Wassermusik - Musik für Brunnen und Blasorchester

Das «Tränenbrünneli» unten an der Limmat in Baden stellt in sich selber ein spannungsgeladenes Gegensatzpaar dar: Leben – Tod. Fünf weinende Kinder stehen als Mahnmal für die entsetzlichen Gräueltaten des ersten Weltkrieges. Kinder, die fröhlich spielen sollten, drücken in ihrem ewigen Weinen den Weltschmerz über die schrecklichen Folgen des Krieges aus. Alle Tränen der Welt werden von der Erde geschluckt und erneut in Brunnen dieser Welt geweint, wie es auf dem Spruchband des Tränenbrunnens steht.

«Jed’ Menschleins Weh’ in Trän’ zerronnen, die Erde schluckt’s und weint’s in Bronnen.»

Der Brunnen in sich steht auch für das Leben. Er vermag mit seinem Wasser den Durst zu löschen, ist aus dem menschlichen Leben nicht wegzudenken. Als zentraler Treffpunkt verbindet er Menschen und dient als Abkühlung an hitzigen Tagen. Das Wasser, aus grösster Trauer geweint, ist zeitgleich die existenzielle Grundlage allen Lebens. Es ist je nach Betrachtung Beides, der Gegensatz ruht in ihm. Das Blasorchester Baden Wettingen wird mit seiner «WASSERMUSIK» diese gegensätzliche Kraft musikalisch zum Ausdruck bringen. Der Brunnen spielt eine zentrale Rolle im Werk und tritt als Gegenpart zum Orchester in Erscheinung. Seine Klänge werden elektronisch eingefangen, moduliert und es wird experimentiert – der Brunnen erhält seine eigene, musikalische Stimme! Benedikt Hayoz komponiert das Werk für Blasorchester und integriert die ewig fliessenden Klänge des Brunnens. Die elektronischen Strukturen und Modulationen sind im Voraus konzipiert und im Werk integriert. Die Brunnengeräusche werden bei jeder Aufführung live eingefangen und vom Komponisten mit dem Blasorchester zu einem Ganzen vermischt. Diese Mischung von Bläser- und Elektromusik ist in sich ein weiteres «Versuspaar», welches das Spannungsfeld und die Aussagekraft des Werkes noch grösser macht. Man darf gespannt sein!

~~~

Komponist: Benedikt Hayoz

Benedikt Hayoz studierte Horn am Konservatorium Fribourg bei Matteo Ravarelli und bildete sich dann bei Jean Claude Kolly zum Dirigenten aus. Danach folgte ein Kompositionsstudium an der Hochschule der Künste Zürich bei Isabel Mundry sowie an der Royal Academy of Music in London.

Benedikt Hayoz ist Preisträger verschiedener Kompositionswettbewerbe. Er gewann 2012 den Musikpreis der Kiefer Hablitzel Stiftung und erhielt ein Stipendium der Kulturstiftung Landis & Gyr. Als Musiker arbeitet Benedikt Hayoz mit verschiedenen Solisten, Dirigenten und Ensembles aus Basel, Genf, Hamburg und London. Seit 2013 ist Benedikt Hayoz als Dozent an die Hochschule für Musik in Lausanne tätig. Als Dirigent leitet er die Musikgesellschaft Tafers und die Stadtmusik Bulle. Er lebt in Freiburg.

Künstlerischer Leiter: Christian Noth

Christian Noth wuchs in Freiburg auf und wohnt heute in Suhr/AG. Er studierte Trompete in der Klasse von Jean-François Michel am Konservatorium Freiburg. Sein Studium schloss er 2004 erfolgreich mit dem Konzertdiplom ab. Als Trompetenlehrer unterrichtet er an der «Musikschule Konservatorium Zürich» und an verschiedenen Zürcher Kantonsschulen. Am Stapferhaus Lenzburg bildete er sich zum Kulturmanager weiter.

Sein musikalisches Engagement ist breitgefächert. Im «BUCCINATORIS ensemble» sowie der Rockband «Gustav» spielt er ständig mit. Als freischaffender Musiker ist er u.a. im «Capriccio Barockorchester» tätig, welches auf historischen Instrumenten spielt.

