Wer & Warum

Wir sind 2 Filmemacher, Anabel Rodriguez (selbst vor 5 Jahren nach Österreich gekommen) und Sepp Brudermann (hier geboren). Bei den Bildern der Flüchtlingstragödie, die uns tagtäglich ins Haus geliefert werden, war uns schon bald klar, dass Zuschauen keine Option ist. Vor allem die unglaubliche Zahl von 1200 und mehr unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Lager Traiskirchen hat uns geschockt. Und so wurde eine Idee geboren...

Darum gehts:

In Zusammenarbeit mit den Filmemachern Ehsan Ehsani aus Afghanistan und Amir Goodarzi aus dem Iran wollen wir mit einer Gruppe Jugendlicher im Lager Traiskirchen wöchentliche FILMWORKSHOPS abhalten mit dem Ziel kurze dokumentarische Arbeiten mit ihnen zu produzieren, die dann im Rahmen des this human world Film Festivals im Dezember gezeigt werden sollen. Es geht also nicht nur um ein «Unterhaltungsprogramm» sondern den Kids sollen durchaus die Grundzüge des Filmemachens näher gebracht werden. Natürlich ist uns bewusst, dass diese später wahrscheinlich keine Filmemacher werden, aber wir denken die Aufmerksamkeit und vor allem auch das Erfolgserlebnis – wenn der von ihnen produzierte Film dann im Kino zu sehen ist – wird einen positiven Einfluss auf die Jugendlichen haben und ihnen zeigen, dass auch hier – in dieser neuen fremden Welt – Dinge möglich sind und eine hoffentlich bessere Zukunft auf sie wartet. Einen weiteren Effekt erhoffen wir uns natürlich auf der Seite des Publikums, indem durch den Schritt in eine breitere Öffentlichkeit im Rahmen des Festivals oder eventueller späterer TV Ausstrahlungen Einblicke in die Welt und das Leben dieser Jugendlichen gegeben werden und diese dann hoffentlich zum Abbau von Angst und eventuell vorhandenen Ressentiments in der österreichischen Bevölkerung beitragen.

Die Jugendlichen

Wir waren schon einige Male in Traiskirchen, und haben schon eine Gruppe interessierter Jugendlicher, die sich sehr auf die Workshops freuen.

this human world

Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem this human world Film Festival organisiert, welches nicht nur garantiert, dass die produzierten Filme eine Öffentlichkeit erreichen, sondern auch seine gesamte Infrastruktur und sein Netzwerk zu Verfügung stellt. Weiters wird das Projekt von den Wiener Kinderfreunden, der österreichischen Asylkoordination, dem Sender OKTO und nicht zuletzt von Andreas Babler, dem Bürgermeister von Traiskirchen unterstützt.