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Aktionstage von Betroffenen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen

Vier Verdingt und Versorgte befreien sich nach Jahren aus Ihrer Opferrolle. Sie haben durch kreative, schöpferische Arbeit und die Auseinandersetzung in der Gruppe die Sicht auf ihr Leben erweitert und Schmerz, Trauer und Hoffnung Raum gegeben. An den Aktionstagen in der Roten Fabrik zeigen Sie ihre Installationen, Bilder, Szenen, ein Video und äussern sich in Gesprächsrunden zu damals und heute. Erna, Moritz, Lisa und Ruth brauchen deine Hilfe, um die Aktionstage zu finanzieren.

25.-27. Mai 2018 in der Roten Fabrik, Zürich

Entstanden ist das Projekt auf Initiative eines Teams, das Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen eingeladen hat, auf freiwilliger Basis in einer koordinierten Gruppe gestalterische Formen zu erarbeiten, um sich damit aktiv und eigenständig an die Öffentlichkeit zu wenden.

Die Gruppenarbeit ermöglichte den Mitgliedern mit ihrer kreativen Arbeit aus der Opferrolle einen Weg zu finden, um Subjekte ihrer eigenen Geschichte zu werden. Diese Auseinandersetzung hat gezeigt, dass es zuweilen arge Ängste und eingeschliffene Widerstände gibt, sich aus dieser Rolle zu lösen und als Subjekt zu situieren.

Wie es dazu kam

Sechs Frauen wagten das Experiment: Sie luden Betroffene fürsorgerischer Zwangsmassnahmen ein, ihre Geschichte in gestalterischen Formen aufzuarbeiten und sich damit an die Öffentlichkeit zu wenden. Die Initiantinnen boten mit regelmässigen Treffen und professioneller Gruppenkoordination eine Plattform für die Auseinandersetzung mit dem Erlebten und Entwicklung kreativer Ideen. Eine Gruppe Betroffener liess sich auf das Angebot ein. Sie haben in der Gruppe intensiv Trauer und Schmerz ergründet. Vier von Ihnen haben dem Erlebten Gestalt gegeben und zeigen nun ihre Werke.

Diese Herangehensweise ist neu: Die Betroffenen haben sich mit ihrer Geschichte schöpferisch auseinandergesetzt. Viel wurde bisher über sie berichtet und geforscht, ihre Geschichten geschildert und ihre Fotos gezeigt. Hier bestimmen sie über ihre Geschichte selbst.

Dafür brauchen wir deine Unterstützung

Für die Aktionstage in der Roten Fabrik benötigen wir Geld, um Material, Transporte, Spesen und die Mithilfe von Fachkräften zu finanzieren. Die Betroffenen und die Initiantinnen haben stets unentgeltlich gearbeitet. Wenn du dich auch schon gefragt hast, was es heisst ohne die Unterstützung einer Familie aufzuwachsen oder du selber solche Erfahrungen gemacht hast, hilf uns mit einer Spende und komm vorbei.