Bei Rolf Schuhmacher genoss er seine Ausbildung als Dirigent. Nach zehn Jahren bei der Stadtmusik Baden hat er die Leitung des im 2015 neu gegründeten Blasorchesters Baden Wettingen übernommen. Als Besonderheit sind die Projekte zu nennen wie «Kunstkalendarium» und «Klangschichten Schichtklänge», bei denen er die künstlerische Leitung innehatte. Letzteres gewann 2012 den UKURBA Kulturpreis als beste kulturelle Darbietung am Badener Stadtfest. Bei kantonalen und nationalen Wettbewerben wird Noth regelmässig als Experte engagiert.

Künstler: Beat Zoderer

Beat Zoderer ist freischaffender Künstler aus Wettingen, der sich als Plastiker und Installationskünstler einen Namen gemacht hat. Sein Werk fügt sich in der Verbindung von Alltagswelt und Kunst, sowie in seinem kunstkritischen Ansatz, in das Gedankengut der Postmoderne. Mittelpunkt der Intention ist laut Zoderers Aussage seit Mitte der 1980er-Jahren die Idee des «bi», das heisst das Spiel mit dem scheinbar unauflöslichen Widerspruch zwischen Alltag und Kunst, High und Low, System und Zufall, Ökonomie und Verschwendung, Trivialität und Dignität, Rationalität und Sinnlichkeit.

+++

Durchführung

Samstag 19.8. 11.30 h, 12.15 h, 13.00 h, 13.45 h

Sonntag 20.8. 11.30 h, 12.15 h, 13.00 h, 13.45 h

Samstag 26.8. 11.30 h, 12.15 h, 13.00 h, 13.45 h

Sonntag 27.8. 11.30 h, 12.15 h, 13.00 h, 13.45 h

Picture 19c945ba b748 4865 b922 452093ccbdcaPicture 463b9254 3b0e 4f07 a04e 778e8a9b9ad8Picture 65b9e943 ff71 46bc 89ee 14124a84f9eePicture 716ae456 a82a 4a54 8c7c b902b4e44c05Picture 5f823a91 f563 4457 856b fba92ef39c93Picture fecf3adc 6006 4a40 b31a 4f397ad1ae98

Dafür brauchen wir deine Unterstützung

Die Realisation des Projekts ist grundsätzlich nur durch die Mithilfe unzähliger Mitwirkenden möglich, die dafür in Ihrer Freizeit ausserordentliche Arbeit leisten. Nichts desto Trotz bleiben unvermeidbare Ausgaben, die wir nun mit Hilfe von «wemakeit» decken möchten. Das sind in erster Linie die Kosten der Auftragskomposition. Weitere Unkosten entstehen durch den Probebetrieb im Vorfeld, die Erstellung des Kunstwerkes, sowie die Logistik und die ungewöhnliche Infrastruktur an den Konzerttagen. Da dies für das BBW ein ausserordentliches Projekt ist, das zusätzlich zu den regulären jährlichen Auftritten stattfindet, kann die Vereinskasse nicht das komplette Budget decken. Zudem ist es Teil der Badenfahrt-Kultur, dass alle Beiträge für Jedermann ohne Aufpreis zugänglich sind, weshalb wir keine Eintritte verlangen oder Kollekte einsammeln.

Picture 1dd4109f 0b55 45ce 8254 e5f23e99c25dPicture 90939bc3 8bc3 4cb4 8133 2007312519f0Picture 796ca42f 3fed 4e1d 8537 ddec7c4bf737

Erfolgsprojekte

Es ist uns gelungen während den letzten Jahren publikumsträchtige Projekte zu realisieren und gemeinsam erfolgreich zu sein. Auf dass dies nicht die letzten waren, hier ein Ausschnitt der erfolgreichsten Projekte:

August 2012

«Klangschichten Schichtklänge» in der Stadtkirche Baden Ton- und Lichtkonzert anlässlich des Stadtfestes Baden (8 Aufführungen) mit Antje M. Traub (Orgel) und Walo Wittwer/Max Kriegleder (Lichtkunst) Auszeichnung mit dem 1. Preis UKURBA für den besten kulturellen Beitrag am Stadtfest 2012.

Juni 2015

Wiederaufführung «Klangschichten Schichtklänge» (Stadtkirche Baden) mit Antje Maria Traub (Orgel) und Lichtkünstler Kurt Laurenz Theinert.

November 2015

Galakonzert «Rock Symphonie avec GUSTAV» im Trafo Baden mit GUSTAV & Band vor ausverkauftem Trafo Saal. Arrangiert von Benedikt Hayoz.

Dezember 2016

Gemeinschaftskonzert «Gloria» mit den Chören coro sonoro Kirchdorf und Cantemus Wohlen in den Kirchen Dottikon, Wettingen und Kirchdorf mit über 100 Mitwirkenden mit ausserordentlich grossem Publikumsaufmarsch.

Picture 4b745699 e7b7 4a48 ad4c a366e64dd2c0Picture 65b839cf 5b07 4dac b2ff 1d78032e1f30Picture cf5a13fe 31ba 4370 b126 101e0a225f43Picture 34132599 7332 4c04 9ab8 eb3d9ac13a52Picture 8dac7c65 e555 4c96 b8b3 609856aef7ba