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Wer ist CSHEP und wofür stehen wir?

In Kiserian, 25km südwestlich von Nairobi, arbeitet unser Projekt «CSHEP» als Trainingscenter und als Marktplatz für ökologisch erzeugtes Gemüse. CSHEP steht für «Community Sustainable Agriculture and Healthy Environmental Program». Wir bauen eine Brücke zwischen Kleinbauern, die nachhaltig produzieren, und Verbrauchern, die gesunde Lebensmittel wollen. Seit Anfang 2014 sind wir im Einsatz, unsere Umwelt zu verbessern und die Gemeinschaft um uns herum zu stärken. Esther Kiruthi und Steven Kamau sind federführend vor Ort in Kenia, während Silke, Caro & Lucas ihre Partner auf deutscher Seite sind.

CSHEP bietet regelmäßig Intensiv-Schulungen und Workshops auf der hauseigenen Demofarm in Kiserian an. Wir bilden Kleinbauern in nachhaltigen Gemüseanbaumethoden aus. Dazu zählen wassersparender Gemüseanbau, «Rainwater Harvesting» (effiziente Nutzung von Regenwasser), Bodenverbesserung, biologischer Pflanzenschutz bis hin zu Direktvermarktung des Gemüses. Für den Besuch unserer Workshops bezahlen die Bauern entsprechend der hiesigen Verdienstsituation ein kleines Entgelt. Zudem verkaufen wir unsere Anbauprodukte, sowie die von unseren Partner-Kleinbauern, auf lokalen Märkten und direkt ab Hof.

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Landwirtschaft in Kenia

Kenia hat als aufstrebende Nation in Ostafrika neuerdings das Label als «Entwicklungsland» abgeschüttelt und gilt nun als «low to middle-income country». Trotzdem steht das Land immer noch vor großen sozialen, ökologischen sowie ökonomischen Herausforderungen. Rund 75% der Kenianer beziehen ihr Einkommen aus der Landwirtschaft, ein wichtiger Wirtschaftssektor in Kenia. Viele von uns kennen sicherlich landwirtschaftliche Produkte aus Kenia wie z.B. Kaffee, Tee, grüne Bohnen oder frische Rosen. Trotz solcher Exporterfolge unterscheidet sich die Landwirtschaft in Kenia stark von der europäischen Landwirtschaft. Das meiste Essen für die lokale Bevölkerung wird beispielsweise von Kleinbauern mit sehr wenigen Ressourcen produziert. Ein Tagesverdienst von weniger als 2 Euro ist in den ländlichen Regionen keine Seltenheit. Hinzu kommt ein Klima geprägt von Trocken- und Regenzeiten, welches durch Klimawandel immer unberechenbarer wird und immer öfter Ernteausfälle verursacht.

Warum «Healthy Farms for Kenya»?

Das hohe Bevölkerungswachstum schafft eine verstärkte Lebensmittelnachfrage und wachsenden Druck auf die Landwirtschaft. Gepaart mit den schwierigen Anbauverhältnissen sowie einer maroden Infrastruktur sind nicht nur Kleinbauern, sondern auch lokale Verbraucher betroffen. Verbraucher kommen zu CSHEP, weil sie der Qualität von frischem Gemüse auf den lokalen Märkten nicht trauen und bei CSHEP «sauberes» Gemüse finden. Im Gegensatz zu den Produkten, die für den Export bestimmt sind, wird die Qualität der Produkte für den lokalen Markt kaum geprüft. Besonders im Stadtgebiet kommt es leider oft vor, dass Gemüse entlang offenem Abwasser oder stark befahrenen Straßen angebaut wird. Das Resultat sind Belastungen mit Schwermetallen, Keimen und anderen giftigen Rückständen. Weiter müssen die Kleinbauern mit erschwerten Anbaubedingungen zurechtkommen – das führt zB schnell zum übermäßigen Pestizideinsatz. Ernteausfälle sind für sie keine Seltenheit. Darum kommen Bauern zu CSHEP, um zu lernen, wie sie mit ihren wenigen natürlichen Ressourcen besser auskommen können.

