Permakultur, ist Nachhaltigkeit pur

Claudio staunte nicht schlecht, als er vor einigen Jahren von Permakultur hörte. Er war gerade bei einem Schulfreund auf Besuch, als dieser ihm erzählte, dass jemand auf über 1100 m.ü.M. eine enorm produktive, und eine im Einklang mit der Natur stehende Landwirtschaft betreibt. Er dachte, dass dies nicht möglich sei, doch ein Jahr später stand er selbst in diesem Paradies. Er erkannte schnell, dass das eine nachhaltige Lösung ist, um gegen die Klimaerwärmung und die Ressourcenknappheit anzutreten. Es liess ihn bis heute nicht mehr los.

Anabel erlebte 1990 die schwierige Zeit in Kuba mit, als die Sowjetunion zusammenbrach. Die Sowejetunion war Kubas einziger Lieferant von Erdöl und Treibstoffen. Da die kubanischen Landwirtschaftsmaschinen sehr viel Sprit tranken, blieben sie stehen und auf den Äckern wurde nichts mehr produziert. Viele Menschen begannen in dieser Not ihr eigenes Gärtchen und ihre Hinterhöfe zu bepflanzen. Erstaunlicherweise haben sie dabei vieles nach heutigen Permakulturprinzipen angebaut.
Über das was mit Permakultur in unseren Breitengraden möglich ist möchten wir einen Dokumentarfilm drehen, um Menschen, die daran interessiert sind, Permakultur näher zu bringen.

Darum gehts im Film

Es soll ein Dokumentar-Film über Permakultur in der Schweiz und im nahgelegenen Alpenraum entstehen. Wir begleiten drei Menschen auf ihrem Weg zu ihren eigenen Permakultur-Projekten. Zusammen mit ihnen spüren wir diverse Projekte in der Schweiz und im nahen Ausland auf und gehen der Frage nach, was mit Permakultur in unseren Städten, Bergen, Gärten, Balkonen und auf Bauernhöfen, wirklich möglich ist. Erfahrene Permakulturschaffende erläutern unseren Protagonisten die Grundsätze der Permakultur und warum sie auf diese Art und Weise wirtschaften. Wir begleiten unsere Pioniere beim Aufbau ihrer eigenen Projekte, die gänzlich ohne Chemie, Gentech und grosse Maschinen auskommen und dennoch äusserst produktiv sind. Dabei dokumentieren ihre Erfolge und Rückschläge. Dazu konfrontieren wir Verantwortliche in Politik und Wirtschaft. Der Film soll ein fundiertes Grundwissen vermitteln und dazu animieren, es unseren Protagonisten und Permakultur-Pionieren nachzutun.

Warum ist es uns wichtig

Die Klimaerwärmung ist eine der grössten Herausforderung unserer Zeit. Ob es sich allein durch Menschenhand oder durch natürliche Vorgänge erwärmt, es verändert sich. Die heutige Landwirtschaft ist enorm empfindlich auf allerlei äussere Einflüsse. Chemieeinsätze nützen nicht gegen die Witterung, und die Befürchtung ist gross, dass Gentechnik mehr Probleme schafft, als das sie löst. Auch Landwirtschaftsmaschinen benötigen viel mehr Energie, als aus Ackerbauprodukten zurückgewonnen werden kann.
Es ist wichtig sich angesichts von Klimaveränderungen und Ressourcenknappheit auf nachhaltige, naturnahe Anbaumethoden zu besinnen, die für neue Hoffnung sorgen. Permakultur kann Menschen ernähren ohne die Ressourcen auszuplündern. Man kann die Energieaufwändige Monokuktur verlassen und zu kleineren gesünderen Strukturen finden.

Was ist Permakultur?

Ein Waldrand mit Büschen und Beeren ist üppig und äusserst produktiv. Durch genaue Beobachtung lassen sich solche in der Natur vorkommende Prinzipien auf Ess und- Nutzpflanzen übertragen. Permakultur ist daher eine Planungs- und Entwurfsmethode, die solche Verhältnisse berücksichtigt. Deren wichtigster Grundsatz besteht darin, mit der Natur zu arbeiten, anstatt gegen sie. Das Ziel der Permakultur sind stabile, sich selbst regulierende und sich selbst erhaltende Systeme. Um dieses Ziel zu erreichen, wird versucht, die Aktivitäten von Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt auf möglichst vielen Ebenen zur gegenseitigen Förderung zu verflechten. Solche Systeme halten auch der Klimaveränderung stand.

Um folgende Fragen im Film zu beantworten brauchen wir deine Unterstützung

Inwieweit stellt Permakultur eine Lösung der Probleme dar, die Klimaveränderung, Ressourcenknappheit und steigende Bevölkerungszahlen mit sich bringen?

Und wenn Permakultur unentbehrlich ist angesichts der Gefahren der Klimaerwärmung und des Hungers auf der Erde, warum wird Permakultur dann nicht flächendeckend eingesetzt? Warum wird sie nicht offiziell angewandt? 

Was gibt es bereits für Ansätze und was kann ein Einzelner dazu beitragen? Warum ist es so wichtig, gerade jetzt zu beginnen?

Wie sieht generell der Unterschied zwischen konventioneller und permakultureller Landwirtschaft aus? Was sind die Vor- und Nachteile der Permakultur?

Zu 46% konnte sich die Schweiz während des 2. Weltkrieges selbst ernähren. Wie sieht das heute mit Permakultur aus, jetzt wo das Land zugebaut und die Zersiedelung sehr stark fortgeschritten ist und Umweltgifte überhand nehmen? Wie weit könnte sich ein Land wie die Schweiz heute mit Permakultur selbst versorgen? 

Aufgezeigt wird, dass Permakultur wirklich die nachhaltige Lösung angesichts der Klimaveränderung, Ressourcenknappheit und steigenden Bevölkerungszahlen ist. Doch ist das wirklich so einfach wie es sich anhört? Ist es wirklich die Lösung?