Wir sind «Pambazuko», ein Kollektiv mit Kunstschaffenden aus Tansania und der Schweiz. Unser interkulturelles Theaterprojekt «uncovered kin» befasst sich mit den Nachwehen des Kolonialismus.

CHF 3’395

113% von CHF 3’000

113 %
So funktioniert’sä

Es gilt das «Alles oder Nichts»-Prinzip: Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht oder übertroffen wird, werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

45 Unterstützer*innen

Erfolgreich abgeschlossen am 8.9.2021

Ein interkulturelles Theaterprojekt

Unser Projekt befasst sich mit den Nachwehen des Kolonialismus und deren Erscheinungsbild in den Beziehungen der Gegenwart. Inwiefern hat die Kolonialzeit heutige Denk- und Verhaltensmuster beeinflusst? Welche wirksamen Parameter prägen die Beziehungen zwischen dem globalen Süden und Norden bis heute?

Unter der Leitung des Kollektivs «Pambazuko» gehen zwei Gruppen in Tansania und der Schweiz auf die Suche nach ersten möglichen Antworten. Als Höhepunkt des Projekts kommen die Gruppen zusammen und entwickeln eine gemeinsame Theater-Inszenierung, welche in Tansania und der Schweiz zur Aufführung kommen soll.

Ziel ist es, die verschiedenen Konzeptionen von Theater sowie Vorstellungen von Ästhetik zu verbinden und vermengen, um so einen neuen theatralen Erfahrungsraum zu schaffen. Text, Bewegung und Musik sollen schlussendlich durch eine Inszenierung führen.

Das Besondere daran...

Vor rund 50 Jahren wurden die letzten europäischen Kolonien in Afrika in die Unabhängigkeit entlassen. Auch die Schweiz spielte eine subtilere, aber nicht weniger wirksame Rolle in der Kolonialzeit. Die Kolonialherrschaft ist Geschichte - aber das Erbe des Kolonialismus wirkt weiter: In den Köpfen der Menschen, in subtilen Abhängigkeiten, in Herrschaftsstrukturen und politischen Phänomenen.

Mit dem Projekt möchten wir ein Bewusstsein und ein gemeinsames Verständnis für die Komplexität der Thematik entwickeln. Trotz Globalisierung und weltweiter Vernetzung verstehen wir die Zusammenhänge und Auswirkungen der Kolonialgeschichte oft nicht. Wir alle sind Erdbewohner*innen, tragen Verantwortung und können uns verpflichten anders zu denken und zu handeln.

Wir glauben, dass eine gemeinsame Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit unverzichtbar ist. Um die Vergangenheit loszulassen und eine neue Zukunft zu erschaffen, müssen wir uns zusammensetzen und einen kollektiven Diskurs führen.

Keine Aufführungen und weiteren Proben in Tansania ohne dich!

Für die Finanzierung des gesamten Projekts haben wir bereits mehrere Stiftungen in der Schweiz angeschrieben; aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden wirtschaftlichen Folgen für die Schweizer Kunstszene, unterstützen viele Stiftungen zurzeit keine Projekte im Ausland. Deshalb konnten diesen Sommer nur die drei Schweizer Mitgründerinnen von «Pambazuko» nach Tansania reisen, um die Zusammenarbeit und den Austausch aufrecht zu erhalten und sich im Kollektiv gegenseitig zu inspirieren.

Die Zusammenkunft der Gruppen sowie die gemeinsame Inszenierung in Tansania und der Schweiz mussten auf das Jahr 2022 verschoben werden. An dem ursprünglichen Aufführungstermin im September im Nafasi Art Space (einem der grössten Kulturzentren in Ostafrika https://www.nafasiartspace.org) wird die tansanische Gruppe nun hoffentlich alleine die Bühne rocken.

Der Schweizer Crew ist es eine Herzensangelegenheit, dass das Projekt in Tansania trotz Corona-Pandemie weiterlebt. Damit die Gruppe im September im Nafasi auftreten und die Proben für die nächsten 12 Monate für alle Teilnehmer*innen sichergestellt sind, brauchen wir deine Hilfe.

Die tansanischen Teilnehmenden sind Studierende, lokale Fischer*innen, Kleinunternehmer*innen und Arbeitssuchende aus weniger privilegierten Verhältnissen. Sie können mit Mühe und Not genug Geld für Essen und ein Dach über dem Kopf aufbringen. Zusätzliche Ausgaben für Transportkosten sowie Verpflegung während den Proben können sie sich nicht leisten.

Mit deinem Beitrag ermöglichst du:

◆… Ein Projekt für Menschen mit verschiedenem Bildungsniveau, Alter und sozialer Herkunft in Tansania

◆… Eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Nachwehen des Kolonialismus

◆… Reise- und Verpflegungskosten für die Proben für ein ganzes Jahr

◆… Die Miete der Räumlichkeiten im Nafasi Art Space für die Aufführungen

◆… Intensivproben inkl. Reise- und Verpflegungskosten vor den Aufführungen

Mit deiner Hilfe ermöglichst du langfristig einer ganzen Community, ihre Leidenschaft zu leben und in die Welt zu tragen. Genau dafür brauchen wir jetzt deinen Support!

VIELEN DANK FÜR DEINEN BEITRAG!