich mit viel Elan und Talent Respekt als Filmemacher erarbeitet hat, ist er mit beiden Kulturen und den Schwierigkeiten, die sich aufgrund der Differenzen ergeben, bestens vertraut.

Motivation

Der kurdisch-irakische Leiter der Abteilung für Kunst und Kultur im irakischen Kurdistan (Duhok) Adel Hassan hat Kenntnis des Projektes und bestätigt in einem Schreiben sein Interesse und sein Wille zur Unterstützung der Dreharbeiten vor Ort. Zudem können wir auf die Unterstützung der irakischen Produktionsfirma Enlil Film & Art zählen, mit der uns eine langjährige Freundschaft verbindet. Dies zeigt, dass man dem Projekt auch vor Ort wohlgesinnt ist und uns während den Dreharbeiten unterstützen möchte.

«Die Schwalbe» ist ein einmaliges und ergreifendes Projekt, für dessen Zustandekommen wir alles geben. Wir hoffen sehr, dass auch Sie diese Schönheit erkennen und uns bei unserem Vorhaben unterstützen. Dafür danken wir Ihnen von Herzen.