Darum geht’s

Mein Instrument ist mein bester Freund, immer zuverlässig und wohlklingend steht es mir zur Seite und bestreitet mit mir all meine Projekte- sei es solo, im Orchester oder im Ensemble. Nun ja- im Ensemble zu dritt geht es auch gut, mit wachsender Zahl von Mitspielern wird es aber heikler- mittlerweile spielen wir zu siebt! Meine liebe Lehrerin Mme Germaine Lorenzini selig, empfahl mir damals beim Projektstart «Joues plus fort- arraches la peau des doigts!!!» Spiel lauter, reiss dir die Haut von den Fingern!!! Mittlerweile habe ich eine bessere Idee: Die neuen Modelle von meinem innovativen schweizer Harfenbauer Gérard David haben eine grössere Resonanzdecke und klingen somit lauter.

Es ist eine grosse Sache, als Harfenistin das Instrument zu wechseln, und ich tue das in den nächsten 80 Jahren bestimmt kein zweites Mal. Ich werde meine bisherige Begleiterin, meine Konzertharfe vom November 1998 verkaufen. Den Restbetrag auf ca. 37’000 CHF werde ich zum einen Teil selber bezahlen und für den anderen Teil dieses Betrags wünsche ich mir, vor DIR unterstützt zu werden. Es tut gut zu spüren, dass DU willst, dass ich spiele und auftrete:-) Vielleicht auch bei dir privat?

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Ermögliche mehr Harfenklang!

Es gibt natürlich nebst der Grösse des Ensembles mehrere Gründe, die für einen Wechsel sprechen:
Die Harfenmechanik nützt sich ab, besonders auch durch die hohe professionelle Beanspruchung vom Üben und Transportieren.

Der wunderbare Harfenbauer Gérard David -der eigentlich schon im Pensionsalter ist- hat eine neue Mechanik für die obersten Töne entworfen, damit diese besser klingen und die Harfe nicht mehr jährlich revidiert werden muss. Er baut die Instrumente ganz nach meinem Geschmack in Qualität und Klang. Wenn ich jetzt nochmals ein neues Instrument wähle, reicht mir das sicher bis ans Lebensende! Das neue Modell ist das schlichteste, mit allen 47 Saiten und einer verbreiterten Resonanzdecke. Ausserdem hat es bei den obersten Saiten eine ausgeklügelte Mechanik, mit der es besser klingt und auch die jährliche Revidierung ersetzt.

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Mehr Persönliches?

Ein ganz persönlicher Grund, weshalb ich mich für einen Wechsel des Instruments entschieden habe ist mein Gefühl des Wandels. Letztes Jahr habe ich gemerkt, dass sich in mir etwas verändert- vor allem während den Konzerten. Es gab Momente, wo ich für einen Sekundenbruchteil nicht mehr Zugriff fand auf die Mechanismen auf meiner inneren Festplatte hatte. Nach dem Orea-Ensemble Konzert in Griechenland hatte ich das Gefühl, dass sich nicht nur die Saiten wegen der Feuchtigkeit und Hitze zersetzen, sondern auch ich mich selber auflöse. Ich bin etwas weg gegangen um mich zu sammeln.. und habe mich auf dem Friedhof wieder gefunden. Da war mir klar, dass etwas in mir stirbt und etwas Neues kommen wird. Interessanterweise habe ich im selben Jahr mein 30-jähriges Harfenspiel Jubiläum gefeiert und meine Lehrerin Germaine Lorenzini verloren.

Nun spüre ich das Neue: natürlich ist vieles noch unbekannt, aber was ich davon schon merke ist, dass ich noch viel mehr zuhöre beim Spielen und mich manchmal der Klang der obersten Töne nicht mehr befriedigt. Oder dass ich auf andere Mechanismen zurückgreife während dem Konzert als früher. Dass ich allgemein mehr empfinde- sozusagen eine ’reifere’ Musikerin geworden bin. Und dass meine ’alte’ lang bewährte Konzertharfe nicht mehr so richtig zu mir passt. Deshalb möchte ich jetzt ein Instrument, das zu meiner neuen inneren Musikerin passt und mich von der ersten- hoch in Ehren gehaltenen- Konzertharfe verabschieden. Vielen Dank, wenn Du mich damit unterstützst!

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