VRENI x We Make It

VRENI – Erinnerung per Knopf

von VRENI

Zürich

Sprachbegleiter für Menschen mit Demenz. VRENI erzählt persönliche Geschichten, spielt vertraute Musik und schafft Momente von Ruhe, Nähe und Vertrautheit – mit nur einem Knopfdruck.

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Es gilt das «Alles oder Nichts»-Prinzip: Nur wenn das Finanzierungsziel erreicht oder übertroffen wird, werden dem Projekt die Gelder ausgezahlt.

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Wie VRENI entstanden ist

Meine Grossmutter liebte Volkslieder. Ganz besonders Ländler. Lieder aus ihrer Kindheit, die früher in der Küche liefen. Diese laufen auch heute noch, wenn ich sie besuche.

Mit der Zeit fielen mir Dinge auf, die sie anders machte. Angehörige hiessen plötzlich anders, und die Zahl der Post-its mit Erinnerungen wurde immer grösser. Da wurde mir bewusst, dass unsere Grossmutter an Demenz leidet.

Mir fiel aber auch auf, dass sich die Krankheit nicht immer gleich zeigte. Es gab immer wieder Momente der Klarheit, besonders wenn ein Ländler aus ihrer Zeit im Radio lief. Dann wirkte sie fröhlicher, und ihr Blick wurde klarer.

Diese Beobachtung hat mich nicht mehr losgelassen.

Demenz verändert nicht nur das Gedächtnis. Sie verändert den Alltag, Beziehungen und ganze Familien. Für Betroffene bedeutet das oft Unruhe, Rückzug, zunehmende Isolation und lange Stunden ohne sinnvolle Beschäftigung. Für Angehörige bleibt häufig das Gefühl, hilflos zuschauen zu müssen.

Auch in Pflegeeinrichtungen stehen Betreuung und Begleitung unter Druck. Care-Arbeit trägt enorm viel, bekommt aber noch immer zu wenig Zeit, Wertschätzung und Entlastung. Gerade Menschen mit Demenz brauchen Vertrautheit, Zuwendung und einfache Formen von Aktivierung.

Oft bleibt im Alltag nur passive Beschäftigung. Der Fernseher läuft, aber wirkliche Teilhabe entsteht dabei kaum. Aus dieser Erfahrung heraus ist VRENI entstanden.

  • Ein früher Prototyp von VRENI neben alten Liederbüchern aus der Kindheit — der Ausgangspunkt für das Projekt.
    Ein früher Prototyp von VRENI neben alten Liederbüchern aus der Kindheit — der Ausgangspunkt für das Projekt.
  • Erste Entwicklungsversion: Raspberry Pi, Lautsprecher und Elektronik auf dem Arbeitstisch.
    Erste Entwicklungsversion: Raspberry Pi, Lautsprecher und Elektronik auf dem Arbeitstisch.
  • Der Entwicklungstisch in Zürich — hier entstand VRENI Schritt für Schritt.
    Der Entwicklungstisch in Zürich — hier entstand VRENI Schritt für Schritt.
  • Das Gehäuse von VRENI entsteht im 3D-Drucker — jedes Teil wird selbst entwickelt und gefertigt.
    Das Gehäuse von VRENI entsteht im 3D-Drucker — jedes Teil wird selbst entwickelt und gefertigt.
  • Früher Holzprototyp von VRENI — das warme Material macht das Gerät vertraut und greifbar.
    Früher Holzprototyp von VRENI — das warme Material macht das Gerät vertraut und greifbar.
  • Entwicklung des Gehäuses: 3D-gedrucktes Modell mit Aufschrift «VRENI» neben den Elektronikbauteilen.
    Entwicklung des Gehäuses: 3D-gedrucktes Modell mit Aufschrift «VRENI» neben den Elektronikbauteilen.

Was VRENI ist

VRENI ist auf das Wesentliche reduziert: ein Knopf, eine klare Funktion, kein Suchen, kein Scrollen. Das Design orientiert sich an Transistor-Radios – vertraut für eine Generation, die damit aufgewachsen ist.

Die Technologie soll sich dem Menschen anpassen — nicht umgekehrt.

Auf Knopfdruck erzählt VRENI persönliche Geschichten: aus dem Leben eines Menschen, von vertrauten Orten, Musik, Gewohnheiten und Erinnerungen. Einmal eingerichtet, kann das Gerät direkt im Alltag genutzt werden.

Ich habe VRENI in den letzten Monaten entwickelt, getestet und Schritt für Schritt weiter verbessert. Dabei wurde für mich immer deutlicher, worauf es ankommt: nicht auf Technik um der Technik willen, sondern auf etwas, das im Alltag wirklich hilfreich ist.

VRENI soll Ruhe schaffen, Aufmerksamkeit wecken und Momente von Nähe ermöglichen. Erste Pflegeeinrichtungen melden sich bereits, und auch Angehörige fragen nach.

Mit dieser Kampagne möchte ich VRENI nicht im stillen Kämmerlein weiterentwickeln, sondern gemeinsam mit Menschen, die es wirklich im Alltag einsetzen.

