Im musikalischen Kurzfilm Odomo, lebt ein streunender Poet im Innenraum seiner Gitarre. Eine bildstarke Geschichte voller Witz und Poesie eines Filmstudenten der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).

CHF 5’375

122% of CHF 4’400

"122 %"
This is how it worksä

The «all or nothing» principle applies: The project only receives the funds if the funding target is reached or exceeded.

48 backers

Successfully concluded on 2/12/2018

In Odomos Gypsygitarre

Odomo, ein streunender Tzigane, findet sich eines Tages in seiner Gitarre wieder. Er sieht sich um und staunt: Die Gitarre ist in miserablem Zustand. Überall Dreck und Staub, verblasste Farbschichten, die von den Wänden abblättern. Die wirkliche Aussenwelt meint es mit Odomo nicht allzu gut. Als er an einer Strassenecke seine glühenden Lieder spielt, wird er von einem Verkäufer mit einem Besen weggeprügelt. Und genau in diesem Moment nimmt der winzig kleine Odomo im Innern seiner Gitarre diesen Besen und beginnt damit den Boden zu fegen. Als dem grossen Odomo draussen bei einem missglückten Auftritt das Plektrum in die Gitarre fällt, klopft der kleine Odomo drinnen damit den verstaubten Gitarrenteppich aus. Und als die Mithäftlinge den grossen Odomo im Knast verdreschen und ihm als Zugabe einen Zigarettenstummel in den «hölzernen Aschenbecher» werfen, bastelt der kleine Odomo aus dem Filter einen Farbroller, klettert die Tonleiter hoch und streicht die Innenwände kunterbunt.

Unser Herzblut

Der Ursprung dieses Projekts liegt in der Musik und in den Geschichten der Tziganes, mit denen Emanuel Hänsenberger aufwuchs. Seine Eltern, die Musique Simili (www.simili.ch), begannen sich durch diese Musik füreinander zu interessieren und finanzieren damit ihr Leben. Vor zwei Jahren begann Emanuel die Idee zu entwickeln, eine Geschichte fast komplett im Inneren einer Gitarre zu erzählen, Odomos Gitarre. Dieser Innenraum steht symbolisch für Odomos Seelenzustand. Es ist der einzige Ort, wo sich der Tzigane eine Heimat erschaffen kann. Die Schicksalsschläge, die er in der Realität erleidet, nimmt man nur indirekt wahr. Odomo nutzt diese widrigen Umstände, um sich, respektive seine Seele, respektive seinen Körper, respektive seinen Gitarrenkörper zu stärken.

Der Hauptcharakter von Odomo soll vom begnadeten Gitarristen und Sänger Ioanes Vogele verkörpert werden. Zuerst bei Comedia Mundi, der Gypsy-Band von Longo maï, schreibt und interpretiert er seit bald 20 Jahren seine eigenen Chansons (http://ioanes.free.fr). Die russischen und balkanischen Roma-Songs bilden seinen musikalischen Hintergrund, zu dem er immer wieder zurückfindet. Vogele ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Films, da seine Chansons und seine Person Hänsenberger zur Figur des Odomo inspiriert haben. Seine verführerische Stimme und der Klang seiner Gitarre bilden den akustischen Kern des Films. Durch mehrere Studiosessions soll die Präsenz seiner Figur auch auf der Tonebene verstärkt werden.

Mit Lukas Bösch (www.lukasboesch.com) wurden bereits in der Vergangenheit erfolgreich Projekte abgeschlossen. Aus diesem Grund wird er bei diesem Projekt erneut die Kameraführung übernehmen. Der gesamte Filmstab wird aus 20 bis 30 jungen Studierenden bestehen.

Dafür brauchen wir deine Unterstützung

Für den Bau der Kulissen ist die talentierte Szenografin Silja Senn verantwortlich. Silja erhält die wertvolle Beratung des Schreiners Anindo Clematide, sodass diese mithilfe eines grossen Teams den Bau der Gitarre planen und durchführen können. In so grossen Dimensionen, dass Odomo und seine Gedanken darin eine Bühne erhalten. Die Kulissen könnten in Zukunft auch für ein entsprechendes Theaterstück weiterbenutzt werden. Vorerst dienen sie aber als Filmkulisse. Sie werden entsprechend den Bedürfnissen des Drehbuchs von der Szenografin Silja Senn und ihrem Team gestaltet und gebaut. Das gesammelte Geld wird dazu benutzt, die Kosten für den Bau des Dekors zu decken. Falls noch etwas mehr rausspringt, wird der restliche Beitrag in die Erarbeitung eines gleichnamigen Theaterstücks investiert.