Darum geht’s

Heimat ist identitätsstiftend. Eine Landschaft, die unser Inneres berührt, angenehm, vielleicht aber auch unangenehm. Wird in unserer globalisierten Welt die Sehnsucht nach Heimat, Geborgenheit, einst das Selbstverständlichste überhaupt, zur Kampfansage gegen das Fremde? Braucht es eine gemeinsame Sprache, einen verbindenden Dialekt? Sind wir mittlerweile am Weg, der Heimat, unseren Wurzeln, fremd zu werden? Braucht es Wurzeln? Wie sehen Kinder und Jugendliche das Thema?

Ein Auftrag des Landes Vorarlberg in der Paedakoop in Schlins veranlasste uns, das Künstlerpaar Bele Marx & Gilles Mussard, mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort gemeinsam ein Projekt um das Thema Heimat zu entwickeln. Aus Zufall, Zeit und Fantasie wurden bewegte Bilder, die aus den Bereichen der bildenden wie der darstellenden Kunst herausführen – in etwas Neues, das sich der Konkretion verweigert.

Zwei Monate der Vorbereitungen und Proben mündeten in einen festiven Drehtag auf der Burgruine Jagdberg, in dem Performances, akrobatische Aufführungen, spontane Zeichnungen, Kulissenentwürfe, Masken und Kostüme gezeigt sowie Drehbücher zum Begriff Heimat entwickelt wurden. Dabei bereicherten Künstlerinnen und Künstler wie Timna Brauer, Astrid*Walenta und Bertram Gamohn das Projekt – mitunter in ungewöhnlichen Rollen. So konnte man Timna Brauer, die den Soundtrack zur Aufzeichnung komponiert, beim Jodeln erleben.

Seit Oktober 2017 werden immer wieder Sequenzen aus diesem Projekt, Zeichnungen, Szenen, Installationen, gezeigt.

Das enorme Potential dieser Arbeit soll nunmehr künstlerisch erweitert und um Experimentalfilme bereichert werden. Daraus wollen wir einen Hauptfilm entwickeln und als DVD mit Extras und liebevollem Booklet herausbringen. Dies soll zur Grundlage für eine großangelegte, professionell organisierte Wanderausstellung werden.

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Das Besondere an meinem Projekt

Es gibt keine Haupt- und Nebendarsteller: Alle Mitwirkenden, die Kinder, die rund 80 MitarbeiterInnen der Paedakoop sowie die am Jagdberg ansässigen Flüchtlingsfamilien sind aktiv und gleichberechtigt an dem Film beteiligt. Verantwortlich für Drehbuch und Idee zeichnen Bele Marx & Gilles Mussard, die gemeinsam mit den Kindern daran weiterarbeiteten. Dabei sind die Akteure verschiedenen Ateliers zugeteilt, jedes Atelier steht unter der Leitung eines/einer Jugendlichen. Entstehen soll daraus ein vielschichtiges Kaleidoskop aus Bildern und Szenen, in denen die Vorstellungen und Klischees von Heimat spielerisch aufs Korn genommen, hinterfragt und mit einer Prise Selbstironie gewürzt werden. Was sind unsere Vorurteile, was ist das Verbindende von Heimat? Können wir den Begriff neu denken, uns von Verrückung und Verrücktheit anregen lassen?

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Dafür brauche ich Unterstützung

Mit Deiner Hilfe soll ein 40- bis 50-minütiger Film realisiert und eine DVD mit Extras, Booklet, weiteren Experimentalfilmen aus dem gesamten aufgenommen Material als zentrale «Filmskulptur» für die Wanderausstellung produziert werden.

Das Potential dieses umfassenden Projekts zu nutzen und nach außen zu tragen ist uns wichtig:

  • für die Teilnehmenden, damit sie sehen, was es bringt, sich für etwas zu engagieren, daran zu glauben, ohne bereits das Resultat zu kennen.

  • für Außenstehende, damit sie sehen, dass eine Idee zu entwickeln und umzusetzen Zeit erfordert und es mit Effizienz allein nicht getan ist. Wenn Kinder kreativ werden und sich selbst anleiten, entwickeln sie auch den Mut, für etwas zu stehen.

Nach Fertigstellung wird die Arbeit als Film oder als Ausstellung in Form einer Filmskulptur wandern. Erweitert wird sie durch ein Rahmenprogramm aus Konzerten, Performances, Führungen. Die Präsentationen werden flexibel gestaltet werden.

Anfangs war das Projekt nicht in diesem Umfang geplant. Für diese schöne Projekterweiterung fehlt uns noch etwa ein Viertel des Gesamtaufwandes, an dem sich bisher die KünstlerInnen, das Vorarlberger Kinderdorf, die Frohbotschaft Batschuns, das Land Vorarlberg, das Montforthaus und viele andere dankenswerterweise beteiligt haben. Nun wenden wir uns vertrauensvoll an Dich, liebe Crowd, uns auf diesem Weg der Entwicklung zu unterstützen. DANKE!

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