¯\_(ツ)_/¯Hoppla, das Video wurde vom Projektinitianten entfernt.

Abendfüllender Dokumentarfilm

Das neue Filmvorhaben «Heimat ist ein blauer Drache» befasst sich mit Auswirkungen von Dioxin aus den im Vietnamkrieg 1965-72 eingesetzten Herbiziden in Vietnam. (siehe auch http://www.ligtherthanorange.com). Ich plane einen abendfüllenden Dokumentarfilm über eine Familie in Provinz Phú Thọ, Tứ Xã Huyện Lâm Thao, ca. zwei Autostunden nordöstlich von Hanoi.

In thematischer Erweiterung des Filmes «Lighter than Orange», in welchem zwölf Veteranen die Stellvertreter für Millionen Opfern waren, möchte ich mich in dem neuen Film nur die Familie von Bùi Phục Hưng und Chử Thị Thắng konzentrieren. Ihre Tochter Bùi Thị Mến (38) verlor vor mehr als zwanzig Jahren plötzlich ihr Gedächtnis. Bis zu ihrem siebzehnten Lebensjahr war Mến ganz normal in die Schule gegangen, sie zeichnete ebenso gern wie ihr Vater.

Mein Bezug zu den Protagonisten: Ich habe die Familie 2012 bei den Interviews für «Lighter than Orange» kennengelernt. Ich bekam Hưngs Tagebuch aus den Kriegsjahren zum Abschied geschenkt. (siehe Bilder) Seitdem habe ich zu Hưng eine freundschaftliche Beziehung. 2014 und 2018 hatten wir uns bei Filmaufführungen wieder getroffen, die ich in Hanoi mit Kollegen und Studierenden der University of Applied Sciences Europe Berlin im Dorf der Freundschaft und Geothe-Institut organisiert habe.

Das neue Filmprojekt soll durchgehend das ländliche Leben in dem Dorf Tứ Xã Huyện Lâm Thao zeigen. Die Crew wird bewusst sehr klein gehalten, um die täglichen Abläufe so wenig wie möglich zu ändern. Der Hintergrund ist folgender: Üblicherweise kümmert man sich innerhalb des engsten Familienkreises um die Betreuung Kranker, Hilfe von außen erwartet man meistens nicht. Die Frage nach der Schuld wird von Vietnamesen oft so beantwortet: Wenn es nicht uns, dann hätte es jemanden anderes getroffen.

Das Dorf ist eine sehr kleine Siedlung, in der wie überall im Land Reis angebaut wird und hat eine einfache Infrastruktur. Die nächste Fach-Klinik befindet sich in Hanoi. Hier wurde die genetische Änderung bei Mến diagnostiziert.

Die Kamera wird ruhig und zurückhaltend geführt. Der Film lebt von eindringlichen Beobachtungen aus dem Alltag der Familienmitglieder, ihre Wegen im Haus, im Garten und durch das Dorf.

Ich leite das Projekt als Filmemacher. Bei der Kameraarbeit werde ich von zwei begabten Kameraprofis unterstützt, die ehrenamtlich das Projekt unterstützen: Kin Wah Lok, China, und Kimia Kazemi, Iran.

Die Filmmusik wird volkstümlicher Gesang bei der Arbeit sein, evtl. auch bei Festen oder anderen Zusammenkünften. Es werden Lieder von der professionellen Sängerin Dương Kim Ánh, Hoi An, Vietnam eingesungen werden (siehe Liedbeispiel).

Beispiel für einen Liedtext: Heimat ist süße Sternfrüchte, die ein Kind jeden Tag pflückt. Heimat ist ein Schulweg, auf welchem ein Kind auf dem Heimweg viele gelbe Schmetterlinge sieht. Heimat ist ein blauer Drache, mit dem ein Kind auf dem Reisfeld spielt. Heimat ist ein kleines Boot, das sich ungestört auf dem Fluß schaukelt. Heimat ist eine kleine Bambusbrücke, auf der die Mutter mit dem schräg getragenen Hut zurück kommt. Heimat ist eine vom Mondlicht erhellte Nacht, in welcher die Terrasse voll von weißen gefallenen Betelpalme-Blüten bedeckt ist. Heimat hat jeder nur eine, genau wie nur eine Mutter. Wer die Heimat nicht vermisst, wird kein guter Mensch.

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Der Film ist ein unabhängiges Projekt.

Mit diesem Film soll stellvertretend auf das Schicksal von tausenden vietnamesischen Familien hingewiesen werden, die bis heute unter den Auswirkungen von Dioxin leiden. Es ist beabsichtigt, Gelder einzuwerben, die die medizinische Betreuung von Mến verbessern.

Kosten für Filmaufnahmen: Equpiment, Transportkosten und Unterbringung der Film-Crew in Tứ Xã Huyện Lâm Thao

Für die Anmietung des Equipments, die Technikversicherung, die Transportkosten nach Hanoi und zurück, zwei Wochen Unterbringung für die dreiköpfige Filmcrew in dem kleinen Dorf Tứ Xã Huyện Lâm Thao (Nordvietnam) sowie 12 Tage Übersetzer*n (vietnamesisch>deutsch/englisch) sowie Equipment werden die eingeworbenen Mittel benötigt. Die Filmaufnahmen sollen im Februar/März 2020 stattfinden.