Frauenwahlrechtabschaffungszentrale 2018

Wir - das Künstlerinnenduo «Die Brutpflegerinnen» - wollen im September 2018 für 10 Tage eine Frauenwahlrechtabschaffungszentrale in einem Container am Karlsplatz eröffnen. Dort können alle Wahlberechtigten -und auch alle nicht Wahlberechtigten- in einer Wahlkabine über die Abschaffung/Beibehaltung des Frauenwahlrechts abstimmen. Das Wahlergebnis wird in einer Abschlusskundgebung präsentiert (hoffentlich hält der Kleber der Wahlkarten…). Die Wahlkämpferinnen laden ein zu Kaffee & Couch, Diskurs & Workshop, DIY & Open Lab. Vote for us!

Zwei Performerinnen, die unterschiedlicher politischer Ausrichtung sind, animieren Passantinnen dazu, ihre Stimme für die jeweilige Überzeugung abzugeben. Eine der beiden Performerinnen tritt für die Abschaffung des Frauenwahlrechts ein, die zweite Performerin fordert den Ausbau der Rechte der Frau. Alle zwei Stunden finden Wahlreden beider Seiten statt. Im Wahlkampf um die Wählerstimmen sind alle Mittel erlaubt. So wird aggressiv um Stimmen geworben, mit Passantinnen gesprochen/diskutiert, Wahlgeschenke verteilt und kreativ um Aufmerksamkeit gekämpft. Im Inneren des Containers ist das Büro beider Wahlkampfzentralen, das öffentlich einsehbar ist. Das Wahlergebnis wird am letzten Tag in einer großen Abschlusskundgebung verkündet.

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Ziele

Wir wollen mit dieser Aktion das Jubiläum «100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich» feiern und gleichzeitig zum Thema Gleichstellung sensibilisieren. Was hat sich in diesen 100 Jahren getan? Wir wollen uns und die jüngere Generation daran erinnern, dass Rechte erkämpft werden müssen! Unsere Zielgruppe, das seid ihr!!!! Personen, die Women Empowerment gut finden, alle coolen Typen, Hellblau - Rosa- Fallen-Gegnerinnen, Voll,- und Teilzeitfeministinnen, #metoo Befürworterinnen, Demokratieverfechterinnen und und und **

Warum solltest du das Projekt unterstützen?

Weil Gleichberechtigung noch lange nicht erreicht ist. Eine Gegenüberstellung der Stimmen von vor 100 Jahren und heute zeigt, dass es unser Projekt braucht.

Eine Stimme von damals:

  • Gehirne von Frauen sind leichter und ihre Nerven schwächer und weniger widerstandsfähig als die der Männer. (Studie Konrad Edel, 1890), daher haben sie nicht die «körperliche Organisation» (Franz Schindler, 1906) zur Wahl.

Eine Stimme von Heute:

  • Frauenförderung ist Unfug. Seit Jahrtausenden haben Frauen Haus und Garten bewirtschaftet, zum Lebensunterhalt beigetragen und Kinder großgezogen. Nun sollen Väter beim Stillen und Wickeln des Säuglings mithelfen. (Brigitte Kashofer, FPÖ Stadträtin Amstetten)

Der hier gesammelte Betrag fließt in langweilige Kosten wie Mietgebühr für den Container, Genehmigungen, Material, Transport, und last but NOT least: Honorare der Künstler*innen.