¯\_(ツ)_/¯Hoppla, das Video wurde vom Projektinitianten entfernt.

«Das unbegreifliche Schweigen der Welt» - ein öffentlicher Dialograum

«Das unbegreifliche Schweigen der Welt» ist ein Projekt im öffentlichen Raum, das sich mit den Zusammenhängen von Philosophie und Physik auseinandersetzt.

Ausgangspunkt bildet die Auseinandersetzung mit dem Schwarzen Loch, das für die Ungreifbarkeit der Weltkonstitution steht und ein Bindeglied zwischen Themen der Kunst, der Naturwissenschaft und der Philosophie darstellt.

Mittels einer Installation und einer darin stattfindenden Performance wird versucht Themen des Existenzialismus und der zeitgenössischen Theorien der Physik in künstlerische Formen zu übertragen und dadurch erfahrbar zu machen. Weitere Veranstaltungen in Form von Talks, Lesungen und Workshops mit PhysikerInnen, PhilosophInnen und Historiker*Innen, nehmen sich der Vermittlung von neusten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen an und stellen diese in einen philosophischen wie gesellschaftspolitischen Kontext.

Durch das Zusammenspiel der diversen Veranstaltungen entsteht ein Gesamtprojekt, welches über einen Zeitraum von fünf Tagen einen öffentlich zugänglichen Dialograum schafft.

Lokalisiert ist das Projekt auf dem Bullingerplatz im Kreis 4 in Zürich. Der Platz mit seinem zentrierten Springbrunnen, den sternförmig zulaufenden Strassen sowie den umliegenden Genossenschaftsbauten ist aus architektonischer, wie historischer Sicht interessant und ideale um eine möglichst heterogene Gruppe an «Partizipierenden» zu erreichen.

Das Projekt ist als «Special Guest» Teil des Programmes der «Gasträume - Kunst auf öffentlichen Plätzen Zürichs» welche die Stadt Zürich ausschreibt.

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Interdisziplinarität, Austausch, Dialog

Die Welt ist ständigem Wandel unterworfen. In Zeiten der Beschleunigung, der Entfremdung und der Gegenwartsschrumpfung verlieren bewährte Strukturen schneller den je zuvor an Gültigkeit und somit an Wert. Ängste tun sich auf, wo Sinn zerfällt, das Absurde zu Tage tritt und das Individuum sich nicht mit dem Schweigen der Welt gemütlich machen kann.

Die Gesetzmässigkeiten unserer unmittelbar wahrnehmbaren Umwelt reichen nicht mehr aus, um den Kosmos in seiner Gänze erklären zu können. Die Naturwissenschaften, vordergründig die Theoretische Physik, sucht nach neuen universellen Variablen und Theorien und gibt damit vermeintliche Wahrheiten der Willkür der Welt preis. So verzichtet z.B. die Schleifenquantengravitations-Theorie auf die Variablen t (Zeit) sowie x (Raum), was einer Revolution in der Theoretischen Physik gleichkommt. Unsere gefühlte Realität wird in Frage gestellt. Neue Realitäten sind nicht mehr mittels unserer Sinnesorgane wahrnehmbar und begreifbar zu machen. Zeitgenössische, empirische Erkenntnisse gründen viel mehr nur noch auf einer Denkleistung. Verschwörungstheoretiker und Fake-News stellen diese empirische Wissenschaft infrage und argumentieren mit subjektiv, gefühlten Realitäten. Wenn sogar von höchsten Stellen aus, die Legitimation der empirischen Wissenschaften angezweifelt wird, so steht im nächsten Schritt die gesellschaftliche Legitimation demokratischer Institutionen sowie Philosophie und Kunst zur Debatte. Sie alle stehen in dynamischer Wechselwirkung zu einander und bedingen sich gegenseitig. Sie profitieren von einer offenen Gesellschaft, die zuversichtlich in die Zukunft schaut, in Dialog tritt und sich nicht der Angst hingibt. All diese Felder verwehren sich einer absoluten, unumstösslichen Wahrheit und schauen der eigenen Unwissenheit nüchtern ins Auge. Sie lassen Raum für den Zweifel, den Kompromiss, das Relative, das Absurde, die Freiheit. Und so scheint es von höchster Wichtigkeit, die meist abstrakt bleibenden Diskurse der Naturwissenschaften/der Theoretischen Physik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen. Das Projekt «Das unbegreifliche Schweigen der Welt» will dazu einen Beitrag leisten:

In meiner Recherchearbeit habe ich mich im Feld der Theoretischen Physik unter anderem mit Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie auseinandergesetzt, welche, wie wohl keine andere Theorie, unser zeitgenössisches Weltverständnis revolutioniert hat. Schon in der Folgegeneration etablierten unter anderen Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir und Albert Camus den französischen Existenzialismus, welcher wie wohl keine andere philosophische Richtung unser Selbstverständnis geprägt hat. Anhand der Untersuchung dieser zwei Felder erhoffe ich mir die Parallelen und Wechselwirkungen aufzuzeigen, die es zwischen Philosophie und Naturwissenschaft zu geben scheint.

Durch eine künstlerische Übersetzung, in Form einer Installation im öffentlichen Raum sowie einer darin stattfindenden Performance, sollen diese Fragestellungen und Erkenntnisse erfahrbar und vermittelbar gemacht werden. Neben der Performance, finden im selben Rahmen weitere Veranstaltungen in Form von Talks, (Vor-)Lesungen und Workshops statt. Es soll ein Dialograum geschaffen werden, der öffentlich zugänglich ist und sich den Themen «Weltverständnis» (Theoretische Physik), Selbstverständnis (Philosophie) und Wahrnehmung annimmt. Dazu werden PhysikerInnen, PhilosophInnen, HistorikerInnen und KünstlerInnen eingeladen, die sich mit der gegenwärtigen Forschung der Theoretischen Physik auseinandersetzen und diese in philosophische, historische wie gesellschaftspolitische Kontexte stellen. Ein Workshop wird sich voraussichtlich der Meditation widmen, wobei es um die physische wie psychische Verortung des Selbst in der Welt geht.

Content

Dafür brauche ich Unterstützung

In meiner Position als Jung-Künstler verfüge ich über kein Kapital, was es ermöglichen würde solch ein Projekt alleine zu finanzieren. Ein Grossteil des Budgets ist in der Installation verankert. Die Bodenfläche des Brunnens soll mit Spiegelfolie versehen werden. Dieses Material ist sehr teuer und die Menge von ca. 80m2 fällt dementsprechend stark ins Gewicht. Nebst anderen Materialien für die Installation, wie auch die Performance, ist es mir sehr wichtig alle Beteiligten (AufbauhelferInnen, Talk-Gäste, Workshop-LeiterInnen etc.) zumindest symbolisch zu entlöhnen. Im Kunstfeld findet eine (Selbst-) Ausbeutung statt, die nicht mit meinem Ideal vereinbar ist. Ich persönlich werde auf ein Honorar jedoch verzichten. Nebst diesen Kosten, fallen Kommunikationskosten an (Druck Flyer, Plakat, Programm etc.) und Kosten für die Verpflegung der Partizipierenden. Es soll jedem/jeder ermöglicht sein teil zu haben. Ohne dafür Geld ausgeben zu müssen.