Rohkost – Die Nahrung von Adam und Eva

Klar! Adam und Eva waren Rohköstler. Sie kannten ja weder Feuer noch Pfanne. Folglich muss Rohkost die ursprüngliche Nahrung der Menschheit sein.

Doch Rohkost, respektive Rohköstler gelten gesellschaftlich als Exoten; und Grosskonzerne setzen viel daran, um die naturbelassene Nahrung zu verdrängen. Trotzdem gewinnt die vegane und explizit auch die vegane Rohkost-Ernährung an Boden; vor allem über das Internet.

Geheimnis der Rohkost-Ernährung

Was steckt hinter diesem Trend zur naturbelassenen Kost? Der Dokumentarfilm «Rohkost – die Nahrung von Adam und Eva» gibt Einblick in das Geheimnis der Rohkost und erklärt, wie «Living Food» wirkt und warum es nicht über 43 Grad erwärmt wird. Doch - kann Rohkost wirklich Krebs und andere Krankheiten heilen? Ist die Rohkost für alle gesund? Wo stösst die rohköstliche Ernährung an Grenzen? Welche Nebenwirkungen und Mangelerscheinungen kann die Rohkost verursachen? Welche gesellschaftlichen Konflikte sind vorprogrammiert? Wir fragen nach.

Unsere Protagonisten

Die Rohkostpioniere Urs Hochstrasser und Ernst Erb sowie Linda Keller, eine junge Rohköstlerin aus der Finanzbranche, sind die Hauptprotagonisten in unserem Film. Sie geben uns einen persönlichen Einblick in ihr unkonventionelles Leben sowie in die Rohkostszene. Kritisch betrachtet die Biochemikerin und Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta Diener die vegane rohköstliche Ernährung.

Rohkost als Heilmittel

Rohköstler Ernst Erb ist geistig und körperlich ausserordentlich fit. Für unsere Dokumentation filmten wir ihn bereits an seinem 80. Geburtstag. Er lief über fünfzig Kilometer von Luzern nach Zürich und blickte dabei zurück auf sein verrücktes Leben, den Sieg über seinen «unheilbaren» Krebs, Konflikte in der Familie und seine Versuchungen. Als Gründer der Stiftung für Gesundheit und Ernährung arbeitet Ernst täglich an seinem Lebenswerk, einer mehrsprachigen Online-Datenbank für gesunde Ernährung: www.diet-health.info.

Rohkost als gesellschaftliche Herausforderung

Niemand ahnt, dass die junge Projektmanagerin in der Finanzbranche lebensbedrohlich krank war. Inzwischen strotzt die Rohköstlerin Linda Keller vor Energie. Ihre fast unbändige Power fordert ihr Umfeld heraus. Doch ihre Rohkosternährung sorgt immer wieder für Unverständnis und Diskussionen in der Familie, bei Kollegen und Geschäftspartnern.

Rohkost als «Haute cuisine crue»

Dass die Nahrung von «Adam und Eva» aus mehr als einem Apfel besteht, zeigt der einstige internationale 5-Sterne-Koch Dr. Urs Hochstrasser auf. Er hängte vor 25 Jahren seine Kochmütze an den Nagel und setzt seither auf die «Haute cuisine crue». Als konsequenter Rohköstler, Pferdeflüsterer und Doktor der Alternativmedizin gründete er zusammen mit seiner Partnerin Rita das «Zentrum für Rohkost und Gesundheit». Dort erteilt er Seminare und bildet Rohkost-Experten aus. Auch auf seiner Website www.urshochstrasser.ch, mit seinen Büchern und über youtube verbreitet er sein Wissen. Dass sein Leben für die Rohkost auch fordernd und hart sein kann, offenbart der Film ebenfalls.

Rohkost aus Expertensicht

Kritisch beurteilt die Biochemikerin, Lebensmittel-Wissenschaftlerin und Autorin Marianne Botta Diener die Rohkost. Dass frische und rohe Speisen viele Vitamine und Nährstoffe enthalten, ist für sie unbestritten. Ebenso unbestritten ist für sie die Problematik der Mangelerscheinungen. Aus der Perspektive als Mutter sieht sie für die Rohköstler und vor allem für deren Kinder noch weitere Herausforderungen: Die gesellschaftlichen Aspekte, Traditionen und Vorurteile.

Was ist die gesündeste Ernährung?

