Wer nicht auf die U-40-Fraktion der Kunst setzt, hat ein Problem, denn nicht wenige Stiftungen unterstützen ausschliesslich junge Kunst. Diesen Umständen mag ich mich nicht fügen. Es entstehen zwar Finanzierungslücken, aber die kann man heute zum Glück crowdfunden – oder es zumindest versuchen.

Das steckt dahinter

Der 1850 gegründete Kunstverein Solothurn lädt mich ein, die Seite zu wechseln und 2013 eine Ausstellung zu kuratieren. Sie hat zum Ziel, 5 Künstlerinnen und Künstler aus der Solothurner Kunstszene zusammen mit 5 Künstlerinnen und Künstlern aus der Schweiz oder aus dem Ausland vorzustellen. Die Ausstellungsreihe wird seit 2006 organisiert und jeweils von externen Kuratoren gestaltet. Die Ausstellung erhält jeweils Gastrecht im Kunstmuseum Solothurn, diesmal (auf meine Vermittlung) auch in der Stadtgalerie Mannheim. Austausch ist alles.

Die Herausforderung

Ich zeige in Mannheim und Solothurn zehn Positionen, die zu Unrecht kaum jemand im Fokus hat. Unbekannte, wenig bekannte, verkannte oder gar vergessene Künstlerinnen und Künstler. Aus dem Kanton Solothurn: Elisabeth Strässle (1942), Pavel Schmidt (1956), Fraenzi Neuhaus (1957), Onur Dinc (1978) und Sam Graf (1984), aus Mannheim: Barbara Hindahl (1960), Myriam Holme (1971), Philipp Morlock (1974), Gretta Louw (*1981). Eine Position ist noch geheim.

Das gibt es zum Dank

Damit sich die Ausstellungskasse möglichst prall füllen kann und der Ausstellungskatalog möglichst fett wird, gibt es eine neue Finanz-Edition von mir: «Das Museum» (das Kunstmuseum Solothurn bei Schneefall), ein Wertpapier, 150x228mm, gesiebdruckt «gold» (1000.-), «silber» (750.-), «bronze» (500.-).

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