Den öffentlichen Naherholungsraum am See schützen

Die Kantonalbank will zum 150 Jahre Jubiläum 2020 eine Seilbahn übers Seebecken bauen. Sie nennt es eine begeisternde und innovative Vision, was es 1939 und 1959 bis 1966 schon mal gab. Doch die Bahn beeinträchtigt das Landschaftsbild, ist unökologisch und gefährdet das hochgeschützte Seeufer. Die Stationen besetzen während fünf Jahren viel genutzten Öffentlichen Raum, die Spielwiesen in der Badanstalt Mythenquai und beim Zürichhorn (Blatterwiese). Die Bahn ist kein Geschenk, sondern wird mit teuren Fahrpreisen finanziert.

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Den Spiel- und Badespass weiterhin ermöglichen

Wir sind eine Interessengemeinschaft, die sich bei der gemeinsamen Sammlung für eine Petition zusammen gefunden hat. 2’200 Unterschriften haben wir in kurzer Zeit gesammelt und am 19. September 2018 Stadträtin Mauch überreicht. Initiiert wurde die Sammlung vom Verein Pro Badi Mythenquai, tatkräftig unterstützt vom Quartierverein Riesbach. Dieser engagiert sich seit je für die öffentlichen Interessen an der Seeanlage (Blatterwiese). Mittlerweile sind wir über 60 Mitglieder und es werden täglich mehr. Wir alle wollen:

  • den Spiel- und Badespass im naturgeschützten Naherholungsgebiet am See weiterhin ermöglichen.
  • die öffentlichen Parks und Badeanlagen vor dem Zugriff einer reinen Tourismusbahn verteidigen
  • das einzigartige Landschaftsbild und den ungestörten Blick auf die Alpen erhalten
  • die angrenzenden Quartiere vor parkplatzsuchenden Autos und Reisecars verschonen

Wir setzen uns ein für zukunftsfähige, nachhaltige und ökologische Verkehrslösungen. Ein innovatives, solarbetriebenes Pendelschiff zwischen Tiefenbrunnen und Wollihofen ist unser Traum.

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Es bleibt nur noch der teure Rechtsweg, um die Bahn zu verhindern

Die Bevölkerung hatte zum gigantischen, rückwärtsgewandten 60-Millionen-Projekt nichts zu sagen. Mit Petitionen für eine nachhaltige Schiffsverbindung und vielfältigen Aktionen hat sich die IG Seebecken Seilbahnfrei gegen das Projekt ausgesprochen. Aufgrund dieses öffentlichen Drucks korrigierte der Zürcher Gemeinderat am 9. Januar 2019 mit grossem Mehr die voreilige Zustimmung von Kanton und Stadt zur sogenannten Züribahn. Leider hat dieser Entscheid keinen Einfluss aufs laufende Verfahren. Uns bleibt nur der teure Rechtsweg. Er kostet mindestens 25’000 Franken!

Die IG Seebecken hat nebst vielen weiteren Mitgliedern unter ihrem Dach 15 zu Einsprache Berechtigte versammelt. Diese ziehen keinen besonderen persönlichen Nutzen aus der Verhinderung der Bahn. Sie vertreten ein gesellschaftliches Anliegen, das nach entsprechend breiter Unterstützung ruft.

Unsere Erfahrung: Es handelt sich um einen Kampf David gegen Goliath. Viele Leute von links bis rechts lehnen die Seilbahn ab. Viele machen die Faust im Sack. Denn die ZKB ist auch ein wichtiger Sponsor vieler (guter!) Projekte. Umso mehr braucht es hier ein Gegensignal. Nicht nur ein symbolisches, sondern auch ein finanzielles. Herzlichen Dank!

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