Im Cirque de Loin treffen sich Schauspiel, Zirkus, Physical Theatre, Trash und Poesie. Um weiter mit dem Zelt touren zu können, brauchen wir eine neue Tribüne für unser beloved Publikum.

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CHF 20’720

94% de CHF 22’000

94 %
Objectif additionnelä
  • Objectif de financement: CHF 20’000 atteint
  • Objectif additionnel: CHF 22’000
  • Que l’objectif additionnel soit atteint ou non, le montant collecté sera reversé au projet.

148 contributeur*rices

3 heures restantes

Neu, schnittig, safe as hell und frisch geprüft: Die neue Tribüne

Cirque de Loin realisiert seit 2009 interdisziplinäre Projekte an der Schnittstelle von Schauspiel, Zirkus, Physical Theater, Musik, Trash und Poesie. Seit 2017 sind wir mehrheitlich im eigenen Zirkuszelt unterwegs. Die Ästhetik des Raumes im Zirkuszelt unterstützt die Wirkung unsere Stücke und unsere Handschrift. Das Spiel mit der Zirkusatmosphäre, mit der Erwartungshaltung, die dieser Raum kreiert, mit den Bildern von traditionellen Zirkussen, die wir brechen und gerne zitieren – das spielt uns im eigenen Raum künstlerisch sehr zu.

Wir können mit unserem Zelt Orte bespielen, die sonst nicht bespielt werden und so Publikum erreichen, das wir sonst nicht erreichen würden. In der Nähe von Wagenplätzen; am Fluss, wo Spaziergänger*innen vorbeikommen; neben Pop-up Kneipen und auf Zwischennutzungen. Das Publikum, das den Weg zu uns ins Zelt findet, ist dadurch sehr gemischt: das interessierte Theaterpublikum und auch Menschen, die sonst nicht unbedingt ins Theater gehen.

Mit dem Zelt alleine können wir aber das Publikum noch nicht empfangen - es muss ja auch wo sitzen können. Bisher hatten wir eine Zuschauer*innen-Tribüne, die wir vor Jahren Occasion gekauft haben. Nun ist es aber so, dass dieses Jahr der TÜV für unsere Tribüne abgelaufen ist - sie entspricht nicht mehr den neuen Sicherheitsbestimmungen. Ohne geprüfte Tribüne verlieren wir unsere Zirkusbewilligung und damit die Bewilligung, spielen zu dürfen.

Die neue Tribüne wird von RAAP Hamburg – textile architecture&manufacturing hergestellt. Fast 200 Menschen haben auf der neuen Tribüne Platz. Sie kann in diversen Formationen aufgebaut werden. Klassisch-zirzensisch rund, oval auf zwei Seiten der Bühne oder auch frontal mit 150 Plätzen. Wenn die Tribüne nicht im Cirque de Loin in Gebrauch ist, kann sie von anderen Veranstalter*innen gemietet werden– für Freilichtproduktionen oder in Hallen (Grosse Halle Reitschule Bern, Interfestival Paula St.Gallen, AUA wir leben, etc..). Somit kann ein grosses Publikum von der Investition in die Tribüne profitieren.

  • ooooh alte Tribüne, we have to let you go...
    ooooh alte Tribüne, we have to let you go...
  • ...ooh neue Tribüne, so tätest du ungefähr aussehen!
    ...ooh neue Tribüne, so tätest du ungefähr aussehen!
  • Show «L’Homme n’existe pas»
    Show «L’Homme n’existe pas»
  • Show «Soror»
    Show «Soror»
  • Show «Underground Fight Cabaret»
    Show «Underground Fight Cabaret»

Family Cirque de Loin - zwischen Kunst und Alltag

Cirque de Loin wird von Michael Finger, Noah Egli und Newa Grawit als Kollektiv geleitet. Unterstützt wird das Leitungteam vom technischen Team Valerio Rodelli, David Grütter und Maria Liechti, die sich um die hard-ware kümmern, das tollste Licht der Welt machen und unsere Projekte vertonen, das es wummst. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Performer*innen zusammen, die unsere Bühnen bespielen. Manche von uns sind Eltern und so sind zwischen 3 und 6 Kinder mit von der Partie. Unsere Projekte und Tourneen verbinden die Kids, die Erwachsenen, die Kunst und den Alltag zu einem grossen Ganzen - mit allen ups und downs, die da dazu gehören.

