SERO-App für Jugendliche
von Kerstin Denecke
Was ist das Problem?
Stell dir vor, du bist jung, überfordert von den Ansprüchen der Eltern, der Freund:innen, der Welt. Gedanken werden schwerer, Nächte länger – und Hilfe scheint weit weg. Genau so geht es vielen Jugendlichen.
Die Suizidpräventions-App SERO wurde vom Entwicklerteam des Instituts Patient-centered Digital Health der Berner Fachhochschule zusammen mit der Luzerner Psychiatrie entwickelt, um Erwachsene in solchen Momenten zu unterstützen. Seit 2022 ist sie in den App-Stores verfügbar und stellt u.a. einen Sicherheitsplan, ein Selbstassessment, Notfallnummern und eine Schatzkiste für positive Gedanken und Bilder bereit, um in Krisenmomenten zu begleiten.
Doch bisher spricht die SERO App Jugendliche noch nicht an – weil sie nicht auf sie zugeschnitten ist.
Das wollen wir mit deiner Hilfe ändern.
Wir gehen direkt auf Jugendliche zu. Wir hören zu und fragen nach. In Gesprächen und Workshops mit Jugendlichen, Fachpersonen und Angehörigen erfahren wir, was ihnen helfen kann – und wie die SERO-App sie unterstützen kann.
Auf Basis dieser Erkenntnisse möchten wir die App anpassen – in Design, Sprache, Funktionen und Nutzerführung. Ziel ist es, eine wirksame, niedrigschwellige Unterstützung zu schaffen, die Jugendliche in schwierigen Momenten wirklich erreicht.

Was wollen wir verändern?
Wir entwickeln nicht über ihre Köpfe hinweg – wir entwickeln mit Jugendlichen und im Trialog mit ihnen, Fachpersonen und Angehörigen. Ihre Erfahrungen, ihre Gefühle und ihre Realität stehen im Mittelpunkt. In Workshops werden wir ermitteln, wie die App angepasst werden muss - vielleicht mit einer Tagebuchfunktion oder einem Tagescheck-in? Konkreten Übungen zur Emotionsregulation? Eine für Jugendliche ansprechende Sprache? LGBTQ+-inklusive Inhalte? Wir verbinden wissenschaftliche Methoden mit partizipativer Entwicklung. Die enge Zusammenarbeit mit der Luzerner Psychiatrie schafft uns Zugang zu den Jugendlichen und Fachpersonen. So entsteht eine Lösung, die nicht nur gut gemeint ist, sondern tatsächlich genutzt wird und vor allem: unterstützt.

Dafür brauchen wir Unterstützung
Um dieses Projekt umzusetzen, benötigen wir finanzielle Unterstützung für: Planung und Durchführung von 3 Workshops und Interviews mit Jugendlichen, Fachpersonen und Angehörigen (6’000 CHF) - Wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse, Konzipierung und Umsetzung neuer Funktionen (28’000 CHF) - Testphasen und Optimierung sowie Bekanntmachen der SERO-App für Jugendliche (6’000 CHF). Wir planen in zwei Schritten, um zumindest etwas zu erreichen: Workshops und Konzipierung sowie erste Anpassungen (Summe: 20’000 CHF) und Entwicklung neuer Funktionalitäten und Evaluierung (Summe: 20’000 CHF)
Die App soll 2027 für Jugendliche verfügbar sein. Hilf mit, eine App zu schaffen, die Leben retten kann. Gemeinsam können wir Jugendlichen eine zusätzliche Unterstützung in Krisenmomenten ermöglichen.