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Innovationen für kenianische Kleinbauern

Auf der Farm werden viele innovative und günstige Anbaumethoden ausprobiert. Dazu gehören z.B. Mulchen, Komposteinsatz, Mikrobewässerung, Integration von Bäumen auf der Farm, usw. Um in der Region überhaupt genügend Lebensmittel zu produzieren, wird Bewässerung immer wichtiger. Kenianische Kleinbauern wiederum brauchen vor allem nicht nur nachhaltige, sondern auch kostengünstige Methoden, um mit dem bisschen Wasser, was sie haben, zu haushalten. Zwischen Deutschland und Kenia sind wir im engen Austausch. Lucas war 2016 mehrere Monate vor Ort, um Strategien für nachhaltiges Wassermanagement umzusetzen. Er hat geholfen, ein innovatives Mikrobewässerungssystem auf der Farm zu installieren, das besonders durch seine Kosteneffizienz für die lokalen Bauern umsetzbar wird. Dieses System kann aus leicht auffindbaren und recycelten Materialien selbst gebaut werden. In diesem Jahr haben schon drei Kleinbauern dieses System nachgebaut, nachdem sie es bei CSHEP kennengelernt haben.

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Warum brauchen wir Deine Unterstützung?

Um zu gewährleisten, dass CSHEP das ganze Jahr über anbauen kann, ist eine Investition in die Wasserversorgung der Farm dringend notwendig. Wir speichern bereits so viel Regenwasser wie möglich, um die Trockensaison zu überbrücken und weiter produktiv bleiben zu können. Momentan wird bei starker Trockenheit Wasser zugekauft und mit Eseln geliefert. Dies erweist sich auf Dauer als unrentabel. Trotz unserer Bemühungen, möglichst wassersparend zu wirtschaften, ist es notwendig geworden, in einen Anschluss an die kommunale Wasserversorgung zu investieren.

Die gefragten 6000 EUR setzen sich wie folgt zusammen:

  • Einkauf Wassermeter, Speichertank : 750 EUR
  • Bauarbeiten für Installation der Wasserleitung und Speichertank: 1600 EUR
  • Arbeitskosten: 150 EUR
  • Entlohnung für Workshops und Training in nachhaltigem Wassermanagement (20 mal pro Monat über 1 Jahr): 2400 EUR
  • Reparatur der bestehenden Zisterne: 700 EUR
  • Transportkosten 2017 für Farmvisiten bei Partner-Kleinbauern: 400 EUR

Warum uns unterstützen?

  • Du gibst einer lokalen Initiative die Chance, ihre Erträge zu sichern. So wird unsere gemeinschaftlich getragene Organisation unterstützt und Menschen aus der Region werden mit nachhaltigen Lebensmitteln versorgt.
  • Du unterstützt ein Projekt, welches Ernährungssicherheit, Biodiversität und ein umweltfreundliches Bewirtschaftungssystem fördert. Eine Art von Landwirtschaft, die in Kenia noch wenig praktiziert wird, jedoch auf reges Interesse stösst.
  • Du investierst darin, dass qualifizierte Arbeitsplätze der CSHEP Mitarbeiter gesichert werden. Und diese werden in Kenia dringend benötigt!

Was gibt es zurück?

Da wir auf Frischgemüse spezialisiert sind, ist es leider problematisch unsere Produkte von der Farm nach Europa zu senden :-) Trotzdem haben wir uns ein Paar Dinge einfallen lassen, die euch Freude bereiten könnten! Natürlich sind auch alle Beträge willkommen, die ohne Belohnung unserem Projekt beigesteuert werden. Nachdem wir unser Fundingziel erreicht haben, werden wir alle Unterstützer mit Berichten über den Fortschritt unseres Projekts auf dem Laufenden halten.

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