Pechsträne im Spirituosenparadies

Fast hätte die 100-jährige Brennerei des 95-jährigen Ruedi Zeltner für immer geschlossen werden müssen. In letzter Minute hat eine Gruppe von Enthusiasten beschlossen, die Brennerei anfangs 2017 zu übernehmen. Sie hat sich mit viel Elan an die Arbeit gemacht und viel Arbeit und viel Geld investiert. Doch dann tauchten Schwierigkeiten auf, die aus eigener Kraft nicht bewältigt werden können. Wegen des Jahrhundertfrost findet fast kein Lohnbrand statt (-70 Prozent Einnahmen) und ein neuer Dampfkessel musste gekauft werden (80 000 Franken). Die Durststrecke bis zur nächsten Brennsaison ab Juli/August 2018 kann mit viel Gratisarbeit, mit dem Verkauf von Aktien und Veranstaltungen überbrückt werden. Aber für die Reparatur des grössten Brennhafens, der auch noch ausgestiegen ist, reichen die Mittel nicht. Die Reparatur und die dringend nötige Revision der ganzen Anlage kostet 25 000 Franken. Ohne die Reparatur wird die Brennerei die nächste Brennsaison nicht bewältigen können. Und damit würde das Bestreben, die 100 Jahre alte Brennerei der Nachwelt zu erhalten, scheitern.

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Die einzige Brennerei im Schwarzbubenland

Die Destillerie Zeltner ist eine wichtige Anlaufstelle für Bauern und Gartenbesitzer in Dornach und Umgebung, die ihr überschüssiges Obst brennen wollen. Daneben produziert Zeltner erstklassige Eigendestillate, die immer wieder prämiert werden. Dank dem neu eingerichteten Eventraum führt sie Veranstaltungen durch wie Apéros, Treberwurst-Essen, Whiskykurse und Gin-Sessions.

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Dafür brauchen wir Unterstützung

Der grösste der fünf Brennhäfen ist defekt, in der Brennblase hat sich ein grosser Riss gebildet, er muss fachkundig repariert werden. Doch damit nicht genug: Die ganze Anlage ist in die Jahre gekommen, es tropft und dampft aus allen Rohren. Sie muss dringend revidiert und einer Grundreinigung unterzogen werden. Zusammen kostet das die Brennerei 25 000 Franken.

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