Stimmkunst und DaDa

Das Ensemble KörperSchafftKlang wird sich anlässlich des hundertsten Jahrestag der Eröffnung des Cabaret Voltaires und der Geburtsstunde des DaDa mit den geistigen, künstlerischen Hinterlassenschaften dieser Kunstrichtung, die eigentlich nur eine Laune sein sollte (Hugo Ball) auseinandersetzen. Ein erstes Ergebnis ist diese Performance, bei der wir acht Stunden lang das Lautgedicht «Totenklage» von Hugo Ball rezitieren werden. Dabei werden wir uns von verschiedenen Formen des Sprechgesangs, wie sie in der liturgischen Tradition zu finden sind, und von den Möglichkeiten der «extended voice» leiten. Beides hat eine direkte Beziehung zu Hugo Ball, dem von Beginn an, der kultische Charakter der DaDa-Abende wichtig war.

Lautgedicht?

Uns interessiert die Frage: Was ist übrig von der Idee des Lautgedichtes, die vor 100 Jahren einen unerhörten Affront darstellte und heute nicht viel mehr als ein Achselzucken hervorruft? Wie kann man denGeist des DaDa, der im Lautgedicht ursprünglich steckte, reanimieren?

Die Wirkung der Stimme

Was ist die Wirkung von Sprach- und Stimmklängen jenseits der bloßen Bedeutungssphäre? Was machen die Klänge mit dem Körper, dem Geist, der Seele?

Kunst als Forschung

Die Performance «Totenklage» ist im Grunde eine künstlerische Forschungsreise ins Herz des DaDa

Wir brauchen deine Unterstützung

Die Unterstützung brauchen wir für die Finanzierung des Projektes in Zürich: Fahrkosten von Köln nach Zürich, Übernachtung, Miete des Aufführungsraumes, Honorare. Im Moment ist der Plan mit vier Schauspielern und evtl. einem Produktionsassistenten anzureisen