Wenn du einen Testplatz unterstützt, hilfst du mit, VRENI dort weiterzuentwickeln, wo es zählen muss: zu Hause, in Familien und in Einrichtungen. Dieses direkte Feedback ist für mich besonders wertvoll.

Das Geld aus dieser Kampagne fliesst in die nächste Entwicklungsrunde, in weitere Testgeräte und in die Begleitung der ersten Anwendungen.

Wenn wir unser Ziel von 20’000 CHF erreichen, produzieren wir die ersten Testgeräte und begleiten ab August 2026 die ersten Haushalte und Einrichtungen beim Start mit VRENI. Ich beantworte Fragen persönlich und teile transparent, was wir dabei lernen.

Und wenn wir mehr erreichen:

Ab 35’000 CHF: Wir finanzieren eine erste wissenschaftlich begleitete Pilotvalidierung, um VRENI auf fundierter Basis weiterzuentwickeln. So gewinnen wir strukturierte Erkenntnisse dazu, wie sich VRENI auf Ruhe, Aktivierung, Agitation und Alltagstauglichkeit auswirkt.

Ab 45’000 CHF: Wir investieren in die nächste Produktiteration von VRENI: ein weiterentwickeltes Naturholz-Gehäuse statt 3D-Druck, erste Schritte in Richtung fairer Fertigung in einer geschützten Werkstatt und die technische Verfeinerung zentraler Funktionen für den Einsatz im Alltag.

  • VRENI in Terracotta — angelehnt an klassische Transistorradios, mit einem einzigen Knopf.
    VRENI in Terracotta — angelehnt an klassische Transistorradios, mit einem einzigen Knopf.
  • VRENI in Weiss — schlicht und vertraut, passend in jeden Haushalt.
    VRENI in Weiss — schlicht und vertraut, passend in jeden Haushalt.
  • VRENI in Rot — das Gerät ist in verschiedenen Farben erhältlich.
    VRENI in Rot — das Gerät ist in verschiedenen Farben erhältlich.
  • VRENI in Lila — anpassbar an persönliche Vorlieben.
    VRENI in Lila — anpassbar an persönliche Vorlieben.
  • VRENI in Walnussholz — natürlich und warm.
    VRENI in Walnussholz — natürlich und warm.
  • VRENI in heller Eiche — zeitlos und zurückhaltend.
    VRENI in heller Eiche — zeitlos und zurückhaltend.
  • VRENI in Cremé — ruhig und einladend.
    VRENI in Cremé — ruhig und einladend.

Warum mir das wichtig ist

Demenz ist nicht nur eine medizinische oder pflegerische Herausforderung. Sie kann auch Beziehungen belasten, Überforderung verstärken und Menschen im Alltag besonders verletzlich machen.

Als Frau liegt mir dieses Thema besonders am Herzen. Mich beschäftigt nicht nur, was Demenz mit Erinnerungen macht, sondern auch, was sie mit Beziehungen, mit Abhängigkeit und mit der Verletzlichkeit von Menschen im Alltag machen kann.

Studien zeigen, dass Frauen über die Lebensspanne hinweg deutlich häufiger von häuslicher Gewalt betroffen sind und dass Menschen mit Demenz im häuslichen Setting ein erhöhtes Risiko für Gewalterfahrungen tragen. Wenn zu kognitiven Einschränkungen noch Agitation, Überforderung und fehlende Unterstützung im Pflegealltag hinzukommen, können Situationen eskalieren und Betroffene zusätzlich gefährden.

Mit Agitation sind bei Demenz belastende Zustände wie innere Unruhe, starke Gereiztheit, motorische Unruhe oder impulsive Abwehrreaktionen gemeint, die häufig Ausdruck von Angst, Überforderung oder Desorientierung sind.

Ich glaube nicht, dass ein Produkt solche Probleme lösen kann. Aber ich glaube, dass gute Begleitung im Alltag entlasten, beruhigen und schwierige Situationen frühzeitig abfedern kann.

Als Frau und Gründerin möchte ich mit VRENI zeigen, dass Technologie im Care-Bereich empathisch, zugänglich und alltagsnah gestaltet werden kann. Ich wünsche mir, dass dieses Projekt andere Frauen ermutigt, ihre eigenen Erfahrungen, Perspektiven und Ideen in Innovationen einzubringen. VRENI ist für mich zugleich der Beweis, dass Kulturschaffende gesellschaftliche Probleme nicht nur benennen, sondern auch konkrete Lösungen entwickeln können.

Ich bin Jasmin aus Zürich und entwickle VRENI seit 2025 im Austausch mit Angehörigen, Fachpersonen und Einrichtungen. Mein Ziel ist etwas, das für Menschen mit Demenz im Alltag wirklich hilfreich ist.

VRENI im ersten Einsatz: Ein Gespräch mit einer Testnutzerin — das Gerät steht auf dem Tisch zwischen den beiden.
VRENI im ersten Einsatz: Ein Gespräch mit einer Testnutzerin — das Gerät steht auf dem Tisch zwischen den beiden.