Haydn & Akkordeon

Das Kammerorchester Basel (KOB) freut sich auf das gemeinsame Projekt mit der beeindruckenden Musikerin und Akkordeonistin Viviane Chassot. Es sind zwei Konzerte in Basel und Adelboden sowie eine CD-Einspielung beim Majorlabel Sony Classical geplant. Einen Grossteil des Budgets kann über die Konzertengagements resp. Konzerteinnahmen und die Beteiligung von Sony an der CD-Produktion bestritten werden. Dennoch ist es dem KOB, das sich zu 82% aus Eigenmitteln finanziert, nicht möglich, das finanziell herausfordernde Projekt vollständig zu decken.

Das Repertoire

Das Akkordeon gehört zu den beliebtesten Volksinstrumenten unter den Schweizerinnen und Schweizern. So manch einer wird auch heute noch eine Quetschkommode aus Grosselters Zeiten auf dem Estrich aufbewahren und hat als Kind vielleicht sogar selbst darauf gespielt. Bekannt aus den Bereichen Tango, Musette und Volksmusik hat sich das Akkordeon zu einem komplexen Konzertinstrument weiterwickelt, sodass es möglich wurde, ein umfangreiches Repertoire an Tastenliteratur Epochen übergreifend von der Renaissance bis zur Avantgarde spielen zu können. Durch die dynamische Gestaltung des Tons sind dem modernen Akkordeon keine Grenzen gesetzt. Die Idee, Haydns Klavierkonzerte für Akkordeon zu arrangieren, knüpft daran an. Durch das chamäleonartige des Akkordeons – mal Streich-, mal Tasten-, dann wieder Blasinstrument – verschmilzt es auf einzigartige Weise mit dem Orchesterklang, um sich dann wieder solistisch hervorzuheben.

Spannende Kontraste

Neben der CD-Produktion werden die beiden Partner zwei Konzerte mit Teilen des auf CD produzierten Programms spielen: im Rahmen des Festivals Klang Basel verspricht das Programm zwischen (Schweizer) Folklore mit Kompositionen von Vinko Globokar und Helena Winkelmann sowie vermeintlicher Kunstmusik eines Joseph Haydns eine spannende Gegenüberstellung. Beim Swiss Chamber Music Festival in Adelboden, das dieses Jahr unter dem Motto «The favourites of Switzerland» steht, treffen Klassik und Tango aufeinander.

Konzerte und Aufnahmen

Konzerte
Fr, 23 Sep 2016  Adelboden, Kirche            
Sa, 24 Sep 2016 Basel, Theodorskirche

Aufnahmen
Mo, 19 Sep 2016 Müllheim (Baden), Martinskirche   
Di, 20 Sep 2016  Müllheim (Baden), Martinskirche   
Mi, 21 Sep 2016  Müllheim (Baden), Martinskirche   

Programm

Programm Konzert Adelboden
Astor Piazzolla (1921 – 1992)
aus: Five Tango Sensations für Akkordeon und Streichquartett

Joseph Haydn (1732 – 1809)         
Konzert für Orgel und
Orchester F-Dur Hob. XVIII: 7
in der Bearbeitung für Akkordeon 

Marcelo Nisinman (1970 – )
Sr. Tango für Akkordeon und Streichquartett


Programm Konzert Basel
Vinko Globokar (1943 – ) 
«Cris des alpes» für
Alphorn solo (1986)

Joseph Haydn (1732 – 1809)         
Konzert für Klavier
und Orchester D-Dur Hob. XVIII:11
in der Bearbeitung für Akkordeon 

Helena Winkelman (1974 – )          
Fremdländer für Ensemble (über das Totenmügerli von Franz Hohler)

Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)       
Ouverturensuite «Les Nations» in B-Dur, TWV 55:B5
in einer Bearbeitung für modernes Orchester von Matthias Arter


Programm CD
Joseph Haydn (1732 – 1809)         
Konzert für Klavier und Orchester D-Dur Hob. XVIII:11
Konzert für Klavier und Orchester F-Dur Hob. XVIII:3
Konzert für Klavier und Streicher G-Dur Hob. XVIII:4
Konzert für Orgel und Orchester F-Dur Hob. XVIII: 7
in der Bearbeitung für Akkordeon

Biografien

Viviane Chassot

Die gebürtige Zürcherin tritt solistisch und kammermusikalisch weltweit in bedeutenden Konzerthäusern wie der Philharmonie Berlin, dem Konzerthaus Wien, der Wigmore Hall und der Tonhalle Zürich auf. Sie arbeitet mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, David Zinman, Riccardo Chailly und Heinz Holliger und ist regelmässig Gast bei internationalen Festivals. Als vielseitige Musikerin überschreitet sie stilistische Grenzen und verbindet die Bereiche Klassik, Jazz, neue Musik und Improvisation. In den vergangenen Jahren spielte Viviane Chassot zahlreiche Uraufführungen und war Gewinnerin des Kranichsteiner Musikpreises. 2015 wurde sie mit dem Swiss Ambassador’s Award London ausgezeichnet. Ihre 2014 erschienene Portrait-CD «New Horizons» mit Originalwerken für Akkordeon war nominiert für den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Yuki Kasai

Als begeisterte Kammermusikerin ist die in Basel geborene Yuki Kasai regelmässiger Gast bei bedeutenden internationalen Festivals. Ihr besonderes Interesse gilt den verschiedenen Aufführungspraktiken: So spielt sie Repertoire von 1600 bis heute auf der barocken, klassischen oder der modernen Violine. Yuki Kasai ist seit April 2006 Konzertmeisterin der Kammerakademie Potsdam und seit 2011 Konzertmeisterin des Kammerorchester Basel.

Kammerorchester Basel

In den 30 Jahren seines Bestehens hat sich das Kammerorchester Basel – im Jahr 2015 bereits zum dritten Mal mit dem ECHO Klassik-Preis ausgezeichnet – zu einem der führenden Kammerorchester des internationalen Musiklebens entwickelt. Heute gehören Einladungen zu den wichtigsten Konzertorten und Festivals der weltweiten Klassikszene für das Orchester ebenso in die Agenda wie die eigene Konzertreihe in Basel. Diverse, teils preisgekrönte CD-Einspielungen bei renommierten Klassiklabels wie Sony, Deutsche Harmonia Mundi, Warner Classics und OehmsClassics zeugen von der exzellenten Qualität des Basler Klangkörpers. Das Kammerorchester Basel spielt mit Vorliebe unter der musikalischen Leitung der eigenen Konzertmeister, eine besonders fruchtbare Zusammenarbeit verbindet das Basler Ensemble mit seinem Principal Guest Conductor Giovanni Antonini.

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