Dass sich Rohköstler, Ärzte und Ernährungsberater uneinig sind, bringt der Film ebenso zum Ausdruck wie der Boom nach Smoothies und frische Lebensmittel. Kranke sowie junge, neugierige Menschen sind auf der Suche nach der gesündesten Ernährung. Ist das die Rohkost?

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Hintergrund und Motivation

Was bringt mich dazu, als Vegetarierin einen Film über die Rohkost zu machen? - Ausschlaggebend war ein sehr guter Freund, der nach einem Schlaganfall lieber sterben wollte als weiterhin die Nebenwirkungen der Medikamente zu erdulden. Laut Arzt wäre der Verzicht der Medikamente sein Todesurteil gewesen. Im Internet entdeckte er, dass die konsequente Rohkosternährung den Blutdruck ebenfalls senkt und die Blutwerte verbessert. Er wollte dies ausprobieren und wurde von einem Tag auf den andern Rohköstler. Ich beobachtete, wie er bereits nach 4 Wochen ohne Medikamente aufblühte. Sein Blutdruck senkte sich. Die Blutwerte waren bald sogar besser als die Zielwerte des Arztes. Ich bin ein skeptischer Mensch, aber die Energie sowie geistige und körperliche Fitness meines guten Freundes liessen mich staunen.

Dieses Erlebnis machte mich als Journalistin neugierig. Ich wollte mehr erfahren über die Rohkostszene und begegnete einer erstaunlich grossen Community mit vielen spannenden Menschen; alternativ lebenden Personen genauso wie erfolgreichen Businessleuten, Jungen genauso wie Älteren. Ich entdeckte das Geheimnis der Rohkost und warum die naturbelassene Nahrung eine besondere Wirkung entfalten kann.

Dennoch - es braucht ein sehr grosses Mass an Disziplin und Willenskraft, um den Gelüsten zu widerstehen und sich konsequent rohköstlich zu ernähren. Ich gebe zu, ich habe diese Disziplin nicht. Dennoch esse ich seit meiner Recherche bedeutend mehr Früchte und rohes Gemüse; einfach weil es mir schmeckt und ich mich vitaler fühle. Doch bereits dafür werde ich oft schräg angeschaut.

Insofern hege ich eine gewisse Bewunderung für die konsequente und überzeugte Haltung der RohköstlerInnen. Bei der Recherche zu diesem Film spürte ich aber nicht nur heile Welt und eitel Sonnenschein, sondern erlebte wie konfliktbeladen das Thema Rohkost ist. Einerseits kämpfen Rohköstler gegen Ärzte und Behörden, andererseits verursacht die konsequente Rohkostnahrung auch Widerstände und Diskussionen innerhalb der eigenen Familie. Selbst unter Rohkostessenden gibt es unterschiedliche Ansichten über gesundheitliche Aspekte der Rohkost, respektive Live-Food. Diese Auseinandersetzung finde ich äusserst spannend.

Mein Wunschziel ist es, die Neugierde zu wecken. Ich möchte mit dem Film bewirken, dass konventionell Essende ihre Vorurteile gegenüber der wachsenden Rohkostbewegung abbauen, ihre eigene Ernährung kritischer hinterfragen und neugierig werden auf den Einfluss der Rohkost.

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Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung!

Die erfahrene Filmproduzentin Lina Geissmann und ihre Produktionsfirma prêt-à-tourner GmbH haben den Grossteil der Finanzierung für das Fernsehdokumentarfilmprojekt beisammen. Trotz der Unterstützung und Ausstrahlungszusage vom Schweizer Radio und Fernsehen SRF sowie von 3SAT haben wir leider keinen Finanzierungsbeitrag vom Bundesamt für Kultur sowie vom Teleproduktionsfond erhalten. Deshalb müssen wir andere Wege gehen, um die Finanzierung zu erreichen. Wir hoffen, den fehlenden Restbetrag von 25’000 Franken dank diesem Crowd Funding zusammen zu bringen. Wir freuen uns über jeden Unterstützungsbeitrag und danken Ihnen für Ihre Hilfe. Natürlich dürfen auch Sie etwas von uns erwarten. Schauen Sie nach, was wir Ihnen als Gegenleistung bieten!

Bei Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Ganz herzlichen Dank.

Muntere Grüsse Regula Marti, Journalistin und Dokumentarfilmerin +41 79 656 01 01

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