Menschen sind berührt und aufgewühlt von unseren Stücken. Der Cirque de Loin polarisiert. Wir haben den Anspruch, Stücke am Puls der Zeit zu kreieren. Wir lassen uns von gesellschaftspolitischen Diskussionen und persönlichen Themen inspirieren. Wir übersetzen diese Inhalte in unsere assoziative und sehr physische Bühnensprache. Momentan spielen wir 3 Stücke, national und international (CH-Tournee, at.tension, etc..) und weitere Projekte sind in Planung.

«Soror» setzt sich mit gewaltsamen Familienstrukturen und dem Tod auseinander - und ist dabei ein feministisches Statement in Bezug auf die weibliche Sozialisierung. Die 4 Frauen auf der Bühne verhalten sich alles andere als «weiblich» und brechen mit sämtlichen Konventionen.

«L’Homme n’existe pas» dreht sich um die toxische Männlichkeit, die Rollenbilder und Klischees, in denen auch die zwei auf der Bühne stehenden cis-Männer gefangen sind. In clownesken und poetischen Bildern wird das Regelwerk «Mann» dekonstruiert – oder wenigstens versucht. Denn das Dekonstruieren vom eigenen Rollenbild fällt schwer.

«Underground Fight Cabaret» ist eine mit gesellschaftkritischen Bomben gespickte Wrestling-Show, ein Plädoyer für die Befreiung des Körpers und eine sinnliche Freakshow, die das Publikum zum mitbrüllen und mitbuuhen einlädt und ihm in poetisch-ruhigen Momenten die Vergänglichkeit unseres Seins zuflüstert. Der Kapitalismus und das Patriarchat bekommen auf die Fresse – und stehen dann halt eben doch wieder auf.

Unser Betrieb läuft immer intensiver. Im letzten Jahr hatten wir 2 Premieren und diverse Gastspiele. Im Winter 2023 spielten wir «SOROR», das Kinderstück «Es Kamel im Zirkus» im Zehendermätteli in Bern. Im Juni 2023 hatte das Stück «L’Homme n’existe pas» Premiere und reiste durch die Schweiz. Im Dezember feierte «Underground Fight Cabaret» Premiere, eine Zusammenarbeit mit der Wrestling Formation «Brigade Brut», und spielte als untraditionelles Wintervarieté 6 Shows im Zehendermätteli. Die Planung geht weiter: diesen Sommer folgt eine weitere Tournee mit «L’Homme n’existe pas», das «Underground Fight Cabaret» ist im Gespräch mit dem Festival «at.tension» bei Berlin und wurde für Dezember ’24 für 9 Vorstelllungen nach Basel eingeladen– im Zelt, versteht sich. Für 2025 sind 2 neue Produktionen geplant plus die erneute Wiederaufnahme des Winter-Varietes.

Ohne die Tribüne müssen wir unseren Betrieb einstellen. Das bedeutet keine Jobs mehr für unser Team, keine Stücke mehr für unser beloved Publikum und keine Family Cirque de Loin mehr. Uiuiui.

  • Newa Grawit und Noah Egli, mit Michael das Leitungsteam von Cirque de Loin
    Newa Grawit und Noah Egli, mit Michael das Leitungsteam von Cirque de Loin
  • Michael Finger, mit Newa und Noah das Leitungsteam von Cirque de Loin
    Michael Finger, mit Newa und Noah das Leitungsteam von Cirque de Loin
  • Valerio Rodelli, Musikus und Techniker im CdL
    Valerio Rodelli, Musikus und Techniker im CdL
  • Cirque de Loin on Tour (Holzpark Klybeck Basel)
    Cirque de Loin on Tour (Holzpark Klybeck Basel)

Einen Teil der Finanzierung der Tribüne

Die Tribüne neu zu bauen kostet 65’000 Franken. Und die haben wir ganz und gar nicht. Das liebeliebe Geld fliesst (noch??) nicht so, wie wir es gerne hätten. Und darum brauchen wir für einen Teil der Investition in die Tribüne Euch!

Eine wunderbar volle Tribüne. Show «Domoi» in Zusammenarbeit mit der Zirkuscompagnie My!Laika
Eine wunderbar volle Tribüne. Show «Domoi» in Zusammenarbeit mit der Zirkuscompagnie My!Laika