Tskaltubo Hot Pots

Mit «Tskaltubo Hot Pots» wollen wir – eine Gruppe von Künstlern und Künstlerinnen und Köchinnen aus Basel, Bern, Luzern, Hamburg und Berlin – zusammen und in Absprache mit den Bewohnern des «Tskaltubo Sanatoriums» für fünf Wochen den leerstehenden Speisesaal zu einem Begegnungsraum transformieren. Gemeinsames Kochen und Zeichnen sollen als Kommunikationsmittel und Bindeglied zwischen den aufeinander treffenden Kulturen und Generationen dienen.

Ort des Geschehens

Tskaltubo war – mit seiner radonhaltigen Thermalquelle – während der Sowjetzeit eine blühende Bäderstadt mit über zwanzig Sanatorien und circa 100’000 Kurgästen pro Jahr. Nach dem Krieg um Abchasien 1993 wurden die Hotels georgischen Flüchtlingen als Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Vom Luxussanatorium zur improvisierten Bleibe

Anfangs wurden Mahlzeiten in den bestehenden Hotelgrossküchen zubereitet und in den Speisesälen umsonst ausgegeben. Später richteten sich die Bewohner und Bewohnerinnen auf dem Hotelbalkon oder in der Nasszelle individuelle Küchenecken ein. Die gemeinsamen Strukturen zerfielen, die grossen Säle hatten keine Verwendung mehr. Hier und dort werden vielleicht noch Kräuter zum Trocknen aufgehängt.

What to do with it? – Heat it.

Spuren des Prozesshaften

Es ist uns wichtig, die Spuren dieses fünfwöchigen Prozesses festzuhalten und an andere Orte zu vermitteln. Dies soll zunächst durch eine Publikation stattfinden: in kollektiver Arbeit entsteht vor Ort eine zweisprachige Kopierschrift im A3-Format, die den Begegnungsprozess widerspiegelt und den Transfer der Erfahrungen aller Beteiligten in verschiedene Richtungen ermöglicht. Randvoll mit Rezepten, Zeichnungen, Eindrücken. Beim Kunstfestival 2015 wurde in der örtlichen Kunstschule ein Siebdruckatelier eingerichtet. Hier wollen wir die individuellen Umschläge für die Publikation herstellen.

Erzählen und Berichten

Ihren Abschluss findet die Vermittlungstätigkeit in performativen Präsentationen in Tskaltubo selbst, in der georgischen Hauptstadt Tiflis und später auch in Hamburg, Basel und Zürich.