Eigentlich wollte ich dieses Buch im Jahre 2009 zum zweihundertsten Todestag Karolines veröffentlichen. Einige Verlage schienen interessiert, lehnten es letztlich aber doch ab. Zu unsicher schien ihnen ein Erfolg beim Publikum. Zum Glück feiert Karoline jedoch im Jahre 2013 ihren 250. Geburtstag. Also ist es noch nicht zu spät!

An der Vernissage von «Durchatmen», meinem letzten Roman, erzählte der Verleger von Pro Libro, Peter Schulz, dass ihm sehr bewusst sei, dass da noch ein anderes Buch auf seine Publizierung warte, aber eben, gäbe es genug Interessierte für ein solches Werk? Mehrere Personen bekräftigten damals, im Sommer 2012, dass sehr wohl Interesse für einen solchen Roman bestehe. Gerade starke Frauenfiguren aus dem späten 18. Jahrhundert seien für eine nicht wissenschaftlich orientierte Leserschaft schwer zugänglich. Nicht alle mögen die teilweise tatsächlich endlosen Briefwechsel in meist ziemlich klausulierter Sprache lesen. Ich habe die Briefwechsel durchforstet, die Briefwechsel anderer Personen dazugezogen und all dies zu einem Roman zusammengefügt, der zwar hundertprozentig auf verbürgten Aussagen der Protagonisten beruht, diese jedoch in neue Zusammenhänge und in eine reale Welt stellt.

Abenteuerliches Leben

«Wir sind Romantiker!» gibt Einblick in die Möglichkeiten und auch Einschränkungen eines Frauenlebens innerhalb einer intellektuellen Gruppierung, er vermittelt aber auch die damalige Aufbruchsstimmung, in welche diese jungen Menschen in revolutionären und postrevolutionären Zeiten, als Napoleon Europa aufräumte, gerieten. Neben der eigentlichen Hauptdarstellerin Karoline sind dies die Gebrüder Schlegel, Hardenberg (Novalis) und Schelling, aber auch die Tiecks, Brentanos, Goethe und Schiller, und viele andere mehr. 

Warum ein solcher Roman heute?

Die Epoche um 1800 ist in vielen Belangen sehr gut erforscht, die Frühromantiker selbst haben aber (ausser zahlreichen Briefen und Aufsätzen) nur wenige Werke hinterlassen. Ihr Leben war von einer merkwürdigen Hektik geprägt, von einem ununterbrochenen Austausch in einem Netzwerk,  das ständig neue Ideen generierte und kommentierte. Das Ganze, Fertige war ihnen suspekt, Transdisziplinarität oberstes Prinzip, ihr Werk eine stetige Baustelle, an der alle mitwirken sollten. Hätten sie die Möglichkeit gehabt, sie hätte es damals erfunden, das Internet.

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